alternativtext=|mini|Logo des Theaters alternativtext=|mini|Theaterschiff Hamburg im Nikolaifleet alternativtext=|mini|Schwesterschiff für die Lagerung von Requisiten, Kostümen, Möbeln etc. alternativtext=|mini|Innenansicht Das Theaterschiff HamburgEintragung unter diesem Namen im Binnenschiffsregister mit der Nummer 05106270. ist ein seetüchtiges Binnenschiff, das seit 1975 als Theater mit 120 Plätzen dient. Es liegt in Hamburg im Nikolaifleet an der Holzbrücke 2. Das Programm umfasst Satire, Kabarett, Comedy und Shows.

Organisation und Repertoire Das Privattheater ist im Besitz von Familie Schlesselmann. Leiter des Theaters sind Heiko Schlesselmann (Geschäftsführer seit 2012) und Schauspieler, Autor und Regisseur Michael Frowin (seit 2007 künstlerischer Leiter). Zum Theaterschiff gehören zwei weitere Schiffe, eins für die Garderobe und eins für das Lager.Hamburgs Theaterschiff hat neuen Liegeplatz. In: Hamburger Abendblatt, 3. März 2020. Die 120 ZuschauerplätzeStefan Reckziegel: Hamburgs ausgezeichnete Bühnen-Profis. In: Hamburger Abendblatt, 14. November 2023. sind an drei Seiten um die Bühne herum arrangiert.

Das Programm umfasst Satire, Kabarett, Comedy und Shows. Zum Repertoire zählen bzw. zählten eigene Produktionen wie Das Ziel ist im Weg,Furioses Pointen-Feuerwerk auf dem Theaterschiff. In: Hamburger Abendblatt, 7. September 2021, S. 15. Hamburger werden in 90 Minuten,Typisch hanseatisch? „Ruhig bleiben. Nicht sabbeln“. Lutz von Rosenberg Lipinsky feiert mit der Comedyshow „Hamburger werden in 90 Minuten“ Premiere auf dem Theaterschiff. In: Hamburger Abendblatt, 11. September 2018, S. 19. Generation XY ungelöst,Musikalische Krimi-Lesung von und mit Turid Müller auf dem „Schiff“. In: Bergedorfer Zeitung, 20. April 2024. Wellen, Sturm und steife BrisenBrigitte Scholz: Wellen, Sturm und steife Brisen. In: Hamburger Morgenpost, 3. April 2023, S. 35. oder Das wird ein Vorspiel haben.Die Erotik des Medienkonsums. In: Hamburger Morgenpost, 15. November 2024, S. 59. Auch Gastspiele zählen zum Programm, beispielsweise von Kabarettisten wie Mathias Tretter, Bodo Wartke, Florian Wagner,Mein Hamburg (Theater). In: Hamburger Morgenpost, 4. Oktober 2019. Annie Heger, Alice Köfer, Patrizia Moresco, Irmgard Knef,Programm Hamburger Bühnen. In: Schenefelder Tageblatt, 20. Oktober 2017. Moritz Netenjakob,Mein Hamburg (Theater). In: Hamburger Morgenpost, 23. November 2019. Lutz von Rosenberg Lipinsky und anderen.Christina Weiß: Zweimal intelligente Comedy. In: Wedel-Schulauer Tageblatt, 8. Dezember 2017, S. 15. Weitere Künstler wie Alida Gundlach,Tagestipp. In: Hamburger Morgenpost, 14. März 2010, S. 16. Angelika ThomasStefan Reckziegel: Kuttel Daddeldu grüßt. Hans-Peter Korff liest. In: Hamburger Abendblatt 2. Oktober 2008, S. 18. Gustav Peter Wöhler, Uwe Friedrichsen,Stefan Reckziegel: Trauer um „Möbi“ , Hamburgs Kultur-Kapitän. In: Hamburger Abendblatt, 11. Juni 2020. Hans Peter Korff, Thomas QuasthoffDas Beste von Heute. In: Hamburger Morgenpost, 14. April 2013, S. 16. oder Lilo WandersGrande Dame des Erotik-Talks. In: Hamburger Morgenpost, 7. Juni 2018, S. BP18/P7. zeigten ihre literarischen Programme.

