Korkino () ist eine russische Stadt am Ural. Sie liegt in der Oblast Tscheljabinsk und hat Einwohner (Stand ).
Geschichte Korkino wurde im Jahre 1746 als eine kleine Siedlung am Ufer des Flusses Tschumljak () gegründet. Der Ortsname stammt einer Legende nach vom Erstsiedler namens Afanassi Korkin ab. Die erste Volkszählung im Ort im Jahre 1795 ergab eine Bevölkerungszahl von etwas über 100 Einwohnern. Im 19. Jahrhundert hatte Korkino offiziell den Status einer Kosakensiedlung inne und war wirtschaftlich vorwiegend von der Landwirtschaft und dem Fischfang geprägt. Diesen Status hatte Korkino noch bis zum Jahr 1920.
Anfang der 1930er-Jahre wurden nahe Korkino Braunkohle-Lagerstätten erschlossen, was dem Ort eine neue Bedeutung brachte. Schon im Jahr 1933 wurde Korkino in eine Arbeitssiedlung umgewandelt und erhielt 1942 den Stadtstatus.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1939 11.517 1959 84.962 1970 70.890 1979 63.253 1989 45.198 2002 41.501 2010 38.597 Anmerkung: Volkszählungsdaten
Wirtschaft Neben der Kohleförderung gibt es in Korkino mehrere Industriebetriebe, darunter eine Stahlbeton-, eine Zement- und eine Glasfabrik, außerdem Textilindustrie und eine Süßwarenfabrik.
Söhne und Töchter der Stadt
Anatoli Bukrejew (1958–1997), kasachischer Extrembergsteiger und Bergführer Jelena Skrynnik (* 1961), Politikerin Dmitri Wjatkin (* 1974), Politiker Georgi Beloussow (* 1990), Eishockeyspieler Artemi Panarin (* 1991), Eishockeyspieler
Einzelnachweise
Weblinks
Offizielle Website der Stadtverwaltung (russisch) Portal der Stadt (russisch) Korkino auf mojgorod.ru (russisch)
Kategorie:Ort in der Oblast Tscheljabinsk Kategorie:Ort im asiatischen Russland Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1942