mini|Yang Guifei mit Päonien, Gemälde von Hosoda Eishi, Anfang 19. Jahrhundert Yang Guifei (; * 26. Juni 719; † 15. Juli 756), geborene Yang Yuhuan (), war eine Konkubine Kaiser Xuanzongs aus der Tang-Dynastie und zählt zu den sogenannten Vier Schönheiten des alten China.
Leben Jugend Geboren wurde sie in Yongle (), Präfektur Pu (), doch stammt ihre Familie aus Huayin () und Hongnong () (Provinz Shaanxi). Einer ihrer Vorfahren war Yang Xuanyan (), genannt Sihu (), ein hoher Finanzbeamter in der Präfektur Shu ().
Yang am Kaiserhof Ein paar Jahre nach dem Tod ihres Vaters heiratete die sechzehn Jahre alte Yang den gleichaltrigen Prinzen Shou Li Mao, einen Sohn Kaiser Xuanzongs.
740, drei Jahre nach dem Tod von Xuanzongs Gemahlin Wu Huifei (), arrangierte der hochrangige Eunuch Gao Lishi für Xuanzong ein Treffen mit Yang im Wasserpalast zu Xingwen (). Auf Geheiß der Kaiser ließ sie sich von ihrem prinzlichen Gatten scheiden und trat unter dem Namen Taizhen () in ein Nonnenkloster ein.
745 heiratete Prinz Shou schließlich erneut, nämlich die Tochter des Generals Yuan Zhaoxun (). Yang wurde seine Konkubine, unterhielt aber auch sexuelle Beziehungen zum alternden Kaiser Xuanzong. Yang hatte eine ausgeprägte Vorliebe für Litschis. Da sie nur in Südchina wuchsen, ließ sie der Kaiser von berittenen Eilboten-Staffeln von Guangdong und Sichuan nach Chang’an schaffen. Zahllose Dichter besangen Yang Guifeis Schönheit, darunter Li Bai und Bai Juyi.
Der An-Lushan-Aufstand Etliche von Yangs Verwandten rückten daraufhin in höchste Staatsämter auf. Als sie nach dem Tode der kaiserlichen Vertrauten Li Linfu 752 versuchte, ihren Vetter Yang Guozhong in das Amt des Staatskanzlers zu hieven, kam es zum offenen Konflikt mit General An Lushan, der seinerseits Ambitionen auf diesen Posten hatte. Nach der Ernennung Yang Guozhongs brach 755 sogar eine als An-Lushan-Aufstand bekannt gewordene Militärrevolte aus, die die Tang-Dynastie an den Rand des Abgrunds bringen sollte.
Yangs Tod Zuletzt musste der Kaiser sogar samt Gefolge nach Chengdu in Sichuan fliehen. In der Nähe von Mawei () (heute: Xinping , Provinz Shaanxi) verlangten die mitreisenden Soldaten, die den Yang-Clan für den Aufstand verantwortlich machten, den Tod von Yang Guozhong und Yang Guifei. Ob Yang Guifei freiwillig Suizid beging, zum Suizid gezwungen oder umgebracht wurde, ist unklar; jedenfalls starb sie durch Erhängen. Als Xuanzong im folgenden Jahr Yangs Leichnam in Mawei bergen lassen wollte, fand er ihn nicht mehr vor. Auf dieser Grundlage entstand der Mythos, sie sei gar nicht gestorben, sondern habe vielmehr nach Japan fliehen und dort unbehelligt bis ans Ende ihrer Tage leben können.
Angeblich hatte Yang Guifei leichtes Übergewicht, was damals aber durchaus gefragt war. Als „fettleibig“, wie dies in manchen Quellen kolportiert wird, war sie nicht zu bezeichnen. Oft wurde sie mit der erheblich zarteren, jedoch ebenfalls für ihre Schönheit weithin gerühmten Kaiserin Zhao Feiyan () verglichen, der Gemahlin des Han-Kaisers Han Cheng (51–7 v. Chr.), die ebenfalls Suizid begangen hatte. Dies führte zu dem chinesischen Ausdruck yanshou huanfei (), der noch heute, insbesondere im Zusammenhang mit sexuellen Dienstleistungen, die Bandbreite weiblicher Schönheit umreißt.
Verarbeitung in Kunst und Literatur mini|Yang Yuhuan Opern: Guifei Zuijiu () Taizhen Waizhuan () Mawei Po () von Chen Hong ()
Erzählungen: Yang Taizhen Waizhuan () Changhen Gezhuan () Eleanor Cooney, Daniel Altieri: The Court of the Lion. ISBN 0-87795-902-1
Dramen: Changshen Dian (, Qing-Dynastie) Mocheng Jian (, Ming-Dynastie) Jinghong Ji (, Ming-Dynastie) Caihao Ji (, Ming-Dynastie) Tang Minghuang Qiuye Wutong Yu (, Yuan-Dynastie)
Filme: Kenji Mizoguchi: Yō-kihi (, 1955)
Weblinks
Yang Guifei (719–56) auf princeton.edu (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Person (Tang-Dynastie) Kategorie:Chinese Kategorie:Geboren 719 Kategorie:Gestorben 756 Kategorie:Frau