Der Verein für Leibesübungen Oldenburg e. V., kurz VfL Oldenburg, ist ein Mehrspartensportverein aus Oldenburg, Niedersachsen. Der Verein hat seit 2010 zehn Sportabteilungen: Fußball, Handball, American Football, Badminton, Gesundheitssport/Gymnastik, Leichtathletik, Prellball, Tanzen, Turnen, Ringen und Volleyball. Die Vereinsfarben sind Grün-Weiß und der Verein zählt rund 2000 Mitglieder.

Geschichte Gegründet wurde der VfL Oldenburg am 21. September 1894 unter dem Namen TV Jahn Oldenburg. Am 12. Juni 1912 wurde der Fußballverein FC Frisia Oldenburg gegründet, der sich später in SV Frisia Oldenburg umbenannte. Im Jahre 1931 fusionierte der SV Frisia mit dem am 28. November 1912 gegründeten SV Oldenburg zum Oldenburger SC, der am 10. Mai 1934 mit dem TV Jahn Oldenburg zum heutigen VfL Oldenburg fusionierte. mini|Schriftzug an der ehem. Jahnhalle Oldenburg vor dem Abriss 2022 (der heutige VfL Oldenburg wurde 1894 als TV Jahn Oldenburg gegründet) Im Jahr 1970 wurde mit dem Bau der Sporthalle Rebenstraße begonnen, der ein Jahr später abgeschlossen wurde. Heute trägt die Sporthalle Rebenstraße den Namen „Robert-Schumann-Halle“. Die Namensgebung leitet sich von dem bis dato erfolgreichsten Handballtrainer des VfL Oldenburg ab.

Handball Die Handballdamen des VfL schafften im Jahr 1980 den Aufstieg in die Bundesliga. Als die mittlerweile gesamtdeutsche Bundesliga in der Saison 1992/93 erstmals im eingleisigen Modus ausgetragen wurde, stieg der VfL Oldenburg ab. 1996 kehrte der VfL in die erste Bundesliga zurück, stieg 1998 wieder ab und kehrte schließlich 1999 mit dem direkten Wiederaufstieg in die erste Bundesliga zurück. Bis heute konnte der Oldenburger Handballverein sich in der obersten Spielklasse halten, darüber hinaus im Jahr 2008 den EHF Challenge Cup und in den Jahren 2009, 2012 und 2018 den DHB-Pokal gewinnen. In der 'Ewigen Tabelle der Damen-Handballbundesliga' steht der VfL auf Platz 5.bundesligainfo.de: Ewige Tabellen der 1.Bundesliga Frauen, abgerufen am 19. Mai 2016

Größte Erfolge DHB-Pokalsieger 1981, 2009, 2012 und 2018 Deutscher Vizemeister 1983 Finalist im DHB-Pokal 1989, 2002, 2015, 2022 Sieger Challenge Cup 2008 Supercup 2009

Kader für die Saison 2026/27 mini|300px|Mannschaftsfoto nach dem DHB-Pokalfinale 2021/22 Nr. Nat. Name Position Geburtstag Größe seit Letzter Verein 11 Lilly Janßen TW 20.01.2007 1,80 m 2025 Thüringer HC 25 Madita Kohorst TW 14.10.1996 1,85 m 2023 Borussia Dortmund 2 Annika Ingenpaß KM 08.08.1996 1,77 m 2026 Bayer Leverkusen 3 Lana Teiken LA 14.04.2003 1,70 m 2018 FC Schüttorf 09 4 Toni-Luisa Reinemann RL 31.05.2001 1,78 m 2016 JSG Allertal 10 Julika Birnkammer RR 19.01.2005 1,73 m 2026 ESV 1927 Regensburg 15 Lara Müller RL 21.01.2007 1,82 m 2026 Borussia Dortmund 20 Ariane Pfundstein KM 04.02.2004 1,78 m 2023 TSV Bayer 04 Leverkusen 21 Joanna Granicka RM 03.03.2004 1,71 m 2025 HC Leipzig 22 Mikkeline Oetjen RL 10.05.2008 24 Laurentia Wolff RM 19.08.2003 1,72 m 2025 LC Brühl Handball 26 Lisa Munderloh RL 26.08.2004 1,78 m 2018 Elsflether TB 29 Paulina Golla RL 24.12.2000 1,79 m 2021 Buxtehuder SV 30 Jenny Behrend RA 20.01.1996 1,72 m 2025 HB Ludwigsburg 34 Emma Bächtiger RR 28.05.2004 1,79 m 2025 LK Zug 44 Lisa-Marie Fragge RL 15.12.1999 1,86 m 2023 BV Garrel Niels Bötel Trainer 21.03.1987 1,82 m 2017

