Der Sportverein Innsbruck, kurz SVI, ist ein österreichischer Fußballverein aus der Landeshauptstadt Innsbruck in Tirol, er entstammt dem Fußball Innsbruck. Er gilt als der älteste Fußballklub Westösterreichs.

SV Innsbruck ist neben ATV Innsbruck, FC Germania Innsbruck, FC Rapid Innsbruck, FC Veldidena Innsbruck und FC Wacker Innsbruck, einer jener Vereine, die den Gauverband Tirol, den Vorläufer des Tiroler Fußballverbandes, 1919 gründeten.

Gründung Am 10. April 1905 wurde in Innsbruck der Fußballverein Fußball Innsbruck gegründet. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde am 28. Februar 1919 eine Generalversammlung abgehalten, auf der die Namensänderung – nachdem die Gründung einer Leichtathletiksektion beschlossen wurde – auf Sportverein Innsbruck (SVI) erfolgte.

Im Jahr 1920 erfolgte der geschlossene Beitritt der SV Innsbruck-Mitglieder zum Innsbrucker Turnverein (ITV). Sie spielten fortan unter dem Namen Sportabteilung des ITV.

Männerfußball 1905–1938: Anfangsjahre und bis zum Zweiten Weltkrieg 1905–1938SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Turnier 1909 Fußball Innsbruck – FC Lustenau 3:2 1910 nicht teilgenommen Qualifikation für Tiroler A-Liga 1920/21 1919/20 2 Teams vom Innsbrucker SV qualifiziert Tiroler A-Klasse 1920/21 1. (5) 8 7 1 0 31:7 13 1922 1. (4) 3 3 0 0 7:0 6 1922/23 1. (4) 6 6 0 0 22:5 12 1923/24 1. (4) 6 5 1 0 29:9 11 1924/25 1. (5) 8 7 1 0 30:6 15 1925/26 1. (5) 8 7 1 0 25:7 15 1927 4. (4) 6 1 1 3 12:25 3 1928 5. (6) 10 3 0 7 24:37 6 1928/29 4. (5) 8 4 0 4 20:26 8 1929/30 4. (4) 6 0 1 5 5:19 1 1930/31 5. (7) 12 5 2 5 24:30 12 1931/32 keine vollständigen Daten 1932/33 6. (7) 12 4 1 7 12:21 9 1933/34 keine vollständigen Daten 1934/35 6. (7) 12 1 2 9 21:47 4 1935/36 5. (7) 12 2 3 7 14:32 7 1936/37 6. (7) 12 3 1 8 17:39 7 1937/38 3. (4) 12 4 0 8 26:42 8 Legende Tiroler Meister bzw. Aufstieg 1920/21 und in der einrundigen Meisterschaft 1922 holte die Sportabteilung des ITV den Meistertitel. Durch die immer mehr in den Vordergrund tretenden Spannungen, hervorgerufen durch das Bestehen des Deutschen Turnerbundes auf den Arierparagraphen, erfolgte der geschlossene Austritt der Fußballer aus dem ITV, und die Umbenennung in Sportverein Innsbruck, unter dessen Namen der Verein wieder ab 3. Dezember 1922 auftrat.75 Jahre Tiroler Fußballverband, 1994, S. 28 In den Spielsaisonen von 1922/23 bis 1926/27 gelang es der Kampfmannschaft, den Titel des Tiroler Meisters ohne Unterbrechung zu gewinnen.

1938–1945: Kriegsjahre 1938–1945SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Tiroler Kreisliga 1938/39 3. (7) 9 3 2 4 21:15 8 1939/40 Abbruch der Meisterschaft 1940/41 2. (6) 6 2 1 3 22:15 5 1941/42 2. (5) 7 4 0 3 27:15 8 1942/43 3. (4) 3 1 0 2 6:15 2 1944 1. (4) 3 3 0 0 16:4 6 1945 nicht ausgetragen Legende Tiroler Meister bzw. Aufstieg In der Kriegszeit wurde in Tirol sehr eingeschränkt Fußballmeisterschaften ausgetragen. In der Saison 1943/44 wurde der Tiroler Meistertitel gewonnen.

