mini|250px|Vororte von

ist eine Stadt im im Nordosten der Nordinsel von Neuseeland. Sie ist Verwaltungssitz des Distrikts und der Region.

Geographie ist die östlichste Stadt des Landes. Sie liegt rund 130 km nordöstlich von am nördlichen Ende der / direkt am Pazifischen Ozean. Durch die Stadt fließen der , der und der , weshalb die Stadt auch den Spitznamen „“ bekommen hat.

Geschichte In der Tradition der soll der Halbgott die gesamte Nordinsel Neuseelands aus dem Pazifischen Ozean gefischt haben. Das durch die gewaltige Landmasse der Insel gekenterte Kanu bildet heute den , der als erstes „von den warmen Strahlen der aufgehenden Sonne geküsst wird“.

Die Bucht von war der Ort, wo erstmals neuseeländischen Boden betrat. Auf erster Expedition war es der Schiffsjunge , der am Nachmittag des 7. Oktober 1769 gegen 14:00 Uhr „Land in Sicht“ meldete. Am nächsten Tag ankerten sie in der Bucht, die „“ nannte und die in seinem Schiffslogbuch am 8. Oktober gegen 17:00 Uhr erstmals namentlich erwähnt wurde. Am 9. Oktober ging mit Teilen seiner Mannschaft östlich des an Land und setzte damit einen historischen Meilenstein in der Geschichte Neuseelands.

Bevölkerung Zum Zensus des Jahres 2013 zählte das Stadtgebiet von Gisborne 29.271 Einwohner mit insgesamt 10.719 Haushalten.

Infrastruktur Straßenverkehr Der führt westlich an der Stadt vorbei. Von ihm zweigt der ab und führt hingegen durch das Stadtzentrum und weiter an der Ostküste nach Norden.

Schienenverkehr Im Bahnhof von Gisborne endeten die Bahnstrecke Palmerston North–Gisborne und die Bahnstrecke Gisborne–Moutohora. Erstere existiert noch, wird aber seit Unwetterschäden 2012 zwischen Gisborne und Wairoa nicht mehr befahren. Die Bahnstrecke Gisborne–Moutohora, die ursprünglich auf Rotorua und Auckland zielte, kam über Moutohora nie hinaus und ist inzwischen abgebaut. Vom Bahnhof führt ein Gleis weiter in den Hafen von Gisborne.

Von 1911 bis 1916 existierte die Gisborne Borough Council’s Gentle Annie Metal Supply Tramway.

Flugverkehr Am westlichen Stadtrand liegt der Regionalflughafen von (IATA-Code: GIS), von dem aus die wichtigsten Städte Neuseelands angeflogen werden. Neben einer asphaltierten Landebahn verfügt er über zwei zusätzliche Graspisten. Eine Besonderheit dieses Flughafens ist, dass seine Betonpiste von einer Eisenbahnlinie gekreuzt wird.

Schiffsverkehr Der Hafen von ist relativ klein, es wird nur Holz verladen. Kreuzfahrtschiffe müssen in der Bucht ankern und ihre Passagiere mit Tenderbooten an Land bringen.

Medien Einzige täglich erscheinende Tageszeitung der Stadt ist der .

Sehenswürdigkeiten Im Südwesten der Bucht, von aus gut zu erkennen, befinden sich die als „“ bezeichneten Klippen und östlich des Stadtgebiets liegt der (auf : ), ein Hügel, der sowohl Erholungsgebiet als auch Aussichtspunkt mit Blick auf das gesamte Umland einschließlich der Stadt beliebt ist.

Persönlichkeiten (1820–1891), Führer der Maori Doreen Lang (1915–1999), neuseeländisch-US-amerikanische Schauspielerin (1925–2012), Rugby-Union-Spieler Rick Littlewood (1940–2018), Judoka Witi Ihimaera (* 1944), Schriftsteller Kiri Te Kanawa (* 1944), Opernsängerin Ian Kirkpatrick (* 1946), Rugby-Union-Spieler Margaret Moth (1951–2010), Fotojournalistin und Kamerafrau Vaughan F. R. Jones (1952–2020), Mathematiker Grant Bramwell (* 1961) (* 1962), Tennisspieler Tony Graham (* 1962), Radrennfahrer Donald Tamihere (* 1972), anglikanischer Bischof Shane Cameron (* 1977), Boxer Rico Gear (* 1978), Rugby-Union-Spieler Rory Fallon (* 1982), Fußballspieler Hosea Gear (* 1984), Rugby-Union-Spieler Haupai Puha (* 1985), Dartspieler Aron Baynes (* 1986), Basketballspieler Alicia Hoskin (* 2000), Kanutin

Partnerschaft Mit der spanischen Gemeinde Valverde del Majano in der Provinz Segovia (Kastilien-León) besteht seit 2010 eine Partnerschaft.

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Gisborne

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Region Gisborne