125px|rechts|Wappen der Stadt Heilbronn
Ehrenbürger Das Ehrenbürgerrecht in Heilbronn wurde durch das Württembergische Gesetz betreffend die Gemeindeangehörigkeit vom 16. Juni 1885 eingeführt und von späteren ähnlichen Gesetzen fortgeführt. Vor 1885 gab es in Heilbronn den Begriff des „ehrenhalber verliehenen Bürgerrechts“.
Die folgende Übersicht enthält alle Personen, die von der Stadt oder von den früheren Gemeinden die Ehrenbürgerwürde verliehen bekamen. Die Auflistung erfolgt nach dem Zeitpunkt der Verleihung.
Ehrenbürger von Heilbronn Joseph Christian von Schliz (* 10. März 1781 in Untergröningen; † 15. April 1861 in Heilbronn) Oberregierungsrat und Oberamtmann in Heilbronn. Vater von Adolf Schliz, Großvater von Alfred Schliz. Verleihung 1823 Ehrenbürger aufgrund seiner Mitwirkung bei den Ausgleichsverhandlungen zwischen der Stadt und den ehemaligen Heilbronnischen Gebietsdörfern. Christoph Friedrich Ludwig von Mugler (* 26. September 1793 in Sindringen; † 6. April 1869 in Stuttgart) Oberamtmann in Heilbronn Verleihung 1839 Friedrich Ludwig von Schmoller (* 4. September 1795 in St. Georgen im Schwarzwald; † 18. Februar 1865 in Heilbronn) Finanzrat Verleihung 1863 Karl von Gemmingen (* 16. Februar 1804 in Stuttgart; † 13. Juni 1885 ebenda) Oberamtsrichter aus der adligen Familie der Freiherren von Gemmingen Verleihung 1866 Ehrenbürger aufgrund seiner bürgerfreundlichen Gesinnung und seines segensreichen Wirkens als Richter. Johann Christoph Stephan Reiff (* 4. August 1805 in Oberhausen, Oberamt Reutlingen, Württemberg; † 23. Oktober 1884 in Stuttgart) und Julie Friederike Reiff (* 1821; † 1902) Evangelischer Stadtpfarrer Verleihung 1873 Ehrenbürgerwürde für ihn und seine Familie aufgrund seines 25-jährigen Wirkens als Stadtpfarrer. Wilhelm Happel (* 6. Dezember 1817 in Heidelberg; † 16. August 1899 in Heilbronn) Kaufmann Verleihung 1888 Die Ehrenbürgerwürde wurde ihm für seine 30-jährige Tätigkeit in den bürgerlichen Kollegien der Stadt zu seinem Ausscheiden 1888 verliehen. Christian Jäger (* 1. März 1818 in Neuenstein; † 16. Juni 1896 in Heilbronn) Oberlehrer Verleihung 1890 Ehrenbürger aufgrund seiner großen Verdienste um die Heilbronner Volksschule. Ludwig Pfau (* 25. August 1821 in Heilbronn; † 12. April 1894 in Stuttgart) Schriftsteller, Journalist und Revolutionär Verleihung 1891 Ludwig Pfau engagierte sich in der Märzrevolution, wurde 1849 wegen Hochverrats angeklagt und konnte erst 1863 nach einer Amnestie nach Württemberg zurückkehren. Er ist Ehrenbürger aufgrund seiner herausragenden Bedeutung als Dichter und Schriftsteller. Georg Härle (* 31. Oktober 1821 in Heilbronn; † 26. Juli 1894 ebenda) Kaufmann, Mitglied des Landtags und des Reichstags Verleihung 1891 Ehrenbürger aufgrund seiner vielen Verdienste um das Gemeinwesen. Peter Bruckmann (* 13. Januar 1865 in Heilbronn; † 2. März 1937 ebenda) Fabrikant, Mitglied des Landtags von Württemberg, Geheimer Rat Verleihung 1926 Ehrenbürger in Anerkennung seiner außerordentlichen Verdienste um den Gewerbestand und das Bildungswesen, insbesondere um die Heranbildung eines tüchtigen Nachwuchses, um den Bau und die künstlerische Leitung des Stadttheaters und namentlich um die Erstellung des für das Wirtschaftsleben