Die Gauliga Donau-Alpenland 1944/45 war die siebte Spielzeit der Gauliga Donau-Alpenland im annektierten Österreich. Aufgrund des Kriegsverlaufs wurde in sämtlichen Klassen nach und nach der Spielbetrieb abgebrochen. Die Gauliga beschränkte sich auf neun Spiele im Herbst 1944, danach konnte die Meisterschaft kriegsbedingt nicht weitergeführt werden. Nach dem Rückzug des SK Amateure Steyr und des LSV Markersdorf in der Vorsaison wurde die Liga erneut auf Wiener Vereine beschränkt. Den Platz von Steyr übernahm der im Aufstiegsspiel gescheiterte SC Rapid Oberlaa. Für die erste Meisterschaft nach Kriegsende 1945/46 wurden vom Verband die Aufsteiger SC Helfort Wien und ESV Ostbahn XI, der den Platz der BSG Reichsbahn in der 1. Klasse übernehmen konnte, zugelassen.
Erste Leistungsstufe – Gauliga Donau Alpenland Abschlusstabelle
(M) Titelverteidiger (N) Aufsteiger aus den 1. Klassen
Aufstiegsrunde Die Meister der beiden 1. Wiener Klassen Nord und Süd sollten in dieser Saison um einen Aufstiegsplatz spielen. Die Aufstiegsrunde wurde aufgrund der Meisterschaftsabbrüche nicht mehr ausgespielt. Da der Landstraßer AC auf den Aufstieg verzichtete, stieg der Zweitplatzierte, BSG Reichsbahn Wien, auf.
Aufsteiger 1. Klasse Wien Nord: BSG Reichsbahn Wien 1. Klasse Wien Süd: SC Helfort Wien
Zweite Leistungsstufe – 1. Klasse Wien In der 1. Klasse Nord und in der 1. Klasse Süd spielten jeweils zwölf Teams gegeneinander. Zur kommenden Spielzeit wurden die Mannschaften in die Wiener Klasse A und Wiener Klasse B aufgeteilt.
1. Klasse Wien Nord Die Meisterschaft der 1. Klasse Nord wurde im Dezember 1944 abgebrochen. Die Tabelle gibt den letzten Stand vom 14. Dezember 1944 wieder.
Die SG Ordnungspolizei Wien zog sich im Dezember 1944 aus der Liga zurück.
Aufsteiger SC Bewegung XX Brigittenauer AC SC Hakoah Wien Polizei SV Wien Rudolfsheimer AC 1. Simmeringer SC SK Südbahn Wien
1. Klasse Wien Süd Die Meisterschaft der 1. Klasse musste im Februar 1945 abgebrochen werden. Die Tabelle gibt den letzten Stand vom 4. Februar 1945 wieder.
SC Siebenhirten zog sich im Dezember 1944 aus der Liga zurück.
Aufsteiger SC Gaswerk VIII Wien SC Siebenhirten SV Straßenbahn Wien
Gau-Meisterschaften In den Gauen gab es keine einheitliche Leistungsstufe, manche Regionen trugen Kreisligen aus, manche Gauligen.
Kreisliga Burgenland In der Kreisliga Burgenland wurde keine Meisterschaft ausgetragen.
Gauliga Kärnten Die Teilnehmer der Gauliga Kärnten waren Klagenfurter AC/SK Rapid Klagenfurt, Villacher SV, Turn- und Sportgemeinschaft Aßling, SK Krainburg und ein Verein aus Cilli (Celje). Aßling (Jesenice), Krainburg (Kranj) und Celje waren damals in Slowenien.
Gauliga Niederdonau Die Gauliga Niederdonau wurde in den Gauklassen Nord und Süd ausgetragen. Auch diese Klassen konnten aufgrund des Kriegsgeschehens nicht mehr beendet werden.
Gauklasse Niederdonau Nord
Gauklasse Niederdonau Süd
Landesklasse Oberdonau Die bis zum Vorjahr ausgetragene Liga Oberdonau-Salzburg wurde von der Landesklasse Oberdonau abgelöst. Die Meisterschaft wurde im Herbst 1944 abgebrochen. Die Salzburger Vereine spielten keine Meisterschaft aus.
Salzburger 1. Klasse In der Salzburger 1. Klasse wurde kriegsbedingt keine Meisterschaft ausgetragen.
Gauliga Steiermark In der Gauliga Steiermark wurde der Spielbetrieb kriegsbedingt abgebrochen.
Kreisliga Tirol In der Kreisliga Tirol wurde keine Meisterschaft ausgetragen.
Bezirksklasse Lindau-Vorarlberg In der Bezirksklasse Lindau-Vorarlberg wurde keine Meisterschaft ausgetragen.
Weblinks Ostmark (Gauliga 17) 1944/45 bei austriasoccer.at und Gauligen (Wien, Oberdonau, Gauklasse Nord, Gauklasse Süd, Steiermark) 1944/45 bei austriasoccer.at Austria 1944/44 (Wiener) Liga und Wiener 2. Klasse A bei rsssf.org
Einzelnachweise
Osterreichische Fussballmeisterschaft 1944/45 #1944/45 Kategorie:Gauliga Ostmark Kategorie:Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus Kategorie:Abgebrochene Sportveranstaltung