mini|Ryan Gosling (2023) Ryan Thomas Gosling (* 12. November 1980 in London, Ontario) ist ein kanadischer Schauspieler, Filmregisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent und Sänger. Sein Durchbruch als Schauspieler gelang ihm mit dem Film Half Nelson, für den er 2007 eine Oscar-Nominierung erhielt. Für weiteren Rollen erhielt er mehrere Golden-Globe-Nominierungen und 2017 für seine Rolle im Filmmusical La La Land den Golden Globe als bester Hauptdarsteller.
Frühe Jahre und Werdegang Ryan Gosling wurde im November 1980 in London in der kanadischen Provinz Ontario geboren und wuchs in Cornwall (Ontario) auf. Er machte seine ersten künstlerischen Schritte in der Öffentlichkeit 1993 im Mickey Mouse Club. Dort trat er zusammen mit Britney Spears, Christina Aguilera und Justin Timberlake auf. Nachdem er Ende der 1990er Jahre in verschiedenen Serien zu sehen gewesen war, spielte er 2001 in Inside a Skinhead. Der Film wurde mit dem Jurypreis des Sundance Film Festivals ausgezeichnet. Danach hatte er Hauptrollen sowohl in Hollywoodfilmen wie Mord nach Plan (2002) mit Sandra Bullock und Ben Chaplin als auch im Independentkino wie in State of Mind an der Seite von Kevin Spacey und Lena Olin.
Seinen Durchbruch als Schauspieler feierte Gosling 2006 mit dem Independentfilm Half Nelson, in dem er neben Shareeka Epps agierte. Die Titelrolle eines drogensüchtigen Junior-High-School-Lehrers brachte ihm 2007 eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Hauptdarsteller ein, die Hauptrolle in der Komödie Lars und die Frauen eine Golden-Globe-Nominierung. 2008 gründete er mit seinem kanadischen Schauspielerkollegen Zach Shields die Band Dead Man’s Bones. Das gleichnamige Debütalbum erschien im Oktober 2009 bei ANTI-Records. Für die Hauptrolle in dem Beziehungsdrama Blue Valentine erhielt er 2011 eine weitere Golden-Globe-Nominierung. Bei den Golden Globe Awards 2012 wurde Gosling ebenfalls in zwei Kategorien nominiert: als bester Hauptdarsteller in Komödie/Musical für seine Rolle in Crazy, Stupid, Love. sowie als bester Hauptdarsteller in einem Drama für seine Darstellung in The Ides of March – Tage des Verrats.
2013 sah man ihn in den Kinofilmen The Place Beyond the Pines und Only God Forgives, die in erneuter Zusammenarbeit mit den Regisseuren Derek Cianfrance und Nicolas Winding Refn entstanden. Im Frühjahr 2013 begannen die Dreharbeiten für den Film Lost River, bei dem Gosling nicht nur sein Regiedebüt gab, sondern auch für das Drehbuch verantwortlich war. Neben Eva Mendes gehören auch die Schauspielkolleginnen Christina Hendricks und Saoirse Ronan zur Besetzung des Films.
2016 sang und tanzte Gosling an der Seite von Emma Stone in Damien Chazelles Filmmusical La La Land. Der Part des sich für den Jazz begeisternden Pianisten Sebastian brachte ihm 2017 einen Golden Globe Award und eine weitere Oscar-Nominierung ein. Im selben Jahr war er in Blade Runner 2049, der Fortsetzung von Blade Runner aus dem Jahr 1982, zu sehen. 2018 wurde der Film Aufbruch zum Mond (First Man) veröffentlicht, in dem Gosling die Hauptrolle des Testpiloten und Astronauten Neil Armstrong übernahm. Er arbeitete bei diesem Film erneut mit Regisseur Chazelle zusammen. Gosling wird seit Drive hauptsächlich von Tommy Morgenstern synchronisiert, vorher waren seine Synchronsprecher meistens Kim Hasper oder Tobias Kluckert. 2023 ist Gosling als Mattel-Puppe Ken in dem Realfilm Barbie an der Seite von Margot Robbie zu sehen. Seine Leistung wurde unter anderem mit Nominierungen für den Golden Globe Award und Oscar honoriert.