Neuzugänge 2026/27 Lilly Janßen (eigene Jugend)handball-world.news: Nächste Personalie: Oldenburg stellt im Tor neu auf vom 20. Dezember 2025, abgerufen am 20. Dezember 2025 Julika Birnkammer (ESV 1927 Regensburg)handball-world.news: Regensburg vermeldet zwei Abgänge vom 28. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 Lara Müller (Borussia Dortmund)handball-world.news: “War schon überrascht”: U19-Europameisterin wechselt zu Oldenburg vom 13. März 2026, abgerufen am 13. März 2026 Annika Ingenpaß (TSV Bayer 04 Leverkusen)rp-online.de: Spiel gegen Bremen wird für die Elfen zum Tag der Abschiede vom 29. Mai 2026, abgerufen am 28. Juni 2026 Abgänge 2026/27 Lisa Borutta (Toulon Métropole Var Handball)handball-world.news: Oldenburg-Abgang: Neuer Klub von Borutta steht fest vom 25. März 2025, abgerufen am 25. März 2025 Alexandra Humpert (BSV Sachsen Zwickau) Marie Steffen (Rapid Bukarest)handball-world.news: Neuer Klub von Vize-Weltmeisterin Steffen klar vom 10. Februar 2026, abgerufen am 10. Februar 2026 Pam Korsten (Borussia Dortmund)handball-world.news: BVB verpflichtet Oldenburg-Talent, abgerufen am 17. Februar 2026 Lotta Röpcke (TuS Metzingen)alsco-hbf.de: Petzold verlängert – Franz wechselt, abgerufen am 30. April 2026 Jane Martens (Karriereende)vfl-oldenburg-handball.de: „Der richtige Moment“ – Jane Martens beendet Handball-Karriere im Sommer, abgerufen am 3. Juli 2026

Statistik Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte einen Abstieg.

