mini|Maximilian Brückner, 2026
Maximilian Brückner (* 10. Januar 1979 in München) ist ein deutscher Schauspieler. Seinen Durchbruch hatte er 2004 als Ecki in Sherry Hormanns Filmkomödie Männer wie wir. Einem breiten Fernsehpublikum wurde er ab 2006 als Tatort-Kommissar Franz Kappl bekannt.
Leben mini|hochkant|alt=Maximilian Brückner trägt eine braune Jacke mit einem dunklen, pelzartigen Kragen. Darunter trägt er einen beigen Strickpullover, der einen gemütlichen Eindruck vermittelt. Maximilian Brückner hat die Hände in den Taschen einer blauen Jeans gesteckt, die mit einem braunen Gürtel getragen wird. Der Hintergrund des Bildes ist schlicht und einfarbig grau. Er lächelt leicht.|Maximilian Brückner, 2019
Familie und Privates Maximilian Brückner hat sieben jüngere Geschwister, vier Brüder und drei Schwestern. Seine Brüder Florian Brückner, Dominikus Brückner und Franz-Xaver Brückner sowie seine Schwestern Susanne Wiesner und Isabella Brückner sind ebenfalls Schauspieler. Mit Florian spielte er in den Filmen Räuber Kneißl und Was weg is, is weg jeweils ein Brüderpaar.
Privat tanzt Brückner Schuhplattler und spielt Tuba. Seit 2012 ist er mit Magdalena Staudacher verheiratet. Im April 2017 wurden sie zum ersten Mal Eltern einer Tochter, Ende 2019 kam eine weitere Tochter zur Welt.
Brückner lebt mit seinen Eltern und mehreren Geschwistern in der Zenzmühle bei Bad Endorf in einem Mehrgenerationenhaus, das er gemeinsam mit seinen Geschwistern renoviert hat.
Ausbildung und Theater Brückner absolvierte seine Schauspielausbildung von 2001 bis 2003 an der Otto-Falckenberg-Schule in MünchenMaximilian Brückner bei castupload.com, abgerufen am 12. Oktober 2021. Er war einer der Studenten, die 2001 von Theaterintendant Christian Stückl für die Sommerakademie für Baierisches Volksschauspiel ausgewählt wurden. 2002 erhielt er sein erstes Engagement am Münchner Volkstheater, wo er u. a. in Inszenierungen wie in Wilhelmine von Hillerns Die Geier-Wally (Leander Klotz), Friedrich Schillers Die Räuber (Karl Moor) oder in Henrik Ibsens Peer Gynt (Titelrolle) spielte. Für seine Darstellung des Boandlkramers in Kurt Wilhelms Theaterstück Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben erhielt er den Merkur-Theaterpreis. Er spielte damit die Paraderolle von Toni Berger, die dieser in der ursprünglichen Inszenierung weit über 1000 Mal verkörpert hatte. Er beschrieb seine Rolle als eine „Mischung aus Pumuckl, Marilyn Manson und Gollum aus Herr der Ringe. Der Boandlkramer ist nicht dumm. Er ist wie ein kleines Kind, dem man Macht über eine Armee gibt.“ Von 2004 bis 2006 spielte er bei den Salzburger Festspielen den Mammon im Jedermann.
Film und Fernsehen mini|alt=Maximilian Brückner steht vor einem Filmplakat bei der Österreichpremiere von dem Film Und Äktschn! im Gartenbaukino in Wien. Auf dem Plakat ist ein Mann abgebildet, der eine Kamera hält. Er trägt eine beige Weste über einem blauen Hemd. Der Hintergrund des Plakats zeigt rote Theatersitze, die eine cineastische Atmosphäre schaffen. Der Titel des Films lautet in großen weißen Buchstaben: „...UND ÄKTSCHN!“. Unter dem Titel sind mehrere Namen in kleinerer Schrift aufgelistet, darunter „KARL MARKOVICS“, „MICHAEL OSTROWSKI“ und „DIRK STERMANN“.|Maximilian Brückner, 2014 Seit 2002 wirkt Brückner auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit. Erstmals vor der Kamera stand er für die Fernsehserie Café Meineid von Franz Xaver Bogner, wo er als Tom Kurowski einen Gastauftritt hatte. Sein Leinwanddebüt und zugleich seine erste Hauptrolle als fußballbegeisterter Ecki gab er 2004 in der von Sherry Hormann inszenierten Filmkomödie Männer wie wir. 2005 übernahm er im Oscar-nominierten Spielfilm Sophie Scholl – Die letzten Tage die Rolle des Militärarztes Willi Graf. Dieter Wedel besetzte ihn in einer Nebenrolle als Thomas Hupach in seinem Fernsehzweiteiler Papa und Mama, was ihm eine Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis einbrachte.
