Der Kreis Arnstadt war ein Landkreis im Bezirk Erfurt der DDR. Von 1990 bis 1994 bestand er als Landkreis Arnstadt im Land Thüringen fort. Sein Gebiet liegt heute im Ilm-Kreis in Thüringen. Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich in Arnstadt.

Geographie

Nachbarkreise Der Kreis Arnstadt grenzte im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Kreise Erfurt-Land, Stadtkreis Erfurt, Weimar-Land, Rudolstadt, Ilmenau, Suhl-Land und Gotha.

Geschichte Der Kreis wurde im Zuge der Verwaltungsreform in der DDR am 25. Juli 1952 gebildet. Zu ihm gehörten die nördlichen Teile des zuvor bestehenden Landkreises Arnstadt (aus den südlichen wurde der Kreis Ilmenau gebildet) sowie einigen weiteren Gemeinden wie Crawinkel und Kirchheim.

Der Kreis Arnstadt war ein relativ waldarmer, landwirtschaftlich geprägter Kreis. Er umfasste die drei Städte Arnstadt, Stadtilm und Plaue und erstreckte sich von Erfurt an der Nordgrenze bis zum Singer Berg und Oberhof an der Südgrenze. Die DDR-Postleitzahl für den Kreis war die 52.

Am 17. Mai 1990 wurde der Kreis in Landkreis Arnstadt umbenannt.Durch Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR (Kommunalverfassung) vom 17. Mai 1990, im Gesetzblatt der DDR 1990, Band I, S. 255, Online (PDF). Bis zum 2. Oktober 1990 gehörte der Landkreis zum Bezirk Erfurt, anschließend gehörte er zum neu gebildeten Land Thüringen. Das 1991 vergebene Kfz-Zeichen für den Kreis lautete ARN. Am 1. Juli 1994 wurden der Landkreis Arnstadt und der Landkreis Ilmenau im Süden zum neuen Ilm-Kreis vereinigt. Als einzige bis dahin zum Landkreis Arnstadt gehörende Gemeinde wurde dabei Crawinkel dem Landkreis Gotha zugeordnet. Kreisstadt blieb Arnstadt.

Gemeinden Die folgende Liste enthält alle Gemeinden, die dem Kreis Arnstadt während seines Bestehens vom 25. Juli 1952 bis zum 30. Juni 1994 angehörten und alle in dieser Zeit erfolgten Gebietsänderungen. Achelstädt, am 22. Juli 1965 zu Witzleben Alkersleben Angelroda Arnstadt, Stadt Bittstädt Bösleben, am 1. Januar 1967 zu Bösleben-Wüllersleben Bösleben-Wüllersleben, am 1. Januar 1967 neugegründet Branchewinda, am 1. August 1975 zu Dannheim Cottendorf, am 16. März 1969 zu Dornfeld Crawinkel Dannheim, am 25. März 1994 zu Wipfratal Dienstedt, am 27. September 1973 zu Dienstedt-Hettstedt Dienstedt-Hettstedt, am 27. September 1973 neugegründet Döllstedt, am 24. Januar 1974 zu Nahwinden Dörnfeld an der Ilm, am 6. April 1994 zu Singerberg Dornheim Dosdorf, am 1. August 1975 zu Siegelbach Ehrenstein Eischleben, am 8. März 1994 zu Ichtershausen Elleben Ellichleben, am 22. Juli 1965 zu Witzleben Elxleben Espenfeld, am 24. Januar 1974 zu Siegelbach Frankenhain Geilsdorf, am 6. April 1994 zu Singerberg Görbitzhausen, am 1. August 1975 zu Dannheim Gossel Gösselborn, am 6. April 1994 zu Singerberg Gräfenroda Griesheim, am 6. April 1994 zu Singerberg Großhettstedt, am 14. Juli 1961 zu Hettstedt Großliebringen Gügleben, am 24. Januar 1974 zu Elleben Haarhausen Hausen, am 20. Mai 1963 zu Marlishausen Hettstedt, am 27. September 1973 zu Dienstedt-Hettstedt Holzhausen Ichtershausen Kettmannshausen, am 25. März 1994 zu Wipfratal Kirchheim Kleinhettstedt, am 14. Juli 1961 zu Hettstedt Kleinliebringen, am 24. Januar 1974 zu Görbitzhausen Liebenstein Marlishausen, am 25. März 1994 zu Wipfratal Nahwinden Neuroda, am 25. März 1994 zu Wipfratal Neusiß Niederwillingen Osthausen, am 16. Mai 1968 zu Osthausen-Wülfershausen Osthausen-Wülfershausen, am 16. Mai 1968 neugegründet Plaue, Stadt Rehestädt, 8. März 1994 zu Ichtershausen Reinsfeld, am 25. März 1994 zu Wipfratal Riechheim, am 24. Januar 1974 zu Elleben Rippersroda, am 1. August 1975 zu Neusiß Roda b. Arnstadt, am 24. Januar 1974 zu Görbitzhausen Röhrensee, gehörte bis zum 1. Januar 1957 zum Kreis Gotha Rudisleben Schmerfeld, am 25. März 1994 zu Wipfratal Siegelbach, am 14. April 1994 zu Arnstadt Singen, am 6. April 1994 zu Singerberg Stadtilm, Stadt Sülzenbrücken Thörey, am 24. Januar 1974 zu Ichterhausen Traßdorf, am 6. April 1994 zu Singerberg Werningsleben, am 24. Januar 1974 zu Kirchheim Wipfra, am 25. März 1994 zu Wipfratal Wipfratal, am 25. März 1994 neugegründet Witzleben Wülfershausen, am 16. Mai 1968 zu Osthausen-Wülfershausen Wüllersleben, am 1. Januar 1967 zu Bösleben-Wüllersleben

Kfz-Kennzeichen

Den Kraftfahrzeugen (mit Ausnahme der Motorräder) und Anhängern wurden von etwa 1974 bis Ende 1990 dreibuchstabige Unterscheidungszeichen, die mit den Buchstabenpaaren LB und LC begannen, zugewiesen. Die letzte für Motorräder genutzte Kennzeichenserie war LR 90-01 bis LR 99-99.

Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen ARN. Es wurde bis zum 14. März 1995 ausgegeben, zuletzt bereits für den Ilm-Kreis, in dem es seit dem 29. November 2012 wieder erhältlich ist.

Weblinks

Einzelnachweise

Arnstadt Arnstadt Kategorie:Geschichte (Ilm-Kreis) Kategorie:Bezirk Erfurt Arnstadt Landkreis Arnstadt