Fritz Nötzoldt (* 7. Januar 1908 in Nöschenrode; † 29. April 1987 in Heidelberg) war ein deutscher Buchhändler, Kabarettist, Lektor, Journalist und Schriftsteller. mini|Urnennische mit Marmortafel, auf der die Lebensdaten von Fritz Nötzoldt und Elsbeth Janda eingemeisselt sind. Die Urnennische befindet sich im Columbarium des Krematoriums auf dem Heidelberger Bergfriedhof mini|Urnennischen in der Seitenwand des Krematoriums auf dem Heidelberger Bergfriedhof
Leben Fritz Nötzholdt war der älteste Sohn des fürstlichen Baurats Wallrat Nötzoldt. Der Bühnenbildner und Maler Helmut Nötzoldt ist sein Bruder. Fritz Nötzoldt wuchs in der unter Schloss Wernigerode gelegenen Vorstadt von Wernigerode im Harz auf. Er absolvierte eine Buchhandelslehre bevor er Dramatiker und Verlagslektor wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging er nach Heidelberg, wo er als Kabarettist und Schriftsteller zahlreicher humoristischer Bücher überregionale Bekanntheit erlangte. Er verfasste insbesondere Jugendbücher und Bücher über Heidelberg und Mannheim. Ab 1946 war er zudem Rundfunk-Reporter. In den 1950er Jahren war er verantwortlich für die Kinderseite der Rhein-Neckar-Zeitung, auf welcher am 20./21. Juli 1957 unter dem Titel Ulrich bestieg den Eiffelturm der erste Artikel von Ulrich Wickert erschien.Frankfurter Allgemeine Magazin, Februar 2020, S. 55f.
Fritz Nötzoldt war evangelisch und heiratete 1948 die Kabarettistin, Fernsehmoderatorin und Schriftstellerin Elsbeth Janda,Nötzoldt, Elsbeth, geb. Janda. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 902. die als Conférencière, Kabarettistin, Schauspielerin, Autorin und Herausgeberin bekannt wurde. Elsbeth Nötzoldt wurde weithin bekannt durch ihre Veröffentlichungen, ihre Bühnen Auftritte und ihre Sendungen im Fernsehen zur Pflege und Kultivierung der Kurpfälzer Mundart.
1965 erhielt Fritz Nötzoldt die Schiller-Plakette der Stadt Mannheim.
Werke Pulverwagen Menschen unterm Brocken. Verlag „Der Harz“, Magdeburg 1938. Der Bergmann vom Rauhen Lande. Eine Harzer Erzählung (über die Entdeckung der Baumannshöhle in Rübeland), Magdeburg 1941 Viele Käuze leben im Harzer Wald, 1942 Die Gauklerblume, Heidelberg um 1946 Benno muß geholfen werden, Heidelberg 1947 Das Lügenhaus, 1948 Am Mikrofon: Hein Schneidewind, 1948 Stolperchen, Heidelberg 1950 Alle für Jochen. Neun Jungs retten eine Tierschau, München 1954 Gerdas grosses Geheimnis, 1955 Elefanten, Elefanten !, 1956 Hein bei den Funkreportern, 1957 Die Moritat vom Bänkelsang oder Das Lied von der Strasse (zusammen mit Elsbeth Janda), 1959 Das Panoptikum der Technik oder auch Ein technisch Lied – ein komisch Lied, 1961 Wenn im Wald die Büchse knallt, 1961 mit Elsbeth Janda: Leute, höret die Geschichte..., 1962 Geschichten aus dem Harz, Frankfurt a. M. 1964 Johanna gewappnet mit bannendem Blick: oder Du dunkler Lorbeer bists (Hrsg.), München 1964 Liebe zu Mannheim (zusammen mit Horst Lemke), 1965 Warum weinst du, holde Gärtnersfrau... (zusammen mit Elsbeth Janda), 1965 Krokodilstränen, 1965 Wie einst im Mai. Schmachtfetzen hauptsächlich aus der Plüsch- und Troddelzeit (Hrsg.), München 1966 Liebe zu Mannheim, Heidelberg 1969 Peter von Peter fünf! Kommen!, Little-Krimi, Wien-Heidelberg 1970 Freitags wenn der Fernsehkrimi läuft, Little-Krimi, Wien-Heidelberg 1972 Knöllchen in Heidelberg, Heidelberg 1972 Heidelberger Allerlei, Heidelberg 1979
Literatur Nötzoldt, Fritz. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 902.
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Einzelnachweise
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