Vráble (ungarisch Verebély) ist eine Stadt in der Slowakei mit Einwohnern (Stand ). Sie wurde 1265 zum ersten Mal als Verebel erwähnt und gliedert sich in folgende Teile: Dyčka (1975 eingemeindet) Horný Oháj (1975 eingemeindet) Vráble

Bis 1918 gehörte die Stadt zum Königreich Ungarn und kam dann zur neu entstandenen Tschechoslowakei. Durch den Ersten Wiener Schiedsspruch kam sie von 1938 bis 1945 kurzzeitig wieder zu Ungarn.

In archäologischen Fachkreisen wurde die Stadt international bekannt aufgrund von Ausgrabungen in einer Linearbandkeramischen Siedlung.

Bevölkerung

Städtepartnerschaften Andouillé, Frankreich Csurgó, Ungarn Nova Varoš, Serbien mini|hochkant|links|Kirche in Vráble Kultur

Im Umland von Vráble werden archäologische Fundplätze unter anderem aus der Linearbandkeramischen Kultur erforscht.

Die Fundstelle Vráble-Veľké Lehemby (datiert auf die Zeit vor rund 7000 Jahren) war einer der größten Siedlungsplätze der frühen Jungsteinzeit in Zentraleuropa und wird seit 2009 erforscht. Nachgewiesen sind beispielsweise drei nebeneinander liegende Dörfer mit mehr als 300 Häusern,Martin Furholt et al.: Vráble-Veľké Lehemby: eine Siedlungsgruppe der Linearbandkeramik in der Südwestslowaklei. In: Slovenská archeológia (Slovak Archaeology). Band 62, Nr. 2, 2016, S. 227–266, ISSN 1335-0102, Zusammenfassung. von denen zugleich bis zu 80 Häuser bewohnt waren. Ein besonderer Fund ist ein Massengrab mit 38 kopflosen Skeletten, die auf einer Fläche von ca. 15 Quadratmetern verteilt ausgegraben wurden. Die Lage der Skelette lässt den Forschenden zufolge nicht auf sorgfältige Niederlegung der Toten schließen, sie seien vielmehr in einen Graben geworfen oder gerollt worden.Kopflose Skelette im Siedlungsgraben: Ein 7.000 Jahre altes Massengrab? Auf: idw-online.de vom 11. Januar 2023. Rätselhafter Fund aus der Jungsteinzeit. Die Kopflosen von Vráble. Auf: spiegel.de vom 12. Januar 2023.

Siehe auch Liste der Städte in der Slowakei

Weblinks

Illustration von Lukas Schnitzer von 1665: Abbildung der Vöstung Verebel in Ungarn 1665 ()

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Slowakei Kategorie:Ersterwähnung 1265 Kategorie:Stadt in der Slowakei