mini|Esther Phillips (1966) Esther Mae Jones (* 23. Dezember 1935 in Galveston, Texas; † 7. August 1984 in Los Angeles, Kalifornien), die als Little Esther und Esther Phillips auftrat, war eine US-amerikanische Sängerin, die neben dem Blues auch Jazz, Country, Soul und Disco sang. Sie wurde oft mit Nina Simone verglichen, wohingegen sie Dinah Washington als ihr Vorbild angab. Insgesamt gelangen Phillips über einen Zeitraum von 33 Jahren 19 Hits in den amerikanischen R&B-Charts.Joel Whitburn: Top R&B Singles 1942-1995, 1996, Seite 348, ISBN 0-89820-115-2

Biografie 1949 nahm sie an einem Talentwettbewerb im „Barrelhouse Club“ von Johnny Otis in Los Angeles teil. Otis war so beeindruckt, dass er sie für seine Revue The California Rhythm and Blues Caravan engagierte, wo sie als Little Esther auftrat.

1950 hatte sie mit dem Gesangsquartett „The Robins“ ihren ersten Hit, Double Crossin’ Blues. Noch im gleichen Jahr gelangen ihr eine ganze Reihe von großen R&B-Hits: Mistrustin’ Blues, Misery, Cupid Boogie, Deceivin’ Blues, Wedding Boogie und Far Away Blues (Xmas Blues). 1952 folgte Ring-A-Ding-Doo. Nach ihrem Weggang von Otis ließ der Erfolg nach.

1962 wurde Little Esther von Kenny Rogers wiederentdeckt. Sie trat jetzt unter dem Künstlernamen Esther Phillips auf und hatte mit Release Me einen Top-10-Hit in den Pop- und Nummer-eins-Hit in den R&B-Charts. Die Beatles luden sie nach England ein, wo sie eine eigene TV-Show bekam. Mitte der 1960er Jahre stand sie bei dem Label Atlantic unter Vertrag. Hier gelangen ihr kleinere Erfolge mit And I Love Him (1965) und When a Woman Loves a Man (1966). Zu dieser Zeit kämpfte Phillips bereits mit ihrer Heroinsucht.

1972 erschien das Album From a Whisper to a Scream, das für einen Grammy nominiert wurde. Den Preis erhielt dann Aretha Franklin, die ihn aber – als Geste der Bewunderung – an Phillips weitergab. Zu diesem Zeitpunkt stand sie bei Creed Taylors Kudu unter Vertrag, einem Unterlabel von CTI. 1975 hatte sie hier mit einer Disco-Fassung des Klassikers What a Difference a Day Makes (Original von den Dorsey Brothers, eine sehr bekannte Version stammt von Dinah Washington) einen weiteren, weltweiten Hit. Ende 1976 gelang ihr mit Magic's in the Air/Boy, I Really Tied One on ein weiterer Top-5-Erfolg in den US-Disco-Charts.Joel Whitburn: Hot Dance/Disco 1974-2003, 2004, Seite 202, ISBN 0-89820-156-X. Auch danach nahm sie noch einige Songs in diesem Stil auf, ein größerer Erfolg gelang ihr jedoch nicht mehr.

Phillips starb 1984 an Leber- und Nierenversagen infolge ihrer Heroin- und Alkoholabhängigkeit.

Diskografie

Alben

Weitere Alben 1965: And I Love Him! 1966: Esther Phillips Sings 1966: The Country Side of Esther 1970: Live at Freddie Jett’s Pied Piper 1975: Esther Phillips and Joe Beck 1976: For All We Know 1977: You’ve Come a Long Way, Baby 1978: All About Esther 1979: Here’s Esther, Are You Ready 1981: Good Black Is Hard to Crack 1986: A Way to Say Goodbye

Singles

Weitere Singles 1950: Double Crossing Blues 1950: Mistrusting Blues 1950: Misery 1950: Cupid’s Boogie 1950: Deceivin’ Blues 1950: Wedding Boogie 1950: Far Away Blues (Xmas Blues) 1952: Ring-a-Ding-Doo 1963: Am I That Easy to Forget 1963: If You Want It (I’ve Got It) 1965: Moonglow 1965: Let Me Know When It’s Over 1970: Set Me Free

Literatur Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3., überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 520f – ISBN 0-312-02573-4.

Quellen

Weblinks

The Story of Little Esther von J.C. Marion (engl.) James Head: Phillips, Esther Mae [Little Esther (1935–1984).] Eintrag im Handbook of Texas, 5. Dezember 2006, zuletzt aktualisiert am 11. August 2015.

Kategorie:Blues-Musiker Kategorie:R&B-Sänger Kategorie:Mitglied der Blues Hall of Fame Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1935 Kategorie:Gestorben 1984 Kategorie:Frau