1945–1950: Nachkriegszeit 1945–1950SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Klasse Innsbruck 1946 6. (6) 5 0 1 4 11:20 1 Tiroler Landesliga 1946/47 1. (10) 18 13 3 2 63:29 29 1947/48 6. (10) 18 8 1 9 41:40 17 1948/49 3. (10) 18 14 1 3 62:24 29 1949/50 2. (8) 14 10 1 3 47:30 21 Legende Tiroler Meister bzw. Aufstieg In den folgenden Jahren wurde auf die Nachwuchsarbeit im Verein viel Wert gelegt und dies bescherte dem SV Innsbruck in den 1950er und frühen 1960er Jahren zahlreiche Titel bei Schüler- und Jugendmeisterschaften.

1950–1960: Zwischen Arlbergliga und Landesliga 1950–1960SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Arlbergliga 1950/51 11. (12) 22 6 1 15 40:72 13 Tiroler Landesliga 1951/52 keine vollständigen Daten 1952/53 keine vollständigen Daten 1953/54 1. (8) 14 10 2 2 43:17 22 Arlbergliga 1954/55 5. (12) 22 10 3 9 34:38 23 1955/56 10. (12) 22 6 4 12 43:69 16 1956/57 11. (12) 22 4 7 11 37:54 15 Tiroler Landesliga 1957/58 2. (10) 18 11 2 5 55:33 24 1958/59 keine vollständigen Daten 1959/60 keine vollständigen Daten Legende Tiroler Meister bzw. Aufstieg Abstieg In der Saison 1950/51 qualifizierte sich der SV Innsbruck für die neu gegründete Arlbergliga. Doch man stieg in dieser Saison und spielte drei Saisonen lang in der Tiroler Landesliga. 1954 gelang wieder der Aufstieg in die Arlbergliga, in der man die nächsten drei Jahre spielte, ehe man wiederum in die Tiroler Liga abstieg. Auch in dieser Zeit konzentrierte sich der Verein auf seinen Nachwuchs und dies bescherte dem Verein zahlreiche Titel bei den Schüler- und Jugendmeisterschaften.

1960–1974: Nachwuchsarbeit in der Regionalliga bis Gebietsliga 1960–1974SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Tiroler Landesliga 1960/61 7. (12) keine vollständigen Daten 1961/62 1. (12) keine vollständigen Daten Regionalliga West 1962/63 7. (12) 22 8 6 8 30:25 22 1963/64 9. (12) 22 6 6 10 28:44 18 1964/65 11. (12) 22 5 6 11 33:54 16 Tiroler Landesliga 1965/66 5. (12) keine vollständigen Daten 1966/67 3. (12) keine vollständigen Daten 1967/68 10. (12) keine vollständigen Daten Tiroler Gebietsliga West 1968/69 keine vollständige Daten Tiroler Landesliga 1969/70 4. (12) keine vollständigen Daten 1970/71 2. (12) keine vollständigen Daten 1971/72 1. (12) keine vollständigen Daten Regionalliga West 1972/73 13. (14) 26 5 11 10 27:28 21 !keine vollständigen Daten! 1973/74 keine vollständigen Daten Legende Tiroler Meister bzw. Aufstieg Abstieg Man konzentrierte sich in den 1960er Jahren weiter in die Nachwuchsarbeit und konnte viele Titel bei Schüler- und Jugendmeisterschaften erzielen

