Wu Jianquan (, * 1870 Kaiserreich China; † 1942, China) ist der Begründer des Wu-Stils des Taijiquan (Tai-Chi).

Leben Er erlernte bereits in jungen Jahren die Kampfkunst von seinem Vater Wu Quanyou, einem Schüler von Yang Luchan. Im Jahr 1911 folgte Wu Jianquan dem Ruf des Beamten Xu Yusheng, um an der „Forschungsgesellschaft für Leibeserziehung“ in Beijing Taijiquan zu unterrichten. Dadurch wurde die Kampfkunst erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Seine Tochter Wu Yinghua (1907–1996), seine Söhne Wu Gongyi (1898–1970) und Wu Gongzao (1902–1983) sowie seine Schüler Ma Yueliang, Wu Tunan und Cheng Wing Kwong wurden ebenfalls bekannte Tai-Chi-Meister.

1928 zog Wu Jianquan nach Schanghai um und gründete dort 1935 die „Jianquan Taijiquan Association“, die heute von seinen Enkeln Ma Hailong (Präsident) und Ma Jianglin (Cheftrainer) geleitet wird. Sein dritter Enkel, Ma Jiangbao († 2016), lebte und unterrichtete in Europa.

Um das Taijiquan auch für ältere, nicht so gut trainierte Menschen erlernbar zu machen, entwickelte Wu Jianquan, ebenso wie Mitglieder anderer Taijiquan-Familien, eine langsame Soloform.

Literatur M. Bödicker, A. Sievers: China im Wandel. Die Zeit der großen Tai Chi-Meister 1897–1937. mach:art-Verlag, Ratingen 1998, ISBN 3-932330-11-0. M. Bödicker, Xu Yusheng: Zur Theorie des Tai Chi Chuan. Von Xu Yusheng (1921). (übersetzt von M. Bödicker) CreateSpace Independent Publishing Platform, 2016, ISBN 978-1-5236-2828-5. Ma Yueh-liang, Zee Wen: Wu-Style Taichichuan Tuishou. Shanghai Book Company, Hongkong 1986, ISBN 962-239-100-1 (englisch).

Weblinks Forum für Wu Tai Chi Chuan – Offizielle deutsche Website

Fußnoten „Peking Forschungsgesellschaft für Leibeserziehung“ (). Ma Yueliang (, 1901–1998) war der Ehemann von Wu Yinghua (, 1907–1996) und Schüler bzw. Schwiegersohn von Wu Jianquan. „Jianquan Taijiquan Association“ ().

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