Einem breiten Fernsehpublikum wurde Brückner als Tatort-Kommissar Franz Kappl im Auftrag des Saarländischen Rundfunks bekannt, wo er ab Oktober 2006 gemeinsam mit Gregor Weber als Kommissar Stefan Deininger ermittelte. Nach Abschluss der Dreharbeiten zur siebten Folge (Ausstrahlung im Januar 2012) wurden die Verträge mit den Schauspielern nicht mehr verlängert. 2008 übernahm er an der Seite von Hannelore Elsner die Rolle ihres Filmsohns Karl Angermeier in Doris Dörries Filmdrama Kirschblüten – Hanami. 2012 war er in einer kleineren Rolle als deutscher Offizier in Steven Spielbergs Kriegsepos Gefährten (War Horse) zu sehen. In dem Fernsehfilm Clara Immerwahr übernahm er neben Katharina Schüttler die Rolle des Chemikers Fritz Haber. Von 2015 bis 2020 spielte er die Hauptrolle des Kommissars Franz Germinger jr. in der ZDF-Krimireihe Schwarzach 23. Für den historischen ZDF-Fernsehfilm Zwischen Himmel und Hölle über den Beginn der Reformation in Wittenberg stand er 2016 an der Seite von Jan Krauter, Johannes Klaußner und Aylin Tezel als Reformator Martin Luther vor der Kamera. 2017 und 2019 war Brückner in der bayerischen Fernsehserie Hindafing in der Hauptrolle des Provinzbürgermeisters Alfons Zischl zu sehen. Unter der Regie von Matti Geschonneck spielte er 2022 den NS-Richter Karl Eberhard Schöngarth im Fernsehfilm Die Wannseekonferenz.
Politisches Engagement Im März 2008 wurde Brückner bei den Kommunalwahlen in Bayern für die CSU zum Gemeinderat in seiner Heimatgemeinde Riedering im Landkreis Rosenheim gewählt. Aufgrund eines Wohnortwechsels hat er dieses Mandat jedoch zurückgegeben.Maximilian Brückner gibt Ratsmandat zurück In: OVB Online, 7. Mai 2009. Abgerufen am 26. Dezember 2013.