1974–1985: Spielgemeinschaft (ISK, ESV Austria Innsbruck) 1974–1985SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. vgl. auch Innsbrucker SK, ESV Austria Innsbruck Tiroler Landesliga / Aufstiegsrelegation 1974/75 1. (12) keine vollständigen Daten 2. (4) 2 2 2 0 9:3 8 Tiroler Landesliga 1975/76 5. (12) keine vollständigen Daten 1976/77 4. (12) keine vollständigen Daten Alpenliga 1977/78 11. (14) 26 5 11 10 30:43 21 1978/79 1. (14) 26 17 6 3 53:22 40 2. Division 1979/80 3. (16) 30 14 9 7 48:27 37 1980/81 4. (16) 30 13 10 7 40:25 36 1981/82 10. (16) 30 7 11 12 30:36 25 !keine vollständigen Daten! 1982/83 keine vollständigen Daten 1983/84 keine vollständigen Daten 1984/85 keine vollständigen Daten Legende Tiroler Meister bzw. Aufstieg Abstieg In den Jahren 1972 und 1974 wurde der Sportverein nach ein paar wechselhaften Spielsaisonen erneut Tiroler Meister und stieg in die Regionalliga West auf. Aufgrund finanzieller und sportlicher Belastungen beschloss man, eine Spielgemeinschaft mit dem ISK (Innsbrucker Sportklub) einzugehen. Diese Fußballehe bezog sich jedoch nur auf die Kampfmannschaften und man spielte unter dem Namen SPG Innsbruck.

1976 trat der ESV Austria Innsbruck der Spielgemeinschaft bei, daraufhin wurde der Vereinsname unter Einbeziehung des Hauptsponsors in SPG Raika Innsbruck umbenannt.

In dieser Konstellation folgte für die Spielgemeinschaft in der Saison 1978/79 der Titel in der Alpenliga und die Qualifikation für die 2. Division der Bundesliga. Dort errang man im ersten Jahr den 3. Platz, im nächsten Jahr spielte man gegen SSW Innsbruck im Lokalderby ein 1:1-Remis vor 14.000 Zuschauern; die SPG Raika Innsbruck belegte schlussendlich den 4. Tabellenplatz.

Im Sommer 1980 wurde investiert und Spieler verpflichtet (Dietmar Constantini, Günther Caha, Wolfgang Schwarz, im Herbst auch noch Hans Pirkner und Peter Koncilia), mit denen sich der Verein eine Leistungssteigerung erwartete, um im Aufstiegskampf mitzumischen. Nachdem das große Ziel – der Aufstieg in die höchste Spielklasse – klar verfehlt wurde, folgte im Jahr 1982 die Auflösung der Spielgemeinschaft und der Zerfall in die einzelnen Trägervereine.

1985–1995: Zwischen 1. Klasse und Tiroler Liga 1985–1995SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. 1. Klasse West 1985/86 1. keine vollständigen Daten Gebietsliga West 1986/87 keine vollständigen Daten 1987/88 1. keine vollständigen Daten Landesliga West 1988/89 1. (12) 22 14 5 3 54:23 33 Tiroler Liga 1989/90 2. (14) 26 14 4 8 53:36 32 1990/91 5. (14) 26 12 6 8 44:26 30 1991/92 6. (14) 26 13 4 9 41:31 40 Regionalliga Tirol 1992/93 7. (14) 26 10 6 10 47:42 26 1993/94 6. (14) 26 11 6 9 32:30 28 1994/95 10. (14) 26 9 5 12 32:48 23 Legende Aufstieg Beim SV Innsbruck entschied man sich für einen Neubeginn und startete in der kommenden Saison in der 1. Klasse West. In den darauffolgenden Jahren gelang dem Sportverein der Ligadurchmarsch mit dem Meistertiteln in der 1. Klasse West (1985/86), Gebietsliga West (1987/88) und der Landesliga West 1988/89. In der Spielsaison 1989/90 spielte der SV Innsbruck wieder in der Tiroler Liga und erreichte sensationell den Vizemeistertitel.

1995–2008: Tiroler Liga und Landesliga 1995–2008SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Regionalliga Tirol 1995/96 10. (15) 28 11 2 15 46:67 35 Tiroler Liga 1996/97 13. (16) 30 7 7 16 30:49 28 1997/98 15. (16) 30 5 8 17 39:65 29 1998/99 6. (16) 30 14 5 11 52:50 47 1999/2000 15. (16) 30 7 9 14 45:56 30 2000/01 10. (16) 30 11 7 12 36:55 40 2001/02 7. (16) 30 13 5 12 48:57 44 2002/03 12. (16) 30 10 6 14 58:74 36 Landesliga West 2003/04 1. (14) 26 18 0 8 68:41 54 telesystem Tirol Liga 2004/05 13. (16) 30 10 6 14 55:83 36 2005/06 9. (16) 30 11 7 12 52:57 40 2006/07 5. (16) 30 14 8 8 52:37 50 2007/08 7. (16) 30 12 7 11 43:41 43 Legende Aufstieg Abstieg Nach 14 Jahren in der Tiroler Liga stieg der SV Innsbruck in der Saison 2002/03 in die Landesliga West ab, konnte jedoch 2003/04 mit Trainer Alois Heissenberger und Co-Trainer Horst Heissenberger den erneuten Aufstieg feiern.

