Der Zügelliest (Halcyon malimbica) ist ein Vogel aus der Familie der Eisvögel (Alcedinidae).

Merkmale Der Zügelliest erreicht eine Länge von etwa 25 Zentimeter. Haupt, Rücken, Flügel und Schwanz sind blau gefärbt. Die Unterseite ist weiß mit einem blauen Brustband. Seine Schultern sind schwarz. Zwei Zehen sind teilweise verwachsen. Die Oberseite des Schnabels ist rot, die Unterseite schwarz und aufwärts gekrümmt. Männchen und Weibchen sind im Aussehen ähnlich. Jungtiere haben etwas gedecktere Farben als ausgewachsene Tiere.

Der Ruf ist eine absteigende und leiser werdende Folge von sieben bis zehn klagende Töne.

Vorkommen Der Zügelliest ist im tropischen West- und Zentralafrika weit verbreitet. Er lebt in Wäldern, die an offene Landschaften grenzen, auch in Sekundärwäldern und Mangrovensümpfen.

Nahrung Zur typischen Nahrung des Zügelliests gehören Insekten, Gliederfüßer, Fische und Frösche. Gelegentlich frisst er aber auch die Früchte der Ölpalme.

Fortpflanzung Zügellieste brüten meist in Höhlen innerhalb von Termitenhügeln und legen typischerweise zwei Eier.

Unterarten Es sind vier Unterarten bekannt:IOC World Bird List Rollers, ground rollers, kingfishers Halcyon malimbica torquata , 1837William Swainson (1837), S. 99. kommt vom Senegal und Gambia bis Guinea-Bissau und das westliche Mali vor. Halcyon malimbica forbesi , 1892Richard Bowdler Sharpe (1892), S. 247, Tafel 6 Abbildung 2. ist von Sierra Leone bis ins westliche Kamerun und auf Bioko verbreitet. Halcyon malimbica dryas , 1854Gustav Hartlaub (1854), S. 2. kommt auf Príncipe vor. Halcyon malimbica malimbica (, 1812)George Shaw (1812), S. 66. ist von Kamerun bis Uganda und Sambia verbreitet.

Halcyon malimbicus prenticei , 1915Edgar Alexander Mearns (1915), S. 392. wird heute als Synonym zur Nominatform, Halcyon fortis 1893Anton Reichenow (1893), S. 202. als Synonym zu H. m. torquata und Halcyon torquata pontyi 1923Pierre Louis Charles Millet-Horsin (1923), S. 64. als Synonym zu H. m. forbesi betrachtet.

Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Zügelliest erfolgte 1812 durch George Shaw unter dem wissenschaftlichen Namen Alcedo malimbica. 1821 führte William Swainson die neue Gattung Halcyon für den Senegalliest (Halcyon senegalensis (, 1766)) ein.William Swainson (1821), Tafel 27 und Text. Dieses Wort erschließt sich aus der griechischen Mythologie von »alkyōn, alkyonos « für Alkyone, die sich in einen Eisvogel verwandelte.Halcyon in: The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname malimbica bezieht sich auf »Malimbe«, die heutige Provinz Cabinda.malimbica in: The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Beim Typusexemplar bezog sich Shaw auf Le Martin-pêcheur de Malimbe beschrieben von Charles-Nicolas-Sigisbert Sonnini de Manoncourt. Torquata leitet sich vom lateinischen torquatus, torques, torquere für mit Kragen, Kragen, verdrehen ab.torquata in: The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Auch leitet sich dryas von Dryade, einer Baumnymphe aus der griechischen Mythologie ab.dryas in: The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Das lateinische Wort fortis bedeutet robust, stark.fortis in: The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Schließlich ehrt forbesi William Alexander Forbes, prenticei den Geistlichen Arthur Prentice (1872–1964) und pontyi den französischen Kolonialbeamten William Ponty.

Literatur Colin Harrison & Alan Greensmith: Vögel. DK Naturbibliothek, ISBN 3-8310-0785-3.

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Einzelnachweise

Zugelliest