Der Hammerkieferfisch (Omosudis lowii (Gr.: „omo“ = Schulter; Lat.: „sudis“ = ein Fisch (Hecht, Lachs))) lebt im Atlantik und im Indischen Ozean in Tiefen bis zu 4000 Meter (meist zwischen 100 und 1000 m). Die Fische unternehmen Vertikalwanderungen, halten sich tagsüber in großen Tiefen auf und wandern mit Einbruch der Dämmerung zur Oberfläche.
Merkmale Hammerkieferfische werden 20 bis 23 Zentimeter lang, sind auf dem Rücken bräunlich und an den Seiten silbrig schillernd. Das schwarze Peritoneum ist sichtbar. Sie haben einen relativ großen Kopf und ein tief gespaltenes Maul mit großen Fangzähnen. Zwei besonders große sitzen im Unterkiefer. Sie besitzen keine Schuppen, keine Schwimmblase, keine Sinnesporen und keine Leuchtorgane. Die Fische haben 39 bis 41 Wirbel.
Flossenformel: Dorsale 9–12, Anale 14–16, Pectorale 14–16.
Systematik Der wurde 1887 durch den deutschen Zoologen Albert Günther erstmals wissenschaftlich beschrieben. 1911 führte der britische Zoologe Charles Tate Regan die Familie Omosudidae ein, die bis heute monotypisch geblieben ist. Der amerikanische Ichthyologe Joseph S. Nelson ordnete die Art als Schwestergruppe von Alepisaurus den Alepisauridae zu. Inzwischen hat sich jedoch die Zuordnung in die eigenständige Familie Omosudidae durchgesetzt. Die Omosudidae sind die Schwestergruppe einer von den Alepisauridae, Barrakudinas (Paralepididae), Lestidiidae und Notosudidae gebildeten Klade.
Einzelnachweise Albert Günther: Report on the Deep-Sea Fishes collected by H.M.S. Challenger during the years 1873–1876. 1887 Joseph S. Nelson: Fishes of the World, John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7. S. 221. Joseph S. Nelson, Terry C. Grande, Mark V. H. Wilson: Fishes of the World. Wiley, Hoboken, New Jersey, 2016, ISBN 978-1-118-34233-6. S. 276. C.T. Regan (1911): The anatomy and classification of the teleostean fishes of the order Iniomi. Annals and Magazine of Natural History, Series 8, 7 (37), 120–133 Shih-Yu Wang, Hsin Lee, Barry C Russell, Wei-Jen Chen: Beyond the sandy bottom: evolutionary and taxonomic insights into lizardfishes (Teleostei: Aulopiformes). PeerJ, März 2026, doi: 10.7717/peerj.20735
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