Auszeichnung 2023 wurde das Theaterschiff beim Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares mit dem Sonderpreis für herausragende Leistungen im Rahmen des Hamburger Theaterlebens ausgezeichnet.

Geschichte Im Sommer 1912 wurde das Schiff in der Werft „van Diepen“ in Waterhuizen bei Groningen in den Niederlanden mit der Baunummer „366“ gebaut. Damals war es ein 20,19 Meter langer, weißer Besansegel-Ewer und erhielt den Namen Seemöve. Jürgen Schröder aus Borstel im Alten Land bezahlte 14.500 Goldmark für das Schiff. Der erste Schiffsbrief vom königlichen Amtsgericht in Harburg stammt vom 19. Juni 1912. Im Jahr 1923 baute Schröder eine erste Hilfsmaschine ein.Eberhard Möbius: Das Schiff. Ein Traum aus Holz und Eisen. 2., erw. Auflage. Hamburg, 1990, S. 19 f.

Im Jahr 1929 kaufte Kapitän Wilhelm Raap aus Krautsand die Seemöve und ließ 1934 eine 100-PS-Maschine einbauen. Einer der Schiffsmasten fiel, der Klüverbaum wurde gekappt, und es blieb nur noch eine Hilfsbesegelung. Im Zweiten Weltkrieg sank die Seemöve in einer Bombennacht im Hamburger Hafen. Raap ließ das Schiff heben und reparieren. Bis 1955 wuchs die Seemöve auf eine Gesamtlänge von 34,50 Meter und ein Volumen von 251 Bruttoregistertonnen an. Aus dem ehemaligen Besan-Ewer wurde ein Küstenmotorschiff.Eberhard Möbius: Das Schiff. Ein Traum aus Holz und Eisen. 2., erw. Auflage. Hamburg, 1990, S. 20.

Zehn Jahre später erfolgte mit dem neuen Eigner Horst Funck die Umbenennung in MS Rita Funck. Unter diesem Namen erstanden Christa und Eberhard Möbius den für die Schifffahrt unwirtschaftlichen Dampfer 1974Eberhard Möbius: Das Schiff. Ein Traum aus Holz und Eisen. 2., erw. Auflage. Hamburg, 1990, S. 23. und ließen ihn auf der Werft „Garbers“ in Rothenburgsort für den Theaterbetrieb umbauen.Eberhard Möbius: Das Schiff. Ein Traum aus Holz und Eisen. 2., erw. Auflage. Hamburg, 1990, S. 31–38.

Am 13. Oktober 1975 hatte „Das Schiff“ an seinem Liegeplatz im Nikolaifleet Premiere.Dieter Aulerich: Theaterdampfer „Das Schiff“ mit kurzweiligem Jubiläumsprogramm. Ein Mann ganz ohne Aberglauben. In: Hamburger Abendblatt, 16. Oktober 2000, S. 10. Künstler wie Gert Fröbe, Heinz Reincke, Helmut Qualtinger oder Senta Berger traten bei Gastspielen auf;Einzelheiten bei Eberhard Möbius: Das Schiff. Ein Traum aus Holz und Eisen. 2., erw. Auflage. Hamburg, 1990, S. 55, S. 70–73, S. 76–78, S. 85–87, S. 112, S. 114 f., S. 117 f. Reisen führten und führen das Theaterschiff zur Kieler Woche,Eberhard Möbius: Das Schiff. Ein Traum aus Holz und Eisen. 2., erw. Auflage. Hamburg, 1990, S. 39, S. 54, S. 72. nach Bremerhaven,Eberhard Möbius: Das Schiff. Ein Traum aus Holz und Eisen. 2., erw. Auflage. Hamburg, 1990, S. 88–90, S. 119. nach HelgolandEberhard Möbius: Das Schiff. Ein Traum aus Holz und Eisen. 2., erw. Auflage. Hamburg, 1990, S. 62, S. 73. und zu Häfen rings um Hamburg (beispielsweise Brunsbüttel,Sabine Kolz: „Das Schiff“ läuft Beidenfleth wieder an. In: Glückstädter Fortuna, 16. August 2023, S. 27. Stade und Beidenfleth). Im Sommer 2020 wurden das Theaterschiff und die Pontons umfassend saniert, dafür wurden neben Spenden auch Mittel aus dem Hamburger Sanierungsfond sowie Bundesmittel eingesetzt.Nina Gessner: Theaterschiff legt wieder in der City an. In: Hamburger Morgenpost, 16. Oktober 2020, S. 10 f.

