mini|Peter Waterhouse, 2022 Peter Waterhouse (* 24. März 1956 in Berlin) ist ein österreichischer Schriftsteller.
Leben Peter Waterhouse ist der Sohn eines britischen Offiziers und einer Österreicherin. Er wuchs zweisprachig auf und besuchte das Domgymnasium in Verden (Aller) (Niedersachsen), wo sein Vater einige Jahre als britischer Verbindungsoffizier tätig war. Nachdem er 1975 sein Abitur am Gymnasium Winsen (Luhe) abgelegt hatte,Gymnasium Winsen 1959-1989. 30 Jahre Abitur. Jubiläumsschrift des Gymnasiums Winsen Mai 1989 studierte er Germanistik und Anglistik an der Universität Wien sowie 1981/82 an der University of Southern California in Los Angeles. 1982 absolvierte er die Magisterprüfung, 1984 promovierte er an der Universität Wien mit einer Arbeit über die Utopie in der Lyrik Paul Celans zum Doktor der Philosophie.
Peter Waterhouse verfasst Lyrik, Essays, Erzählungen, Theaterstücke, Sachbücher und Romane; daneben übersetzt er aus dem Englischen und Italienischen. Seine Texte wurden ins Englische, Italienische, Schwedische, Ungarische, Norwegische und Dänische übersetzt. Im Jahr 2000 gründete er die Wolfenbütteler Übersetzergespräche. Waterhouse ist Mitglied der Interessengemeinschaft Österreichischer Autorinnen und Autoren. Er lebt in Wien und in St. Veit im Jauntal.
Auszeichnungen miniatur|Auszeichnung mit dem Nicolas-Born-Preis 2011 durch die damalige niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Johanna Wanka im Künstlerhaus Hannover Waterhouse erhielt unter anderem folgende Auszeichnungen:
1986 manuskripte-Literaturförderungspreis der Stadt Graz 1989 manuskripte-Preis des Landes Steiermark 1990 Nicolas-Born-Preis für Lyrik der Hubert-Burda-Stiftung 1993 Preis der Stadt Münster für Europäische Poesie 1994 Christine-Lavant-Lyrikpreis 1995 Österreichischer Förderpreis für Literatur 1997 Heimito von Doderer-Literaturpreis 2000 Adolf-Mejstrik-Ehrengabe für Lyrik der Deutschen Schillerstiftung 2002 Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzung 2004 H. C. Artmann-Preis 2007 Erich-Fried-Preis 2008 Literaturpreis der Stadt Wien 2011 Ernst-Jandl-Preis 2011 Nicolas-Born-Preis 2012 Großer Österreichischer StaatspreisBM Schmied: Autor Peter Waterhouse erhält Großen Österreichischen Staatspreis 2012 2018 Heimrad-Bäcker-Preis
Werke Auf dem Weg zum "Kunst-Freien". Diss., Wien 1984 Menz. Graz 1984 Besitzlosigkeit, Verzögerung, Schweigen, Anarchie. Graz 1985 Passim. Reinbek bei Hamburg 1986 Das Klarfeld Gedicht. Berlin 1988 Diese andere Seite der Welt. Graz u. a. 1989 (zusammen mit Margit Ulama) Sprache, Tod, Nacht, außen. Reinbek bei Hamburg 1989 Kieselsteinplan für die unsichtbare Universität. Berlin 1990 Blumen. Wien u. a. 1993 Verloren ohne Rettung. Salzburg u. a. 1993 Die Schweizer Korrektur. Basel 1995 (zusammen mit Durs Grünbein und Brigitte Oleschinski) E 71. Salzburg u. a. 1996 Die Geheimnislosigkeit. Salzburg u. a. 1996 Im Genesis-Gelände. Basel u. a. 1998 Lobreden auf den poetischen Satz. Göttingen 1998 (zusammen mit Robert Gernhardt und Anne Duden) Prosperos Land. Salzburg u. a. 2001 Von herbstlicher Stille umgeben wird ein Stück gespielt. Weil am Rhein u. a. 2003 Die Nicht-Anschauung. Wien u. a. 2005 (Krieg und Welt). Jung und Jung, Salzburg/Wien 2006, ISBN 3-902497-13-0 Der Honigverkäufer im Palastgarten und das Auditorium Maximum. Jung und Jung, Salzburg/Wien 2010, ISBN 978-3-902497-83-3. Die Auswandernden. Illustrationen Nanne Meyer, starfruit publications, Fürth 2016, ISBN 978-3-922895-28-2. Der Fink. Einführung in das Federlesen. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-95757-262-2. Equus. Wie Kleist nicht heißt. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-95757-640-8. Z Ypsilon X. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2025, ISBN 978-3751810494
Uraufführungen Lautsprecher, Landstreicher. Literaturhaus Berlin, 16. Juni 1989 Die andere Seite der Welt. Schauspielhaus Graz, 18. Januar 1991 Verloren ohne Rettung. Stadt Theater Wien, 27. Juni 1992 Von herbstlicher Stille umgeben wird ein Stück gespielt. Alte Feuerwache Köln, 15. April 1997
Herausgeberschaft Inger Christensen: Ein chemisches Gedicht zu Ehren der Erde. Salzburg u. a. 1997 Halbe Sachen. Wolfenbüttel 2004 (zusammen mit Olaf Kutzmutz)
Übersetzungen Michael Hamburger: Aus einem Tagebuch der Nicht-Ereignisse. Wien u. a. 2004 Baumgedichte. Wien u. a. 1997 Die Erde in ihrem langen langsamen Traum. Wien u. a. 1994 In einer kalten Jahreszeit. Wien u. a. 2000 Todesgedichte. Wien u. a. 1998 Traumgedichte. Wien u. a. 1996 Das Überleben der Erde. Wien u. a. 1999 Gerard Manley Hopkins: Journal. Salzburg u. a. 2009 Norman Lewis: Neapel '44. Wien u. a. 1996 sowie Werke von Andrea Zanzotto, Biagio Marin, Allen Ginsberg
Literatur Guntram Vesper, Peter Waterhouse. Texte, Dokumente, Materialien. Elster Verlag, Bühl-Moos 1987, ISBN 3-89151-038-1. Peter Waterhouse. In: text + kritik. 137, München 1998, ISBN 3-88377-575-4.
Weblinks
Peter Waterhouse im Verlag Urs Engeler Editor Peter Waterhouse: Autorenseite bei Matthes & Seitz Berlin Biografie bei lyrikline.org Peter Waterhouse: „FÜGUNGEN. Versuch über Flucht und Recht und Sprache“ bei European Institute for Progressive Cultural Policies (eipcp)
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Essay Kategorie:Lyrik Kategorie:Übersetzer aus dem Englischen Kategorie:Übersetzer aus dem Italienischen Kategorie:Übersetzer ins Deutsche Kategorie:Träger des Großen Österreichischen Staatspreises für Literatur Kategorie:Absolvent der Universität Wien Kategorie:Schriftsteller (Wien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1956 Kategorie:Mann