der Stadt Heilbronn wichtigen Neckarkanals. Gustav Binder (* 31. März 1854 in Heilbronn; † 27. März 1935 ebenda) Flaschnermeister und Feuerwehrkommandant, langjähriges Gemeinderatsmitglied Verleihung 1928 Ehrenbürger nach 50-jähriger Dienstzeit bei der Feuerwehr Heilbronn und aufgrund seiner Verdienste um den Ausbau des Feuerschutzes. Max Rosengart (* 18. Juni 1855 in Hundersingen; † 19. Mai 1943 in Stockholm) Rechtsanwalt und Gemeinderatsmitglied Verleihung 1930 Ehrenbürger aufgrund seiner langjährigen Verdienste um die Stadt Heilbronn. Rosengart musste 1939 vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten nach Schweden fliehen. Theodor Heuss (* 31. Januar 1884 in Brackenheim; † 12. Dezember 1963 in Stuttgart) Bundespräsident 1949–1959 Verleihung 1953 Ehrenbürger in Anerkennung seiner großen Verdienste um Volk und Heimat. Fritz Ulrich (* 12. Februar 1888 in Schwaikheim; † 7. Oktober 1969 in Stuttgart-Sillenbuch) Innenminister von Württemberg-Baden bzw. Baden-Württemberg 1945–1956 Verleihung 1953 Ehrenbürger in Anerkennung seiner großen Verdienste um Heilbronn. Emil Beutinger (* 9. August 1875 in Heilbronn; † 19. Oktober 1957 ebenda) Architekt und Oberbürgermeister 1921–1933, 1945–1946 Verleihung 1955 Ehrenbürger in Anerkennung seiner Verdienste um Heilbronn, insbesondere in der Zeit nach der Zerstörung. Paul Meyle (* 13. September 1900 in Ludwigsburg; † 21. Juni 1977 in Stuttgart-Bad Cannstatt) Oberbürgermeister 1948–1967 Als Meyles Lebenswerk gilt der Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Stadt. Albert Großhans (* 11. Mai 1907 in Sontheim; † 21. November 2005 in Heilbronn) Schuhkaufmann, Mitglied im Gemeinderat Verleihung 1977 Albert Großhans gehörte zu den Gründern der SPD in Heilbronn. In der Zeit des Nationalsozialismus war er im Widerstand und zeitweise in Konzentrationslagern inhaftiert. Nach dem Krieg wurde er Gemeinderatsmitglied und von 1956 bis 1977 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Gewürdigt aufgrund seiner Verdienste insbesondere um den Wiederaufbau der kriegszerstörten Stadt. Friedrich Niethammer (* 19. Januar 1942 in Ludwigsburg; † 15. Juli 1996 in Heilbronn) Staatsanwalt, Mitglied im Gemeinderat 1971–1994 Verleihung 1996 Fraktionsvorsitzender der SPD und ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters von 1977 bis 1996. Paula Fuchs (* 7. Juli 1922 in Stuttgart; † 14. Oktober 2013) Mitglied im Gemeinderat 1971–1994 Verleihung 1997 Fraktionsvorsitzende der CDU und ehrenamtliche Stellvertreterin des Oberbürgermeisters von 1976 bis 1994. Dieter Schwarz (* 24. September 1939 in Heilbronn) Unternehmer Verleihung 1. Februar 2007 Gewürdigt als „großzügiger Mäzen und allseits geschätzter Mitbürger“. Förderer von Kunst, Kultur, Bildung und Hochschulen sowie Stifter. Manfred Weinmann (* 17. Juli 1934 in Neckargartach; † 5. Juni 2013) Oberbürgermeister 1983 bis 1999 Verleihung 17. Juli 2009 Herausragende Beiträge zur Stadtentwicklung Helmut Himmelsbach (* 16. April 1946 in Oberndorf am Neckar) Oberbürgermeister 1999 bis 2014 Verleihung 29. April 2014
