mini|Herakles erschlägt Geras. Attisch-rotfigurige Pelike. Geras-Maler, ca. 480–470 v. Chr.
Geras () ist in der griechischen Mythologie die Personifikation des hohen Alters. Sein römisches Pendant ist gleichbedeutendHermann Orth: – die Geriatrie der griechischen Antike. In: Centaurus. Band 8, 1963, S. 19–47; hier: S. 20. Senectus.
Nach der Theogonie von Hesiod ist er ein Sohn der Göttin Nyx.Hesiod, Theogonie 225 Bei Hyginus und Cicero ist sein Vater Erebos.Hyginus, Fabulae Praefatio; Cicero, De natura deorum 3,17 Geras ist das Gegenstück zu Hebe, der Verkörperung der Jugend.
Als Motiv der griechischen Kunst wird er als altes schrumpeliges Männlein im Kampf mit Herakles dargestellt, der ihn besiegt. Herakles wird als einer der zwei einzigen Sterblichen (neben ihm auch Dionysos) von den Göttern mit Unsterblichkeit ausgestattet, zum Gott erhoben und in den Olymp aufgenommen.
Philostratos berichtet, dass ein griechischer Tempel des Geras in Cádiz (damals Gadeira) bestand.Philostratos, Vita Apollonii 5,4
Nicht zu verwechseln ist der Ausdruck mit dem in der Ilias zentralen Ehrebegriff Geras (). Der zweite Buchstabe ist hier das griechische Epsilon. Der Streit um das Ehregeschenk (weitere Bedeutung von ) führte zum Zorn des Achilleus.
Literatur Frank Brommer: Herakles und Geras. In: Archäologischer Anzeiger. 1952, S. 60–73.
Felix Preißhofen: Untersuchungen zur Darstellung des Greisenalters in der frühgriechischen Dichtung (= Hermes. Einzelschriften Band 34). Steiner, Wiesbaden 1977, ISBN 3-515-02002-0.
Weblinks
Geras im Theoi Project
Einzelnachweise
Kategorie:Griechische Gottheit Kategorie:Männliche Gottheit