Spielzeit Liga Platz Spiele Tore Diff. Punkte 1979/80 Regionalliga Nord 1 18 279:196 83 33:3 1980/81 Bundesliga Nord 2 17 295:227 68 28:8 1981/82 Bundesliga Nord 3 18 350:255 95 27:9 1982/83 Bundesliga Nord 2 18 383:239 144 30:6 1983/84 Bundesliga Nord 2 16 289:205 84 26:6 1984/85 Bundesliga Nord 2 18 423:264 159 31:5 1985/86 Bundesliga 3 18 376:313 63 25:11 1986/87 Bundesliga 4 18 386:349 37 22:14 1987/88 Bundesliga 5 18 357:376 −19 18:18 1988/89 Bundesliga 4 18 361:327 34 24:12 1989/90 Bundesliga 7 22 483:497 −14 20:24 1990/91 Bundesliga 5 22 443:464 −21 23:21 1991/92 Bundesliga Nord 6 20 443:428 15 19:21 1992/93 Bundesliga 13 24 422:578 −156 5:43 1993/94 2. BL Nord 4 20 410:363 47 25:15 1994/95 2. BL Nord 5 26 554:501 53 32:20 Spielzeit Liga Platz Spiele Tore Diff. Punkte 1995/96 2. BL Nord 1 26 701:489 212 48:4 1996/97 Bundesliga 11 22 457:577 −120 7:37 1997/98 Bundesliga 12 22 441:601 −160 4:40 1998/99 2. BL Nord 1 26 735:508 227 47:5 1999/00 Bundesliga 7 22 542:533 9 23:21 2000/01 Bundesliga 6 22 533:545 −12 22:22 2001/02 Bundesliga 7 26 671:666 5 26:26 2002/03 Bundesliga 10 24 558:605 −47 16:32 2003/04 Bundesliga 7 22 554:572 −18 22:22 2004/05 Bundesliga 9 21 537:519 18 18:24 2005/06 Bundesliga 7 22 558:580 −22 18:26 2006/07 Bundesliga 7 22 568:600 −32 15:29 2007/08 Bundesliga 8 22 624:618 9 19:25 2008/09 Bundesliga 5 22 601:584 17 20:24 2009/10 Bundesliga 3 22 658:603 55 32:12 2010/11 Bundesliga 5 22 683:602 81 28:16 Spielzeit Liga Platz Spiele Tore Diff. Punkte 2011/12 Bundesliga 4 20 593:544 49 29:11 2012/13 Bundesliga 4 22 681:616 65 31:13 2013/14 Bundesliga 5 22 676:630 46 27:17 2014/15 Bundesliga 4 26 782:708 74 34:18 2015/16 Bundesliga 5 26 809:784 25 34:18 2016/17 Bundesliga 5 26 747:703 44 32:20 2017/18 Bundesliga 9 26 723:769 −46 21:31 2018/19 Bundesliga 10 26 732:812 −80 20:32 2019/20 Bundesliga 10 18 457:544 −87 11:25 2020/21 Bundesliga 7 30 767:827 −60 30:30 2021/22 Bundesliga 12 26 665:724 −59 16:36 2022/23 Bundesliga 4 26 803:780 23 35:17 2023/24 Bundesliga 7 26 798:748 50 29:23 2024/25 Bundesliga 6 22 599:605 −6 22:22 2025/26 Bundesliga 5 20 551:544 7 18:22

2. Damen Die zweite Mannschaft des VfL spielte bis 2010 in der Regionalliga Nord und konnte dort 2005 die Meisterschaft gewinnen.Abschlusstabelle der Regionalliga 2004/05 Seit der Saison 2010/11 spielt die Mannschaft in der 3. Liga.

Fußball

Geschichte Im Jahre 1922 gelang unter dem Namen SV Frisia der Aufstieg in die damals erstklassige Westkreisliga und zog in den nächsten Jahren am Lokalrivalen VfB vorbei. 1925 und 1927 wurde Frisia jeweils Vizemeister in ihrer Staffel, bevor die Mannschaft ein Jahr später durch die Ligenreform absteigen musste. Nach der Fusion zum Oldenburger SC ließ sich der Verein an der Alexanderstraße nieder. Zwischenzeitlich in die Drittklassigkeit abgerutscht gelang im Jahre 1936 der Aufstieg in die zweitklassige Fußball-Bezirksklasse Bremen. Sieben Jahre später wurde der VfL in die Gruppe Oldenburg-Friesland der erstklassigen Gauliga Weser-Ems aufgenommen, wo man unter anderem Wilhelmshaven 05 mit 25:0 unterlag.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte der VfL 1949 die neu geschaffene zweitklassige Amateuroberliga Niedersachsen-West, wo 1953 der vierte Rang erreicht wurde. Zwei Jahre später musste der VfL in die Amateurliga 1 absteigen. Mit zahlreichen Nachwuchsspielern, die 1959 bis ins Halbfinale der niedersächsischen A-Jugendmeisterschaft vorgestoßen waren, gelang 1962 der Wiederaufstieg in die Amateuroberliga. Dort sicherte sich die Mannschaft sensationell die Meisterschaft und schaffte später sogar die Qualifikation für die neu geschaffene Regionalliga Nord. Der Sprung in die Regionalliga war allerdings zu groß und der VfL musste am Ende aufgrund des schlechteren Torquotienten gegenüber dem SC Concordia Hamburg absteigen. Höhepunkt der Saison 1963/64 war das Derby gegen den VfB, wo der VfL vor 20.000 Zuschauern trotz 1:3-Rückstand noch ein 3:3 erreichte.

