Llanera ist eine spanische Gemeinde (concejo in Asturien, entspricht dem municipio im übrigen Spanien) in der autonomen Region Asturien. Es grenzt im Norden an Gijón und Corvera, im Süden an Oviedo, im Osten an Gijón und Siero und im Westen an Illas und Las Regueras. Der Hauptort Posada de Llanera befindet sich 11 km von Oviedo, 20 km von Aviles und 22 km von Gijón entfernt.
Geographie Die Gemeinde mit ihren Einwohnern (Stand: ) hat eine Grundfläche von 106,69 km². Die höchste Erhebung ist der Pico Gorfolí mit 317 m.
Geologie Kalkstein und anderes metamorphe Sedimentgestein, sind die beherrschenden Gesteinsformationen.
Gewässer Llanera wird im Süden vom Río Nora begrenzt. Die Flüsse Rio Arlós, Rio Frade und Rio Aboño fließen mit mehreren kleineren Flüsschen durch die Gemeinde; der Rio Alvares entspringt in der Gemeinde.
Verkehrsanbindung Nächster internationaler Flugplatz: Flughafen Asturias in der Gemeinde Castrillon. Haltestellen der FEVE oder ALSA sind in jedem Ort. Eisenbahnanbindung an das Netz der Renfe in Lugo de Llanera, Villabona und Ferroñes.
Geschichte Bis zum Mittelalter Die Besiedelung der Region geht zurück bis in die Altsteinzeit, zahlreiche Wallburgen und Dolmen bei den Orten La Coroña, Peña Menéndez, El Canto San Pedro, El Cuetu und Pico Cogolla zeugen noch heute davon.Auch die Römer hatten hier eine bedeutende Straße gebaut, die entlang dem Río Nora führte. Noch immer bestehen Brücken, und Fragmente der Straße, welche bis heute benutzt werden. Das Kastell Lucus Asturum, welches sie erbauten, war bis weit nach der Reconquista ein wichtiges Verteidigungsbollwerk im Tal des Río Nora.
Seit dem Mittelalter In kirchlichen Dokumenten wird der Bau der Klöster „San Pelayo“, „Santa María de la Vega“ und „San Vicente“ unter der Regierungszeit von Alfons III. und Ordoño II. nachgewiesen. Die Gemeinde gehörte zum Erzbistum Oviedo. Im 16. Jahrhundert, unter der Regierung von Philipp II. wurden die Grenzen der Gemeinde erstmals schriftlich niedergelegt und die Gemeinde für eigenständig erklärt. Der Verwaltungssitz wechselte darauf von Las Regueras nach Pola de Llanes. Bis zum 19. Jahrhundert wird das Concejo durch regionale Familien (Valdes) regiert. Während des spanischen Freiheitskrieges war in Villabona ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet. An dieser Stelle ist heute eine Justizvollzugsanstalt in der Gemeinde.
Wappen Im oberen Teil ist das Engelskreuz zu sehen unten links: der alte Turm über dem Río Nora in San Cucufate unten rechts: das Wappen der Familie Valdés
Bevölkerungsentwicklung Quelle: Grafische Aufarbeitung für Wikipedia
Politik Historische Entwicklung der Sitzverteilung im Gemeinderat von Llanera Partei 1979 1983 1987 1991 1995 1999 2003 2007 2011 Spanisches Innenministerium 2015 Spanisches Innenministerium AP / PP 0 1 2 4 8 9 9 9 8 7 PSOE 5 11 10 10 7 7 6 7 5 5 FAC 2 PCE / IU / IU-BA / IU-Los Verdes 1 0 0 2 2 1 2 1 2 2 AELL 7 5 5 UCD / CDS 1 Somos Llanera 2 C’s 1 Total 13 17 17 17 17 17 17 17 17 17
Parroquias Die Gemeinde Llanera ist in 11 Parroquias unterteilt:
Ables Arlós Bonielles Cayés Ferroñes Lugo de Llanera Pruvia Rondiella San Cucufate de Llanera Santa Cruz de Llanera Villardeveyo
Wirtschaft mini|links|750px|Der Industriepark der Gemeinde Bedeutende Industriebetriebe in Silvota und Asipo (Polígonos Industriales) sind die Hauptarbeitgeber der Gemeinde. Die Landwirtschaft spielt inzwischen nur noch eine untergeordnete Rolle.
+Beschäftigungszahlen der Gemeinde LlaneraDaten aus dem Statistischen Amt für Wirtschaftliche Entwicklung in Asturien, Stand 2009 (PDF; 109 kB) SADEI Wirtschaftszweige Beschäftigte Anteil in Prozent Ackerbau, Viehzucht und Fischerei3572,16 Industrie3.03818,35 Bauwirtschaft2.10612,72 Dienstleistungsbetriebe11.05166,77 Total 16.552 100,0
Persönlichkeiten Francisco Álvarez Martínez (1925–2022), römisch-katholischer Priester und Bischof sowie Primas von Spanien
Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Pfarrkirche San Miguel de Villardeveyo Lucus Asturum, das römische Kastell; heute ist dort ein Museum das Museo Arqueológico de Asturias eingerichtet. Pfarrkirche San Miguel de Villardeveyo aus dem 15. Jahrhundert. Kirche Santiago de Arlos (Bien de Interés Cultural) Torre Valdés, der Turm über dem Fluss; er findet sich auch wieder in den Wappen der Familien Valdés und Bernaldo de Quirós sowie im Wappen von Kastilien-León. Palacio de Villanueva, ein barocker Palast aus dem 17. Jahrhundert Palacio de Villabona, ein barocker Palast aus dem 17. Jahrhundert Kapelle Santa Bárbara
Weblinks
Website der Verwaltung Information über Llanera auf den Seiten der Federación Asturiana de Concejos Informationen über Llanera im Tourismusportal Vivasturias
Quellen Bevölkerungszahlen siehe Postleitzahlen siehe ingeniuz.com Koordinaten und Höhen- und Entfernungsangaben siehe Google Maps, Rathaus der Gemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Asturien