mini|Johann H. Clasing, nach einem Gemälde von Alexander Macco. mini|Johann H. Clasing, Lithographie von Günther Gensler nach einer Vorlage von Carl Friedrich Weidemann.
Johann Heinrich Clasing (* 4. Juli 1779 in Hamburg; † 8. Februar 1829 ebenda) war ein deutscher Pianist und Komponist.
Leben Auf alten Drucken wird sein Vorname zumeist mit den Initialen I.H. bzw. J.H. abgekürzt. Im Neuen Nekrolog der Deutschen für 1829 ist sein Name zu Johann Herrmann Clasing aufgelöst.Neuer Nekrolog der Deutschen. Siebter Jahrgang: 1829, erster Teil. Voigt, Ilmenau 1831, S. 169 (). Auf zwei zeitgenössischen Lithographien,Bildnis des Johann Hermann Clasing, Digitaler Portraitindex, abgerufen am 12. Juni 2018 die nicht datiert sind, von denen aber wenigstens eine offenbar aber erst nach Clasings Tod entstand bzw. mit einer Bildunterschrift versehen wurde, lautet der zweite Vorname ebenfalls jeweils Hermann. Sowohl der Vorname Heinrich, der ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Nachschlagewerken zu finden ist, als auch Hermann könnten dementsprechend als Rückschluss aus den Initialen I.H. entstanden sein. In der zeitgenössischen Berichterstattung heißt es durchgehend Heinrich.Robert von Zahn: Musikpflege in Hamburg um 1800. Der Wandel des Konzertwesens und der Kirchenmusik zwischen dem Tode Carl Philipp Emanuel Bachs und dem Tode Christian Friedrich Gottlieb Schwenkes. Verein für Hamburgische Geschichte, Hamburg 1991, ISBN 3-923356-41-2, S. 193 ().
Clasing wirkte als Pianist, Komponist und Klavierlehrer in Hamburg. Er war Schüler von Anton Reicha und Paul Wineberger. 1816 gründete er gemeinsam mit Louise Reichardt einen Musik-Verein, der für die Pflege der Werke Georg Friedrich Händels große Bedeutung erlangte. Sein Schaffen steht Johann Nepomuk Hummel stilistisch nahe.
Werke Klaviertrio B-Dur op. 4 (um 1814) (Neuausgabe: Köln, Dohr, 2025) Klaviersonate f-Moll op. 5 3 Rondos E-Dur, As-Dur und C-Dur op. 9 Rondo op. 13 Rondo d’une exécution facile für Klavier op. 13, Nr. 2 über die Romanze des Biscroma aus Antonio Salieris Oper Axur, re d’Ormus Fantasie und Rondo op. 14 Fantasie für Klavier und Orchester E-Dur (einsätzig) Fantasie für Klavier und Orchester F-Dur (einsätzig) Fantasie für Klavier und Orchester D-Dur (einsätzig)
Literatur Eduard Bernsdorf (Hrsg.): Neues Universal-Lexikon der Tonkunst. Band 1. Robert Schäfer, Dresden 1856, S. 570 (). Robert Eitner: Biographisch-Bibliographisches Quellen-Lexikon der Musiker und Musikgelehrten. Band 2. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1900, S. 459; . François-Joseph Fétis: Biographie universelle des musiciens et bibliographie générale de la musique. 2. Auflage. Band 2. Firmin Didot, Paris 1883, S. 313; . Ferdinand Simon Gassner: Universal-Lexikon der Tonkunst: neue Hand-Ausgabe in einem Bande. Köhler, Stuttgart 1849, S. 204 (). August Gathy: Der edle Sänger. (Beym Hinscheiden Clasings.) [Gedicht]. In: Allgemeine musikalische Zeitung, 25. März 1829, Nr. 12, Sp. 194 f. (Digitalisat).
Josef Sittard: Geschichte des Musik- und Concertwesens in Hamburg. Vom 14. Jahrhundert bis auf die Gegenwart. A. C. Rehor, Altona 1890, S. 144 f.; .
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