Nachdem der VfB zahlreiche Leistungsträger vom VfL abgeworben hatte, wurde dieser in der Landesligasaison 1964/65 prompt in die Verbandsliga Nord durchgereicht. Drei Jahre später scheiterte die Mannschaft in der Aufstiegsrunde. Im Jahre 1969 gelang schließlich der Aufstieg in die drittklassige Landesliga Niedersachsen, wo der VfL nicht über Mittelmaß hinauskam. 1975 stieg die Mannschaft sportlich ab, blieb aber aufgrund des Aufstiegs von Eintracht Nordhorn und der Amateure von Eintracht Braunschweig in der Klasse. Mit nur 2:58 Punkten stieg der VfL ein Jahr später dennoch ab und rutschte 1980 gar in die Bezirksoberliga Weser/Ems hinab. Erst vier Jahre später gelang unter dem ehemaligen VfB-Spieler und -Trainer Helmut Mrosla der Aufstieg in die Landesliga West.

mini|Holstein Kiel – VfL Oldenburg (helle Trikots) 1964 1994 qualifizierte sich der VfL für die Niedersachsenliga, aus der er zwei Jahre später abstieg. Erst im Jahre 2004 gelang die Rückkehr ins niedersächsische Oberhaus durch einen 7:6-Sieg nach Elfmeterschießen über den SC Twistringen. Fünf Jahre später wurde die Mannschaft Meister der Oberliga Niedersachsen-West, verpasste allerdings in der Relegation den Aufstieg in die Regionalliga. Im Jahre 2010 zog der Verein die Mannschaft in die Landesliga Weser/Ems zurück und stieg drei Jahre später wieder in die Oberliga auf. In der Saison 2017/18 wurden die Oldenburger nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber Lupo Martini Wolfsburg Vizemeister und qualifizierte sich für die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord. Durch einen 4:0-Sieg am letzten Spieltag beim Brinkumer SV gelang der Aufstieg in die Regionalliga.

Doch wie bereits 1963 war der Sprung zu groß. In der Regionalligasaison 2018/19 konnte der VfL auswärts keinen Punkt holen und stieg als Vorletzter wieder ab. Zwei Jahre später gewannen die Oldenburger unter kuriosen Umständen den Niedersachsenpokal der Amateure. Der Wettbewerb musste wegen der COVID-19-Pandemie zunächst unterbrochen werden. Da aus Zeitgründen keine Fortsetzung möglich war, wurden die noch offenen Partien per Losverfahren entschieden. So wurde der VfL Oldenburg Sieger und qualifizierte sich für den DFB-Pokal 2021/22. Dort schied die Mannschaft in der ersten Runde nach einer 0:5-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf aus. 2025 stiegen die Oldenburger in die Landesliga ab.

Erfolge Aufstieg in die Regionalliga Nord: 1963, 2018 Meister der Niedersachsenliga West: 2008 Meister der Landesliga Weser-Ems: 1984, 2004, 2013 Teilnahme am DFB-Pokal: 2021/22 Niedersachsenpokalsieger der Amateure: 2021 (per Losverfahren) Bezirkspokalsieger Weser-Ems: 1984, 2004

Statistik Grün unterlegte Platzierungen kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte einen Abstieg. Gelb unterlegte Platzierungen zeigen Teilnahmen an Aufstiegsrunden an, die jedoch nicht zum Aufstieg führten.