Stammheim (Alternativer Titel: Stammheim – Die Baader-Meinhof-Gruppe vor Gericht) ist ein preisgekrönter Spielfilm von Reinhard Hauff aus dem Jahre 1986, über den Stammheim-Prozess und den Tod mehrerer angeklagter RAF-Angehöriger in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim. Das Drehbuch stammt von Stefan Aust.
Inhalt Reinhard Hauffs Film beschreibt den Ablauf des Terroristenprozesses, der in den Jahren 1975 bis 1977 in Stuttgart-Stammheim stattfand. Vor Gericht stehen die Angeklagten, Ulrike Meinhof, Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe. Ob die drei zuletzt genannten Personen nach ihren Verurteilungen von eigener Hand oder durch Fremdeinwirkung umkommen, lässt der Film offen (vgl. Todesnacht von Stammheim).
Im April 2008 wurde der Film als DVD veröffentlicht.
Kritiken
Auszeichnungen 1986: Goldener Bär und FIPRESCI-Preis der Internationalen Filmfestspiele von Berlin
Die Filmvorführung fand unter Polizeischutz statt, da es Morddrohungen gegen die Juroren gegeben hatte. Trotz Polizeipräsenz wurde die Vorstellung unter anderem durch Stinkbombenwürfe gestört. Die Jury-Präsidentin Gina Lollobrigida distanzierte sich öffentlich von der Auszeichnung des Films.
Weblinks
Einzelnachweise Siegfried Schober: Endstation eines Traums. „Stammheim“: Ein Film, der alte Wunden aufreisst. In: Die Zeit, Nr. 6/1986. „In den sechziger Jahren, als ich zwanzig war, begegnete ich in einer Kneipe Andreas Baader.“
Kategorie:Filmtitel 1986 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Gerichtsfilm Kategorie:Rote Armee Fraktion