mini|hochkant|Werner Ostendorff mit Dienstgradabzeichen eines SS-Obersturmbannführers Der SS-Obersturmbannführer (kurz: Ostubaf; Ansprache: Obersturmbannführer) war im NS-Staat ein Führerrang der Schutzstaffel (SS), der im militärischen Ranggefüge einem Oberstleutnant vergleichbar war.Gordon Williamson: Die SS. Hitlers Instrument der Macht. Neuer Kaiser Verlag, Klagenfurt 1994, S. 250 („Dienstränge der SS und ihre Entsprechung in der Wehrmacht“).

Der Dienstgrad SS-Obersturmbannführer wurde im Mai 1933 eingeführt.

Bei den Abbildungen werden die Rangabzeichen oder Dienstgradabzeichen gezeigt, die als Schulterstücke und Kragenspiegel, aber auch als Ärmelabzeichen ab 1942 für Tarn- oder Spezialanzüge,Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte, 1. Auflage (Liz.5, P189/84, LSV:0547, B-Nr. 746 635 0), Militärverlag der DDR (VEB) – Berlin, 1985, S. 145 Dienstgradabzeichen 29/30. getragen wurden. Die Kragenspiegel mit SS-Runen und dem Rangabzeichen wurden an der feldgrauen Uniformjacke der Waffen-SS oder der grauen Feldbluse getragen.

Rangfolge und Insignien Dieser SS-Rang war dem SA-Obersturmbannführer und in der Waffen-SS dem Oberstleutnant der damaligen Wehrmacht gleichgestellt. Die Unterlage der Schulterstücke war in der für Offiziere der Waffen-SS festgelegten Waffenfarbe gehalten.

Im Zuge der Dienstgradangleichung wurde der Rang den Oberstleutnanten der Ordnungspolizei, Polizeivizepräsidenten, Polizeidirektoren mit über 15 Dienstjahren und Oberregierungs- und Kriminalräten der Sicherheitspolizei (Gestapo und Kripo) verliehen.

Bekannte SS-Obersturmbannführer (Auswahl) Paul Carell (Pressechef von Joachim von Ribbentrop) Fritz Darges (zeitweise persönlicher Adjutant von Adolf Hitler) Adolf Eichmann (administrativer Koordinator und Organisator der Endlösung der Judenfrage) Eberhard Fangauf (Propagandist) Rudolf Höß (1. Kommandant KZ Auschwitz; Abt.-Ltr. RSHA) Fritz Knöchlein (verantwortlich für das Massaker von Le Paradis) Heinz Linge (Kammerdiener von Adolf Hitler) Kurt Lischka (u. a. Gestapo-Chef in Paris) Alfred Naujocks (Befehlshaber verschiedener Kommandounternehmen, u. a. beim Überfall auf den Sender Gleiwitz) Willy Sachs (Industrieller und Wehrwirtschaftsführer) Franz Schädle (letzter Kommandeur des Führerbegleitkommandos) Otto Skorzeny (Beteiligter am Unternehmen Eiche) Walter Unger (HJ-Führer in Mecklenburg) Otto Weidinger (Kommandeur der für das Massaker von Oradour verantwortlichen SS-Einheit) Martin Gottfried Weiß (Kommandant verschiedener Konzentrations- und Vernichtungslager)

Siehe auch Bildtafel der Dienstgrade und Rangabzeichen der Waffen-SS Waffenfarben (Waffen-SS) NS-Ranggefüge

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Einzelnachweise

Kategorie:Dienstgrad (SS) Kategorie:Offiziersdienstgrad