René Tretschok (* 23. Dezember 1968 in Wolfen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und jetziger Fußballtrainer. Mit Borussia Dortmund wurde er zweimal Deutscher Meister und gewann 1997 die Champions League.
Karriere Tretschok stieß 1986 zur ersten Mannschaft des Halleschen FC Chemie, wo er zusammen mit Dariusz Wosz zum Publikumsliebling avancierte und in seiner ersten Saison in die DDR-Oberliga aufstieg. In der Saison 1990/91 qualifizierte sich Tretschok mit dem Halleschen FC für die 2. Bundesliga und den UEFA-Pokal 1991/92.
1992 kam er zu Borussia Dortmund und spielte dort bis 1997. Lediglich in der Saison 1993/94 wurde er an Tennis Borussia Berlin ausgeliehen. Mit Borussia Dortmund erlebte er seine erfolgreichste Zeit. Mit dem Gewinn der Champions League verabschiedete er sich 1997 zum 1. FC Köln, den er nach dem Abstieg 1998 wieder verließ. Bei Hertha BSC wurde er auf Anhieb zur Stammkraft und war lange Zeit Leistungsträger der Berliner. Ab 2003 spielte er in der Zweiten Mannschaft des Vereins.
Im Januar 2005 wechselte er zum SV Babelsberg 03. Dort beendete er im Sommer 2007 seine Karriere und war bis Oktober 2007 als Co-Trainer aktiv. In der Saison 2008/09 war René Tretschok als sportlicher Leiter beim Oberliga-Aufsteiger FC Grün-Weiß Wolfen tätig. Im Oktober 2008 gab er im Ligaspiel der Grün-Weißen gegen den SSV Markranstädt sein Comeback als Spieler.Comeback verfehlt seine Wirkung In: Mitteldeutsche Zeitung vom 26. Oktober 2008, abgerufen am 16. August 2021
Seit dem 1. Juli 2009 war Tretschok der Trainer der U-19 Auswahl von Hertha BSC.
Am 14. Februar 2012 übernahm Tretschok interimsweise die Profimannschaft von Hertha BSC und leitete sein erstes Bundesligaspiel als Trainer gegen Borussia Dortmund (0:1). Zwei Tage zuvor war Michael Skibbe nach einer Amtszeit von nur 50 Tagen entlassen worden. Nach der Verpflichtung von Otto Rehhagel als neuen Chef-Trainer wurde er dessen Co-Trainer.
Anschließend arbeitete Tretschok wieder als Trainer von Herthas U-19 Mannschaft. Ende November 2012 trat er aus persönlichen Gründen von seinen Aufgaben zurück.kicker: „Nach Tretschok-Abgang: Schwanke uebernimmt“ Inzwischen ist er stellvertretender Vorstand der Fußballschule Tretschok in Wolfen.
Statistik 1. Bundesliga: 180 Spiele; 23 Tore 61 Spiele; 8 Tore Borussia Dortmund 34 Spiele; 8 Tore 1. FC Köln 85 Spiele; 7 Tore Hertha BSC Champions League: 14 Spiele; 2 Tore 14 Spiele; 2 Tore Borussia Dortmund, darunter das 1:0-Siegtor gegen Manchester United im Halbfinalhinspiel auf dem Weg zum Gewinn der Champions-League 1997 1 Spiel Hertha BSC Champions-League-Qualifikation 2 Spiele Hertha BSC UEFA-Pokal (heute Europa League): 19 Spiele; 1 Tor 2 Spiele Hallescher FC 6 Spiele Borussia Dortmund 11 Spiele; 1 Tor Hertha BSC DFB-Pokal: 21 Spiele; 3 Tore 2 Spiele; 1 Tor Hallescher FC 3 Spiele Tennis Borussia Berlin 9 Spiele; 1 Tor Borussia Dortmund 1 Spiel 1. FC Köln 3 Spiele; Hertha BSC 1 Spiel Hertha BSC Amateure 2 Spiele SV Babelsberg 03 Super-Cup 1 Spiel Borussia Dortmund Liga-Pokal 5 Spiele Hertha BSC UI-Cup 5 Spiele; 1 Tor 1. FC Köln DDR-Oberliga 81 Spiele; 7 Tore HFC Chemie 2. Bundesliga: 56 Spiele; 4 Tore 30 Spiele; 3 Tore Hallescher FC 26 Spiele; 1 Tor Tennis Borussia Berlin DDR-Liga 8 Spiele HFC Chemie Regionalliga Nord 6 Spiele Hertha BSC Amateure Oberliga NOFV-Nord 18 Spiele; 2 Tore SV Babelsberg 03
Erfolge 1987 Aufstieg in die DDR-Oberliga 1993 UEFA-Pokal-Finale 1995 Deutscher Meister 1996 Deutscher Meister 1997 Champions-League-Sieger 1997 Weltpokal-Sieger 2000 Ligapokal-Finale 2001 Ligapokal-Sieger 2002 Ligapokal-Sieger 2006 Landespokal-Sieger Brandenburg 2007 Oberliga-Meister; Landespokal-Sieger Brandenburg
Literatur Hanns Leske: Enzyklopädie des DDR-Fußballs. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-556-3, S. 494. Andreas Baingo, Michael Horn: Die Geschichte der DDR-Oberliga. 2. Auflage. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2004, ISBN 3-89533-428-6, S. 320. DSFS (Hrsg.): DDR-Chronik – DDR-Fußball 1949–1991 (Band 8). Berlin 2011.
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Einzelnachweise
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