Aufführungen seit 1975 (Auszug) Spielzeit Programm Autor/Regisseur2023 Wellen, Sturm und steife Brisen – die Matrosen-Show Michael Frowin, Jochen Kilian, Patrick Stauf 2019Heinrich Oehmsen: Weinkennerin trifft Biertrinker. Auf dem Theaterschiff werden mit „Genuss“ ab Dienstag musikalisch-literarische Abende gefeiert. In: Hamburger Abendblatt, 17. Februar 2020, S. 17. Menschen, Ämter, Katastrophen Michael Frowin 2018 Hamburger werden in 90 Minuten Lutz von Rosenberg Lipinsky 2015 Kann man mit Männern Urlaub machen? − Musik. Piraten. Kabarett. Jens Neutag 2009 DramaQueens Michael Frowin, Jochen Kilian, Philipp Schaller 2005Monika Nellissen: Mit kühlem Kopf und heißem Herzen. Europas einziges hochseetüchtiges Theater „Das Schiff“ am Nikolaifleet wird 30 Jahre alt. In: Die Welt (Hamburg), 14. September 2005, S. 40. Donnerwetter! 30 Jahre! Eberhard Möbius, Heinz Rennhack 2002 Vergiß Europa! Eberhard Möbius 1995Eberhard Möbius: Donnerwetter! 30 Jahre! (Hamburg 2005), S. 5. Was sind schon 20 Jahre – Versuch einer Bilanz Eberhard Möbius 1991Eberhard Möbius: Donnerwetter! 30 Jahre! (Hamburg 2005), S. 16. Ein Schlachtfest für zwei – Schlachtfelder der Zeit Eberhard Möbius 1986Eberhard Möbius: Donnerwetter! 30 Jahre! (Hamburg 2005), S. 9. Die Schwarz-Wahl-Klinik – Zum Wahljahr Eberhard Möbius 1981Eberhard Möbius: Das Schiff. Ein Traum aus Holz und Eisen. 2., erw. Auflage. Hamburg, 1990, S. 103. Backbord ist links – Politische Kursbestimmung Eberhard Möbius 1976Eberhard Möbius: Das Schiff. Ein Traum aus Holz und Eisen. 2., erw. Auflage. Hamburg, 1990, S. 83. Überall ist Wunderland – Eine Ringelnatz-Revue Eberhard Möbius

Literatur Eberhard Möbius: Das Schiff. Ein Traum aus Holz und Eisen. Die Geschichte des einzigen hochseetüchtigen Schiffstheaters in Europa. 2., erw. Auflage. Herausgegeben in Kooperation mit dem Hamburger Abendblatt. Hamburg, 1990. ISBN 3-921305-00-4.

Weblinks

Offizielle Website

Einzelnachweise

Kategorie:Einzelschiff Kategorie:Schifffahrt (Hamburg) Kategorie:Theatername (Hamburg) Kategorie:Spielstätte für Theater Kategorie:Hamburg-Altstadt Kategorie:Unternehmensgründung 1975