Friedrich Wilhelm Franke (* 21. Juni 1862 in Barmen (heute Stadtteil von Wuppertal); † 3. April 1932 in Köln) war ein deutscher Organist.

Er wirkte als Lehrer für Orgel, Harmonielehre und Kontrapunkt am Konservatorium Köln. Unter anderem war er Organist der Gürzenich-Konzerte in Köln und zahlreicher rheinischer Musikfeste. Seine Lebensarbeit galt den Erneuerungsbestrebungen innerhalb der evangelischen Kirchenmusik. Er hat sich Verdienste um die Wiedererweckung alt-evangelischer Kirchenmusik-Formen erworben. Zu seinen Schülern gehörten die Kirchenmusiker Pater Gregor Schwake OSB und Alfred Sittard.

Friedrich Wilhelm Franke war mit der Pianistin Alexandra Franke geb. Gutkind (* 31. März 1863 in Berlin; † 23. Februar 1944 in Konzentrationslager Theresienstadt) verheiratet. Alexandra Franke geb. Gutkind wurde am 1. August 1943 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Ein Stolperstein vor ihrem Wohnhaus Gleueler Str. 113 in Köln-Lindenthal erinnert an die Deportation.

Ihre gemeinsame Tochter war die Violonistin Eva Klein geb. Franke (* 1902 in Köln; † 1971. Eva Klein war Mitglied des Gürzenich-Orchesters und WDR Funkhausorchesters in Köln. Ihr Sohn war der Orientalist, Islamwissenschaftler, Philologe, Historiker und Hochschullehrer Felix Klein-Franke (* 1935 in Köln; † 2015), der verheiratet war mit der Ethnologin Aviva Klein-Franke.

Literatur Lorna Kay Lutz: Friedrich Wilhelm Franke – Seine Bedeutung in d. Kirchenmusik. Volk, Köln 1970 (Beiträge zur rheinischen Musikgeschichte; H. 91)

Weblinks https://d-nb.info/gnd/118692755 https://nsdok.de/Details-Gedenkbuch?sfrom=958&id=3115&buchstabe=G

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