José María Olazábal Manterola (* 5. Februar 1966 in Fuenterrabia, Spanien) ist ein spanischer Profigolfer, der sowohl auf der European Tour als auch der nordamerikanischen PGA TOUR und der PGA Tour Champions spielt. Er ist zweifacher Major-Sieger.
Werdegang Sein Großvater und sein Vater waren Greenkeeper im Golfclub; bereits im Alter von zwei Jahren kam er so zum Golfspiel. Vor dem Beginn seiner professionellen Karriere 1985 gewann er einige bedeutende Amateur-Meisterschaften.
Mit 21 Jahren kam sein Debüt im Ryder Cup, denen weitere sechs Teilnahmen folgten (anfangs erfolgreich an der Seite von Seve Ballesteros). Neunmal stand Olazábal im spanischen Team beim Dunhill Cup, wobei die beiden letzten Austragungen 1999 und 2000 siegreich beendet wurden. Bei der Seve Trophy war er viermal vertreten, und dabei 2005 als spielender Kapitän der kontinentaleuropäischen Auswahl zugange. 2012 führte er die europäische Mannschaft beim Ryder Cup als Kapitän zum Sieg. Im Jahr darauf gelang ihm das gleiche mit dem kontinentaleuropäischen Team bei der Seve Trophy und mit der europäischen Mannschaft bei der Royal Trophy. Er schaffte damit ein historisches Triple im professionellen Mannschaftsgolfsport.
Olazábal gewann bislang 26 Turniere auf den beiden wichtigsten Turnierserien Europas und der USA, darunter zwei Masters-Siege (1994 und 1999). Zwischen 1986 und 2000 stand er zehnmal in den Top 10 der europäischen Geldrangliste.
2013 wurde er mit dem Prinz-von-Asturien-Preis für Sport ausgezeichnet.
Seit 2016 spielt Olazábal auf der PGA Tour Champions.
Persönliches Er wurde nicht nur durch sein herausragendes Golfspiel bekannt, sondern auch durch seine Emotionen: Er brach sich nach einer schlechten Auftaktrunde bei den US Open 1999 die rechte Hand, als er vor lauter angestauter Wut gegen die Wand seines Hotelzimmers schlug. Noch bemerkenswerter ist jedoch sein Kampfgeist auch abseits des Golfplatzes; schließlich stand er im Jahre 1995 am Rande der Invalidität, als bei ihm rheumatoide Arthritis in beiden Fußgelenken diagnostiziert wurde. Über 18 Monate war es Olazábal kaum möglich zu laufen, geschweige denn zu trainieren.
Nach einer Reihe von erfolglosen Behandlungen suchte er letztendlich den Münchner Sportmediziner Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt auf, der als tatsächlichen Grund von Olazábals Leiden einen eingeklemmten Nerv in der Wirbelsäule feststellen konnte.
Nach entsprechender Therapie kämpfte sich Olazábal binnen kurzer Zeit zurück in die Weltspitze.
European-Tour-Siege 1986: Ebel European Masters Swiss Open, Sanyo Open 1988: Volvo Belgian Open, German Masters 1989: Tenerife Open, KLM Dutch Open 1990: Benson & Hedges International Open, Carroll’s Irish Open, Lancome Trophy 1991: Open Catalonia, Epson Grand Prix of Europe 1992: Turespana Open de Tenerife, Open Mediterrania 1994: Turespana Open Mediterrania, Volvo PGA Championship 1997: Turespana Masters Open de Canarias 1998: Dubai Desert Classic 2000: Benson and Hedges International Open 2001: Open de France 2002: Omega Hong Kong Open 2005: Mallorca Classic
PGA Tour-Siege 1990: NEC World Series of Golf 1991: The International 1994: The Masters, NEC World Series of Golf 1999: The Masters (zählt auch zur European Tour) 2002: Buick Invitational
Major Championships sind fett gedruckt.
Andere Turniersiege 1989: Visa Taiheiyo Masters (Japan Golf Tour) 1990: Visa Taiheiyo Masters (Japan Golf Tour)
Teilnahmen an Teambewerben Ryder Cup (für Europa): 1987 (Sieger), 1989 (remis, Cup verteidigt), 1991, 1993, 1997 (Sieger), 1999, 2006 (Sieger); 2012 (non playing captain) Alfred Dunhill Cup (für Spanien): 1986, 1987, 1988, 1989, 1992, 1993, 1998, 1999 (Sieger), 2000 (Sieger) World Cup (für Spanien): 1989, 2000 Four Tours World Championship: 1987, 1989 Seve Trophy (für Kontinentaleuropa): 2000 (Sieger), 2002, 2003, 2005 (playing captain), 2013 (Sieger, als non playing captain) Royal Trophy (für Europa): 2009 (non playing captain), 2013 (Sieger, non playing captain)
Resultate bei Major Championships
Turnier1984198519861987198819891990199119921993199419951996199719981999The MastersDNPCUTDNPCUTDNPT8132T42T71T14DNPT12T121US OpenDNPDNPDNPT68DNPT9T8T8CUTCUTCUTT28DNPT16T18WDThe Open ChampionshipCUTT25LAT16T11T36T23T16T803CUTT38T31DNPT20T15CUTPGA ChampionshipDNPDNPDNPCUTDNPCUTT14CUTCUTT56T7T31DNPCUTCUTCUT
Turnier2000200120022003200420052006200720082009201020112012201320142015201620172018The MastersCUTT154T830CUTT3T44CUTCUTDNPCUTCUTT50T34CUTDNPCUTCUTUS OpenT12CUTT50CUTDNPDNPT21T45DNPDNPDNPDNPDNPCUTDNPDNPDNPDNPDNPThe Open ChampionshipT31T54CUTCUTDNPT3T56DNPDNPDNPDNPDNPDNPDNPDNPDNPDNPDNPDNPPGA ChampionshipT4T3769T51CUTT47T55CUTDNPDNPDNPCUTCUTDNPDNPDNPDNPDNPDNP Turnier2019202020212022202320242025The MastersCUTCUTT50CUTCUTT45CUTPGA ChampionshipDNPDNPDNPDNPDNPDNPUS OpenDNPDNPDNPDNPDNPDNPThe Open ChampionshipDNPKTDNPDNPDNPDNP LA= Bester Amateur DNP = nicht teilgenommen CUT = Cut nicht geschafft „T“ geteilte Platzierung KT = Kein Turnier (Ausfall wegen Covid-19) Grüner Hintergrund für Sieg Gelber Hintergrund für Top 10.
Siehe auch Liste der Sieger bei Golf-Major-Turnieren
Weblinks Spielerprofil bei der European Tour Spielerprofil bei der PGA Tour (englisch)
Quellen
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