Michael Zerbes (* 13. September 1944 in Dresden) ist ein deutscher Leichtathlet und Olympiateilnehmer, der – für die DDR startend – bei den Europameisterschaften 1966 in Budapest die Bronzemedaille mit der 4-mal-400-Meter-Staffel gewann (3:05,7 min, zusammen mit Jochen Both, Günter Klann und Wilfried Weiland). Im 400-Meter-Lauf dieser Europameisterschaften schied er im Vorlauf aus.

Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt startete er ebenfalls in der 4-mal-400-Meter-Staffel (im Vorlauf ausgeschieden) und im 400-Meter-Lauf (im Zwischenlauf mit 46,19 s ausgeschieden).

Michael Zerbes startete für den TSC Berlin. 1968 gewann Zerbes bei den DDR-Meisterschaften über 400 Meter. Zerbes stellte mehrere DDR-Rekorde auf, seine Zeit von 45,6 s 1968 war der erste Lauf eines DDR-Leichtathleten unter 46 Sekunden. In seiner aktiven Zeit war er 1,95 m groß und 81 kg schwer.

Michael Zerbes arbeitete beruflich als Arzt. Seine Mutter, Lieselotte Brückner, war in den 1930er-Jahren als Hoch- und Weitspringerin aktiv, sein Bruder Helmut Zerbes war 400-Meter-Läufer und später als Sportmediziner tätig.

Literatur Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft, Darmstadt 2005.

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