Ehrenbürger der früheren Gemeinden Böckingen 1908: August Mogler (* 20. April 1845 in Böckingen; † 15. Januar 1910 ebenda), Bauunternehmer und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr. Ehrenbürger in Anerkennung seiner Verdienste um das Löschwesen. 1918: Ernst Welsch (* 10. Juni 1866 in Aalen; † 13. April 1944 in Bad Cannstatt), evangelischer Stadtpfarrer 1901 bis 1918. Ehrenbürger in Anerkennung seiner Verdienste um die Wohlfahrtspflege und das Kleinkinderschulwesen. 1919: Karl Maas (* 24. Juli 1874 in Eglosheim; † 18. Juni 1958 in Bad Cannstatt), Medizinalrat. Ehrenbürger in Anerkennung seiner Verdienste um die Wohlfahrtspflege insbesondere während der Kriegszeit. 1925: Gustav Hanselmann (* 20. Mai 1860 in Gnadental; † 4. Dezember 1944 in Weilimdorf), Oberlehrer. Ehrenbürger in Anerkennung seiner 40-jährigen Tätigkeit im Schuldienst. 1924: Eduard Wilhelm Bader (* 1. März 1858 in Horkheim; † 15. September 1926 in Böckingen), Volksschulrektor 1929: Adolf Alter (* 5. Oktober 1876 in Lampoldshausen; † 6. Januar 1933 in Heilbronn), Stadtschultheiß von Böckingen. Ehrenbürger in Würdigung seiner Tätigkeit für das Böckinger Gemeinwesen. 1931: Rudolf Zeller (* 19. Juni 1867 in Ebhausen; † 19. April 1937 in Stuttgart), evangelischer Stadtpfarrer. Ehrenbürger in Würdigung seiner großen Verdienste um Kirche und Schule. Frankenbach 1908: Heinrich Jakob Knobloch (* 27. Februar 1827 in Frankenbach; † 10. September 1910 ebenda), Landwirt und Gastwirt. Ehrenbürger in Anerkennung seiner langjährigen Mitgliedschaft im Gemeinderat. Horkheim 1932: Wilhelm Jakob Wiest (* 26. November 1862 in Winnenden; † 28. März 1937 in Tübingen), evangelischer Pfarrer in Horkheim 1904 bis 1934. Ehrenbürger wegen seiner hohen Verdienste um die Gemeinde und aus Anlass seines 70sten Geburtstages. 1948: Albert Debold (* 1. Dezember 1878 in Horkheim; † 7. Februar 1968 ebenda), Gemeindepfleger 1920–1945 und Bürgermeister 1945–1948. Ehrenbürger in Anerkennung seiner Verdienste um die Gemeinde. Kirchhausen 1920: Gustav Lohmiller (* 12. Februar 1854 in Bierlingen; † 9. Mai 1937 in Kirchhausen), Lehrer. Ehrenbürger in Würdigung seiner 30-jährigen Tätigkeit an der Volksschule Kirchhausen. 1928: Hermann Hoffmann (26. April 1860 in Eisleben; † 13. Januar 1932 in Kirchhausen), Distriktsarzt. Ehrenbürger in Würdigung seiner Verdienste im Dienste der leidenden Menschheit. 1967: Gustav Adolf Schwab (* 18. Februar 1899 in Bad Nauheim; † ?), Arzt. Ehrenbürger in Anerkennung seiner langjährigen Verdienste als Arzt. Klingenberg 1892: Adolf Heinrich Bächler (* 4. Februar 1804 in Großgartach; † 2. März 1894 in Ludwigsburg), Pfarrer in Klingenberg 1907: Albert Bruno Wagner (* 29. Mai 1862 in Gönningen; † 28. Februar 1932 in Pfullingen), Volksschulrektor Neckargartach 1905: Friedrich von Schaal (* 4. September 1842 in Ludwigsburg; † 3. Mai 1909 in Stuttgart), Oberbaurat und Erbauer der Neckargartacher Neckarbrücke (1904/05). Ehrenbürger anlässlich der Einweihung der Neckargartacher Brücke. 1907: Ludwig Konrad Pfau (* 7. Juni 1861 in Knittlingen; † 28. Juli 1925 in Heilbronn), Schultheiß in Neckargartach 1894–1907. Ehrenbürger in Anerkennung seiner großen Verdienste um das Gemeinwesen. Sontheim 1901: Friedrich Ackermann (* 11. September 1856 in Heilbronn; † 21. September 1928 ebenda), Geheimer Kommerzienrat. Ehrenbürger in Anerkennung seiner Verdienste um das Gemeinwesen in Sontheim.