Mit Star Wars: Starfighter ist für 2027 sein neuester Film, der im Star-Wars-Universum angesiedelt ist, angekündigt. Die Dreharbeiten begannen im August 2025, die Regie führt Shawn Levy. Im Jahr darauf soll er als Ghost Rider mit einem eigenen Film als Teil des Marvel Cinematic Universe zu sehen sein. Die Regie übernimmt auch hier Shawn Levy.
Privatleben Ryan Gosling und zwei seiner Freunde eröffneten 2004 in Beverly Hills ein Restaurant für marokkanische Küche, das Tagine heißt.
Von 2002 bis 2003 war Gosling mit Sandra Bullock liiert, die er bei den Dreharbeiten zu Mord nach Plan kennengelernt hatte. Im Juni 2005 wurde seine Beziehung mit Rachel McAdams bekannt. Beide hatten einander am Set des Films Wie ein einziger Tag kennengelernt; das Paar trennte sich im Juli 2007. Seit September 2011 hat Gosling eine Beziehung mit seiner Schauspielkollegin Eva Mendes. Im September 2014 wurden die beiden Eltern einer Tochter.Nachwuchs für Ryan Gosling: Eva Mendes bringt Tochter zur Welt. Meldung bei Spiegel Online vom 17. September 2014. Im April 2016 kam die zweite gemeinsame Tochter zur Welt.Surprise! Eva Mendes and Ryan Gosling secretly welcomed a second daughter last month... and gave her a familiar name bei dailymail.co.uk, abgerufen am 10. Mai 2016
Filmografie (Auswahl) Als Schauspieler
Als Regisseur und Drehbuchautor 2014: Lost River
Als Filmproduzent 2014: Lost River 2024: The Fall Guy 2026: Der Astronaut – Project Hail Mary (Project Hail Mary) 2026: Love of Your Life
Auszeichnungen und Nominierungen Oscar 2007: Nominierung als bester Hauptdarsteller für Half Nelson 2017: Nominierung als bester Hauptdarsteller für La La Land 2024: Nominierung als bester Nebendarsteller für Barbie
Golden Globe Award 2008: Nominierung als bester Hauptdarsteller – Komödie oder Musical für Lars und die Frauen 2011: Nominierung als bester Hauptdarsteller – Drama für Blue Valentine 2012: Nominierung als bester Hauptdarsteller – Drama für The Ides of March – Tage des Verrats 2012: Nominierung als bester Hauptdarsteller – Komödie oder Musical für Crazy, Stupid, Love. 2017: Auszeichnung als bester Hauptdarsteller – Komödie oder Musical für La La Land 2024: Nominierung als Bester Nebendarsteller – Komödie oder Musical für Barbie
British Academy Film Award 2017: Nominierung als bester Hauptdarsteller für La La Land 2024: Nominierung als bester Nebendarsteller für Barbie
Screen Actors Guild Award 2007: Nominierung als bester Hauptdarsteller für Half Nelson 2008: Nominierung als bester Hauptdarsteller für Lars und die Frauen 2016: Nominierung für das beste Schauspielensemble für The Big Short 2017: Nominierung als bester Hauptdarsteller für La La Land 2024: Nominierung als bester Nebendarsteller für Barbie 2024: Nominierung für das beste Schauspielensemble für Barbie
Diskografie
2009: Dead Man’s Bones – Dead Man’s Bones 2011: You Always Hurt the Ones You Love 2016: City of Stars (mit Emma Stone) 2023: I’m Just Ken 2023: Ken – The EP 2023: Push
Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte
2024: für die Single City of Stars
2023: für die Single City of Stars
Literatur Emily Smith: The Ryan Gosling Handbook – Everything You Need to Know about Ryan Gosling. Emereo, 2012, ISBN 978-1-74344-452-8. Thorsten Wortmann: Ryan Gosling: Die Biografie. Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-86265-302-7.
Dokumentation Ryan Gosling – Hollywoods Halbgott. Regie: Jana Buchholz, ARTE, Deutschland, 53 Minuten, 2018
Weblinks
auf film-zeit.de
Einzelnachweise
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