Filmografie mini|hochkant|alt=Maximilian Brückner beim bayrischen Fernsehen, Filmbrunch 2017 mit kurzem, lockigem Haar und Bart, trägt ein dunkles, blaues Sweatshirt, das über einem hellblauen Hemd mit Kragen liegt. Er lächelt freundlich in die Kamera.|Maximilian Brückner, 2017 Kinofilme 2003: Männer wie wir 2004: Allein 2005: Sophie Scholl – Die letzten Tage 2006: Wer früher stirbt ist länger tot 2006: Schwere Jungs 2008: Selbstgespräche 2008: Kirschblüten – Hanami 2008: Räuber Kneißl 2010: Kongo 2010: Freche Mädchen 2 2010: In aller Stille 2011: Resturlaub 2011: Rubbeldiekatz 2011: Gefährten (War Horse) 2012: Was weg is, is weg 2013: Spieltrieb 2013: Und Äktschn! 2018: Das schönste Paar 2021: Generation Beziehungsunfähig 2022: Wunderschön 2025: Wunderschöner 2026: Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang
Fernsehfilme 2002: Herz in Flammen 2003: Männer häppchenweise 2005: Fünf-Sterne-Kerle inklusive 2005: Mozart – Ich hätte München Ehre gemacht 2006: Papa und Mama 2007: Mein alter Freund Fritz 2010: Schutzlos 2011: Die Route 2014: Clara Immerwahr 2015: Tannbach – Schicksal eines Dorfes (Mehrteiler, Teil Mein Land, dein Land) 2015: Es kommt noch besser 2015: Die Insassen 2017: Zwischen Himmel und Hölle 2018: Der Mordanschlag (Zweiteiler) 2022: Die Wannseekonferenz 2022: Riesending – Jede Stunde zählt 2023: Ein Regenbogen zu Weihnachten 2023: Laufen 2024: Mordnacht 2024: Mein Kind – Moya Ditina 2025: Nix ist fix 2026: Servus Eddie – Spätes Glück
Fernsehserien und -reihen 2002: Café Meineid (Folge Da war was) 2005: Tatort: Tod auf der Walz als Kriminalhauptkommissar Franz Kappl im Tatort: 2006: Aus der Traum 2007: Der Tote vom Straßenrand 2008: Das schwarze Grab 2009: Bittere Trauben 2010: Hilflos 2011: Heimatfront 2012: Verschleppt 2013: Tatort: Aus der Tiefe der Zeit 2014: München Mord: Die Hölle bin ich 2014: Reiff für die Insel – Katharina und die Dänen 2015: Kommissarin Lucas – Der Wald 2015: Spuren des Bösen: Liebe 2015: Tannbach – Schicksal eines Dorfes (TV) Regie: Alexander Dierbach 2015–2020: Schwarzach 23 2015: Schwarzach 23 und die Hand des Todes 2016: Schwarzach 23 und die Jagd nach dem Mordsfinger 2018: Schwarzach 23 und der Schädel des Saatans 2020: Schwarzach 23 und das mörderische Ich 2016: Pregau – Kein Weg zurück (4 Folgen) 2017–2019: Hindafing (2 Staffeln, 12 Folgen) 2018–2019: Arctic Circle – Der unsichtbare Tod (10 Folgen) 2019: Nachtschicht – Cash & Carry 2020: Oktoberfest 1900 (6 Folgen) 2022: Kommissarin Lucas – Goldrausch 2023: Gute Freunde – Der Aufstieg des FC Bayern 2025: Nachtschicht – Der Unfall 2026: Kommissar Rex
Theater (Auswahl) seit 2002: Münchner Volkstheater 2004–2006: Salzburger Festspiele, Jedermann (Mammon)
Hörbücher (Auswahl) 2007: Odette Toulemonde und andere Geschichten von Éric-Emmanuel Schmitt. Random House Audio. ISBN 978-3-86604-751-8
Auszeichnungen 2005: Merkur-Theaterpreis für seine Darstellung des Boandlkramers in Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben 2005: Stern des Jahres der Münchner Abendzeitung für seine Darstellung des Boandlkramers in Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben 2005: Undine Award – Nominierung bester Filmdebütant 2006: Deutscher Kritikerpreis 2006: Romy-Fernsehpreis – Nominierung als bester männlicher Shootingstar 2006: Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis für seine Darstellerleistung in den Filmen Papa und Mama und Tatort: Tod auf der Walz 2006: Bayerischer Kunstförderpreis – Sparte Darstellende Kunst 2007: Europäischer Shooting Star 2007 aus Deutschland der European Film Promotion (EFP) im Rahmen der Berlinale 2007: Kulturpreis des Landkreises Rosenheim 2018: Bayerischer Fernsehpreis – bester Darsteller in der Kategorie Fernsehfilm / Serien und Reihen für seine Rolle in Hindafing (BR) 2025: Bayerischer Verfassungsorden
Weblinks
Maximilian Brückner bei der Agentur Lambsdorff
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (München) Kategorie:CSU-Mitglied Kategorie:Träger der Bayerischen Verfassungsmedaille Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1979 Kategorie:Mann