Bücheloh ist ein Ort im Ilm-Kreis in Thüringen. Er gehört zur Stadt Ilmenau. Geografie Bücheloh liegt im Tal des Humbachs, einem Nebenfluss der Ilm auf einer Höhe von etwa 470 Metern. Der Ort ist ein Straßendorf, dass sich ca. zwei Kilometer an der Landesstraße 3087 hinzieht.

Geschichte Bücheloh wurde 1282 erstmals urkundlich erwähnt. Vermutlich wurde der Ortsname von Albert Buchilowe, einem Stifter des Klosters Paulinzella abgeleitet. Bereits im Jahre 1450 wurde von einer ersten Schule in Bücheloh berichtet. 1535 bekam der Ort das Braurecht zugesprochen.

Bis 1920 war Bücheloh eine Exklave des zur Schwarzburg-Rudolstädter Oberherrschaft gehörenden Amts Stadtilm. Von 1920 bis 1952 gehörte der Ort zum Landkreis Arnstadt. Der Landkreis wurde 1952 geteilt und Bücheloh gehörte fortan zum Kreis Ilmenau. 1994 wurden die Kreise Ilmenau und Arnstadt wieder vereint. Seit dem 6. April 1994 gehörte Bücheloh zur Einheitsgemeinde Wolfsberg.Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt Diese wurde am 6. Juli 2018 mit weiteren Gemeinden in die Stadt Ilmenau eingemeindet.Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr.7 2018 vom 5. Juli 2018, aufgerufen am 6. Juli 2018

Bücheloh hatte zum Stichtag 31. Dezember 2020 359 Einwohner und zum Stichtag 31. Dezember 2025 358 Einwohner.

Politik Ortsteilbürgermeister und Ortsteilrat Der ehrenamtliche Ortsteilbürgermeister Büchelohs ist Holger Stanelle. Er wurde bei den Kommunalwahlen in Thüringen am 26. Mai 2024 erstmals ins Amt gewählt und löste den seit 2009 amtierenden Nico Franz ab. Zusammen mit vier weiteren Mitgliedern bildet Stanelle den Ortsteilrat von Bücheloh.

Wappen Blasonierung: „In Gold eine grüne Buche, die aus einem grünen Berg wächst, der mit vier goldenen Ähren belegt und von zwei weiteren grünen Bergen beseitet ist.“

Das Wappen mit der heraldisch stilisierten grünen Buche im goldenen Feld ist redend. Die goldenen Ähren symbolisieren die Landwirtschaft; die grünen Berge verweisen auf das Relief und die Lage der Ortsflur am nordöstlichen Rand des Thüringer Waldes.Neues Thüringer Wappenbuch Band 2 Seite 19; Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Thüringen e. V. 1998 ISBN 3-9804487-2-X

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet.

Kultur miniatur|Dorfkirche Bücheloh Bücheloh besitzt eine der ältesten Kirchen der Umgebung, die aus der romanischen Zeit stammt. 1729 wurde sie umgebaut und vergrößert.

1995 wurde eine Heimatstube eröffnet, die die Ortsgeschichte darlegt.

Bücheloh besitzt einen Kirmes-, einen Kleingarten-, einen Jagd- und einen Feuerwehrverein. Diese Vereine tragen erheblich zum kulturellen Leben des Ortes bei.

Wirtschaft und Verkehr In Bücheloh gibt es Kleingewerbe und Landwirtschaft.

Der Ort liegt am Abschnitt Ilmenau–Stadtilm der Landesstraße 3087, einem früheren Teilstück der B 87. Es gibt auch eine Straße nach Wümbach. Die A 71 führt westlich an Bücheloh vorbei, die Anschlussstelle Ilmenau-Ost liegt ungefähr zwei Kilometer südwestlich.

Die täglich bediente Regionalbuslinie 311 verbindet Bücheloh u. a. mit Ilmenau, Stadtilm und Kranichfeld.

Literatur Christine Stade: Chronik Bücheloh. 2010 ().

Einzelnachweise

Weblinks

Bücheloh auf der Website der Stadt Ilmenau zentriert|mini|800px|Bücheloh aus Südost

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