mini|hochkant=1.3|Heinrichhof Der Heinrichhof war eine Zinshausgruppe am Opernring 1–5 im 1. Bezirk der österreichischen Hauptstadt Wien. Er wurde in den Jahren 1861–1863 durch den Industriellen Heinrich Drasche von dem Architekten Theophil Hansen im Neorenaissancestil errichtet und galt als „das schönste Zinshaus der Welt“. Im Jahr 1954 abgerissen, steht heute an dieser Stelle der Opernringhof.
Geschichte Der Heinrichhof, fälschlich Heinrichshof, lag gegenüber dem k. k. Hofoperntheater zwischen dem Opernring, der Kärntner Straße, der Elisabethstraße und der Operngasse. Er wurde im Auftrag des Industriellen Heinrich Drasche in den Jahren 1861–1863 nach Entwurf des Architekten Theophil Hansen im Neorenaissancestil erbaut. Im Erdgeschoß befanden sich das Café Heinrichhof und Geschäfte, in den fünf Obergeschoßen Wohnungen und Büros.Kieslinger, S. 416–417
Laut Wilhelm Doderer galt der Heinrichhof als „das schönste Zinshaus der Welt“. Beim alliierten Bombenangriff am 12. März 1945 wurden etwa 30 Prozent des Gebäudes beschädigt. Nach unterlassener Instandsetzung in den folgenden Jahren wurde es 1954 abgerissen. Heute befindet sich an dieser Stelle der 1956 von Carl Appel, Georg Lippert und Alfred Obiditsch erbaute Opernringhof.Klein/Kupf/Schediwy, S. 114–118
Beschreibung In einer zeitgenössischen Beschreibung hieß es:
Literatur
Alois Kieslinger: Die Steine der Wiener Ringstraße. Ihre technische und künstlerische Bedeutung. In: Renate Wagner-Rieger (Hrsg.): Die Wiener Ringstraße – Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. Band 4. Steiner, Wiesbaden 1972. Dieter Klein, Martin Kupf, Robert Schediwy: Stadtbildverluste Wien. Ein Rückblick auf fünf Jahrzehnte. LIT, Wien 2005, ISBN 3-8258-7754-X. Ulla Remmer: Das Verlorene Vis-à-Vis am Opernring. Eine Gesellschaftsgeschichte des Heinrichshofs in Wien. Mandelbaum, Wien 2025, ISBN 978-3-99136-094-0.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Wien Kategorie:Innere Stadt (Wien) Kategorie:Theophil von Hansen