Ehrenringträger Der Ehrenring der Stadt Heilbronn wird vom Gemeinderat vergeben. Die Auszeichnung wird maximal zweimal jährlich vergeben, und nicht mehr als zwölf lebende Personen sollen die Auszeichnung tragen. 1959: Wilhelm Mattes (* 22. Oktober 1884 in Dahenfeld; † 11. September 1960 in Heilbronn), ehrenamtlicher Vor- und Frühgeschichtsforscher. Ehrenringträger in Anerkennung seiner Verdienste. 1964: Willy Dürr (* 12. Juli 1889 in Esslingen; † 12. April 1975 in Heilbronn), Vorsitzender der FDP/DVP-Gemeinderatsfraktion, Ehrenringträger in Anerkennung seiner Überarbeitung der Stadtchronik für den Zeitraum 1922–1932. 1964: Karl Knauss (* 20. September 1887 in Heilbronn; † 18. April 1975 in Heilbronn), Gemeinderatsmitglied; Ehrenringträger in Anerkennung seiner Verdienste 1964: Friedrich Hanser (* 14. Juli 1898 in München; † 13. Mai 1976 in Heilbronn), Fraktionsvorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion. Ehrenringträger in Anerkennung seiner Verdienste. 1965: Paul Meyle (* 13. September 1900 in Ludwigsburg; † 21. Juni 1977 in Stuttgart), Oberbürgermeister von Heilbronn 1948–1967, Ehrenringträger in Anerkennung seiner Verdienste um den Wiederaufbau der Stadt 1971: Franziska Schmidt (* 31. August 1899 in Mannheim; † 10. November 1979 in Heilbronn), Redakteurin, Gemeinderatsmitglied und Landtagsabgeordnete 1971: Kilian Bauer (* 29. Mai 1890 in Duttenberg; † 11. Mai 1988 in Heilbronn), Gemeinderatsmitglied 1951 bis 1968 1971: Albert Großhans (* 11. Mai 1907 in Sontheim; † 21. November 2005 in Heilbronn), Gemeinderatsmitglied 1946 bis 1977 1971: Eduard Hilger (* 5. Dezember 1900 in Köln; † 10. Januar 1974 in Heilbronn), Gemeinderatsmitglied 1946 bis 1971, Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes 1971: Ernst Nietzer (* 17. August 1900 in Obersontheim; † 22. Juni 1982 in Heilbronn), Gemeinderatsmitglied 1948 bis 1965, Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes 1976: Karl Nägele (* 15. Januar 1911 in Heilbronn; † 26. September 1979 in Heidelberg), langjähriger OB-Stellvertreter, in Anerkennung seiner Verdienste um den Wiederaufbau der kriegszerstörten Stadt Heilbronn und deren Fortentwicklung