Hilgertshausen-Tandern ist die nördlichste Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Dachau. Diese entstand 1978 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Hilgertshausen und Tandern. Hilgertshausen ist Hauptort und Sitz der Gemeindeverwaltung.
mini|Hilgertshausen von Osten mini|Pfarrkirche St. Stephan in Hilgertshausen mini|Ehemaliges Hofmarkschloss Tandern mini|Kapelle Unsere Liebe Frau in Tandern
Geographie Gemeindegliederung Die Gemeinde hat 28 Gemeindeteile(in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Es gibt vier Gemarkungen: Hilgertshausen (mit Hilgertshausen, Gumpersdorf, Thalmannsdorf, Stadelham, Ed, Eichenried, Mannried, Michelskirchen, Pirket, Pranst, Ferlhof, Hollerschlag, Larezhausen, Neßlholz, Thalhof, Thonhof und Weiherhaus) Oberdorf (mit Oberdorf, Gartelsried, Niederdorf, Oberdinkelhof und Unterdinkelhof) Tandern (mit Tandern, Obertsloh und Reichel) Randelsried (mit Buxberg, Weitenwinterried und Winterried)
Tandern Tandern ist ein Reihendorf auf einem sanften Höhenrücken, der parallel zur Tanderer Ilm verläuft, dem kleineren der beiden Quellbäche der Ilm.
Geschichte Hilgertshausen und Tandern wurden 843 erstmals urkundlich erwähnt. Hilgertshausen, Sitz der gleichnamigen geschlossenen Hofmark, gehörte von 1517 bis 1813 den Grafen von Lösch. Tandern war 1640–1793 Sitz einer geschlossenen Hofmark der Freiherren von Mandl, erster Besitzer aus dieser Familie war Johann von Mandl.Tandern im Besitze der Herren von Mandel. 1640–1793. In: Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte, Band 32, München 1872–73, S. 244–248.
Die Vorläufergemeinden Hilgertshausen und Tandern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818. Am 1. April 1971 wurde im Rahmen der Gebietsreform in Bayern die Gemeinde Oberdorf nach Tandern eingemeindet. Am 1. Januar 1976 folgte ein Teil der aufgelösten Gemeinde Randelsried. Schließlich kam am 1. Mai 1978 Hilgertshausen hinzu. Am 1. August 1980 wurde der Gemeindename amtlich in Hilgertshausen-Tandern geändert. Die ehemalige Gemeinde Tandern versuchte erfolglos, mit einer Popularklage vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof die Auflösung der kommunalen „Zwangsehe“ mit Hilgertshausen zu erreichen.
Bekannt wurde Tandern als Drehort der Kinofilme Beste Zeit, Beste Gegend und Beste Chance des Regisseurs Marcus H. Rosenmüller.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2399 auf 3423PDF Einwohner bzw. um 42,7 %.
Politik Gemeinderat Die Gemeinderatswahlen seit 2014 ergaben folgende Sitzverteilungen: + Partei/Liste 2020 2014CSU54SPD12Wählergemeinschaft Hilgertshausen-Tandern67Bürgerliste Tandern43
Bürgermeister Erster Bürgermeister ist Markus Hertlein (WG Hilgertshausen-Tandern), dessen Stellvertreter ist Adi Doldi (CSU).
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke mini|Schloss Tandern Schloss Tandern: das zweiflügelige frühere Hofmarkschloss ist in Privatbesitz und für Besucher nicht zugänglich. Pfarrkirche St. Stephan in Hilgertshausen Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Tandern Kirche St. Michael in Michelskirchen Kapelle in Stadelham Kirche St. Ursula in Gumpersdorf
Bildung Grundschule Hilgertshausen-TandernGrundschule Hilgertshausen-Tandern - (offizielle Seite) (Schulhaus Tandern/Schulleitung; Schulhaus Hilgertshausen) im Schulverband mit der Grund- und Mittelschule Altomünster Volkshochschule Hilgertshausen-Tandern Pfarrbücherei St. Peter und Paul – Tandern Volksbücherei St. Stephan – Hilgertshausen
Medien Im Gemeindegebiet erscheint die Tageszeitung Aichacher Zeitung.
Literatur Ernest Geiß: Tandern, Schloß und Hofmark und seine Besitzer In: Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte, Band 32, München 1872–73, S. 226–262.
Weblinks
Gemeinde Hilgertshausen-Tandern Hans Schertl: Kirchen und Kapellen in Hilgertshausen-Tandern
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 843 Kategorie:Gemeindegründung 1978