Seit 2008–2020: Tiroler Liga seit 2008SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. UPC Tirol Liga 2008/09 12. (16) 30 9 10 11 47:55 37 2009/10 7. (16) 30 13 6 11 46:46 45 2010/11 9. (16) 30 11 8 11 78:60 41 2011/12 4. (16) 30 14 7 9 96:65 49 2012/13 8. (16) 30 12 7 11 59:54 43 2013/14 9. (16) 30 12 4 14 50:64 40 2014/15 3. (16) 30 18 1 11 71:37 55 2015/16 9. (16) 30 12 4 14 50:64 40 2016/17 8. (16) 30 13 4 13 40:45 43 2017/18 8. (16) 30 13 4 13 40:45 43 2018/19 8. (16) 30 12 2 16 61:57 38 Seit 2008 spielte der SV Innsbruck in der UPC Tirol Liga. Ein großer Erfolg war das Erreichen des Tiroler Cup-Finales 2015 unter Trainer Hans Glabonjat, der insgesamt 14 Jahre als Cheftrainer tätig war, und dem damit verbundenen erreichen des ÖFB-Cups. Hier kam es zum Gastspiel des SV Ried in der Wiesengasse.

2020/2021

In dieser von Corona geprägten Saison schaffte man als Zweiter den Aufstieg in die Regionalliga Tirol. Ein Highlight war wiederum der ÖFB-Cup. Gegner war SK Puntigamer Sturm Graz.

2021–2023

Durch Umstrukturierungen und Verjüngung der Kampfmannschaft kam es in weiterer Folge zum Abstieg in die Tiroler Liga und gleich darauf in die Landesliga West.

seit 2024

Die Kampfmannschaft des SV Innsbruck spielt aktuell in der Landesliga West.

Bekannte Spieler Der mehrfache Nationalspieler sowie österreichische Meister, Michael Baur begann seine Fußballkarriere beim Sportverein Innsbruck, wo er von Meistertrainer Ernst Happel entdeckt wurde und zum FC Swarovski Tirol geholt wurde. Er startete dort seine Profikarriere.

Titel und Erfolge 1 × Meister der Alpenliga: 1979 10 Meister der Tiroler Liga: 1921, 1922, 1923, 1924, 1925, 1926, (Tiroler A-Klasse), 1944 (Tiroler Kreisliga, inoffiziell), 1954, 1962, 1972, 1977 (Tiroler Landesliga) 1 × Innsbrucker Stadthallenmeister

Frauenfußball Seit 2008: Frauenliga West bis Frauen Tiroler Liga

seit 2008SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Frauenliga West 2008/09 4. (6) 10 4 3 3 22:19 31 2009/10 5. (9) 16 5 4 7 28:27 19 2010/11 keine Teilnahme 2011/12 5. (12) 22 13 1 8 83:45 40 Frauen Tiroler Liga 2012/13 4. (8) 14 6 1 7 32:34 19 2013/14 6. (9) 16 6 2 8 36:41 20 2014/15 4. (9) 16 7 2 7 41:38 23 2015/16 6. (9) 16 6 2 8 36:41 20 2016/17 2. (10) 18 12 0 6 51:30 36 2017/18 3. (10) 18 13 1 4 70:25 40 2018/19 4. (10) 18 10 2 6 59:37 32 Legende Aufstieg Seit Sommer 2008 gibt es auch ein Frauenteam: Gegründet wurde die Mannschaft von Christian Dorner.