Oberweißenbrunn ist ein Gemeindeteil der Stadt Bischofsheim in der Rhön im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld in Bayern. Die Gemarkung Oberweißenbrunn hat eine Fläche von 7,299 km². Sie ist in 1268 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5756,36 m² haben.
Das Kirchdorf liegt circa sechs Kilometer nordwestlich von Bischofsheim an der Bundesstraße 279 und etwa zwei Kilometer südlich der Schwedenschanze. Die katholische Kuratiekirche St. Vitus und St. Antonius Eremit steht auf einer Höhe von 619 m ü. NHN. Oberweißenbrunn ist mit etwa 500 Einwohnern (Stand 2022) das höchstgelegene Dorf Unterfrankens. Es hat sich zu einem kleinen Wintersportzentrum entwickelt. Auch ist Oberweißenbrunn als Ausgangspunkt für Wanderungen sehr beliebt. Umliegende Berge sind der Kreuzberg, Himmeldunkberg, Teufelsberg (Rhön) und der Arnsberg (Bayerische Rhön).
Geschichte Eine umfangreiche Dorfchronik beschreibt die Geschichte des Ortes von den Anfängen um 1500 über den Dreißigjährigen Krieg bis zur Neuzeit. Die erste Kirche bestand vermutlich bereits 1613 unter Fürstbischof Julius Echter. Ein Vorgängerbau von 1738 wurde 1961 durch den heutigen Kirchenbau aus fränkischem Bruchsandstein ersetzt. Am 1. Mai 1978 wurde die zuvor selbständige Gemeinde Oberweißenbrunn nach Bischofsheim in der Rhön eingemeindet.
Kirche Die katholische Kuratiekirche St. Vitus und St. Antonius Eremit ist die höchstgelegene Dorfkirche Unterfrankens. Ihr Hochaltar, die Seitenaltäre und die Kanzel im Rokoko-Stil (entstanden 1749) stammen aus dem Vorgängerbau. Die Orgel steht auf der westlichen Empore. Das Geläut besteht aus vier Glocken mit den Tönen g′ − a′ - c″ - d″.
Infrastruktur und Vereine Im Ort gibt es den katholischen Kindergarten „St. Maria“. Grundschüler besuchen die Kreuzberg-Grundschule im Nachbarort. Die Freiwillige Feuerwehr Oberweißenbrunn ist für den Brandschutz zuständig. Der Wintersportverein (WSV) Oberweißenbrunn ist der größte Wintersportverein der Rhön mit den Sparten Ski Alpin, Skilanglauf und Skispringen. Der Bau der Schachenbergschanze wurde 1954 angeregt. Der Rhönklub Zweigverein, gegründet 1950, pflegt das Wandern und Brauchtum, die Wegewarte des Rhönklubs betreuen die Wege ehrenamtlich.
Wanderwege Oberweißenbrunn gilt als „Nabel der Wanderbewegung“ in der Rhön. Fünf Fernwanderwege, mehrere örtliche Rundwege und der Deutschlandradwanderweg R1 führen durch den Ort oder starten hier. Die Wege sind weitgehend markiert.
Fernwanderwege Hochrhöner (Lange Rhön), Etappe 3 – von Oberweißenbrunn nach Birx (ca. 21 km) mit Abstecher zum Schwarzen Moor und dem Grünen Band Hochrhöner (Kuppenrhön), Etappe 3 – von Oberweißenbrunn zur Wasserkuppe (ca. 14 km) durch das Rote Moor vorbei am Schwedenwall Klosterweg (HWO 6) – mit der Markierung eines roten Dreiecks von Oberweißenbrunn aus zum Sattel des Arnsbergs und weiter zur Ruine Osterburg Rhön-Höhen-Weg, Etappe 4 – von Oberweißenbrunn zum Ellenbogen (ca. 25 km), Teil des 137 km langen Qualitätswanderwegs Main-Werra-Weg – Fernwanderweg (ca. 176 km) von Gemünden am Main nach Vacha, gekennzeichnet mit einem roten Pfeil, führt über den Kreuzberg und die Wasserkuppe Jakobsweg (Verbindungsweg Vacha–Bad Kissingen) – über Oberweißenbrunn, verbindet den Ökumenischen mit dem Unterfränkischen Jakobsweg
Radweg Der Hessische Radfernweg R1 (Fulda-Radweg) hat seinen offiziellen Startpunkt in Gersfeld, durchquert den Ort und bindet an die Route „Vom Main zur Rhön“ an.
Bau- und Bodendenkmäler mini|Kirche St. Vitus und St. Antonius
Katholische Kuratiekirche St. Vitus und St. Antonius Eremit Doppelturmhügel Oberweißenbrunn
Weblinks
Stadt Bischofsheim in der Rhön Rhönklub-Oberweißenbrunn Wandern in der Rhön
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Rhön-Grabfeld Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Rhön-Grabfeld) Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Geographie (Bischofsheim in der Rhön) Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Rhön-Grabfeld