Der Begriff B-Symptomatik bezeichnet eine Trias der folgenden Symptome:Walter Siegenthaler: Siegenthalers Differenzialdiagnose: Innere Krankheiten – vom Symptom zur Diagnose. 19. Auflage. Thieme, Stuttgart 2005, S. 198.

unerklärliches Fieber (> 38 °C) massiver Nachtschweiß (nasse Haare, durchnässte Schlafbekleidung) ungewollter Gewichtsverlust von mehr als zehn Prozent des Körpergewichtes innerhalb von sechs Monaten

Die B-Symptomatik kann bei entzündlichen Erkrankungen wie Tuberkulose, Aktinomykose,Stephan Dold: Die abdominale Aktinomykose: Diagnostik und Therapie; Kasuistik und Literaturübersicht, 2004, Dissertation, Uni Freiburg HIV-Infektion, oder auch invasiven Darmerkrankungen durch Amöben, aber auch bei malignen Prozessen auftreten (z. B. Hodgkin-Lymphom) und gilt hier als prognostisch ungünstiges Zeichen.Hanns-Wolf Baenkler, Hartmut Goldschmidt, Johannes-Martin Hahn: Kurzlehrbuch Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2011. Wichtigstes Mittel zur Erfassung einer B-Symptomatik ist eine genaue Anamnese des Patienten.Jürgen Schölmerich: Medizinische Therapie 2005/2006. Springer, 2005.

Zur Begriffsbildung Der Buchstabe „B“ in dem Begriff „B-Symptomatik“ erklärt sich aus den beiden Zusätzen „A“ bzw. (wie hier) „B“ der Ann-Arbor-Klassifikation für maligne Lymphome. Sind die oben genannten Symptome vorhanden, spricht man von einer „B-Symptomatik“, fehlen diese, von einer „A-Symptomatik“. Im Deutschen kann der Begriff „B-Symptomatik“ auch für „Begleit-Symptomatik“ stehen.

Weblinks Glossar der Leukämie-Lymphom-Hilfe

Einzelnachweise

Kategorie:Krankheitssymptom