Der Sinfonische Chor Aachen e. V. ist der älteste Konzertchor in Aachen.
Geschichte Er wurde 1820 als Singacademie gegründet. In den Jahren von 1825 bis zum Ende der Niederrheinischen Musikfeste im Jahre 1957 war er der Festchor bei den Aachener Konzerten. Seit dem Jahr 1854 bestreitet er nach Gründung des Aachener Städtischen Orchesters und mit der Einführung der städtischen Sinfoniekonzerte als Städtischer Gesangverein, später Städtischer Chor Aachen von 1820, diese Konzertreihe. Damit stand er immer unter der musikalischen Leitung der Generalmusikdirektoren der Stadt Aachen; darunter weltweit bekannte Dirigenten wie Fritz Busch, Herbert von Karajan und Wolfgang Sawallisch. Nach der Umbenennung des Städtischen Orchesters in Sinfonieorchester Aachen erfolgte auch die Umbenennung des Chores in Sinfonischer Chor Aachen. Das dreibändige Chorarchiv 190 Jahre Singen für Aachen von 1820 bis 2010 ist im Besitz des Stadtarchivs Aachen und dort für die Öffentlichkeit zugänglich.
Repertoire und Besetzung In der Zeit seines Bestehens hat der Chor einen beachtlichen Teil der Chorliteratur im Bereich der Oratorien, Messen und Requien, aber auch im weltlichen Bereich erarbeitet. Das Repertoire reicht vom Barock bis zur Moderne.
Der Chor ist ein gemischter Laienchor mit rund 100 Damen und Herren. Die Einstudierung erfolgt durch den Chordirektor des Aachener Stadttheaters.
Chordirektoren 1928–1933: Peter Hammers 1933–1961: Wilhelm Pitz 1961–1968: Michael Sittard 1968–1971: Hans Martin 1971–1972: Jiri Kubica 1972–1977: Marcel Seminara 1977–1989: Hannsthomas Nowowiejski 1989–1990: kommissarisch: James Alexander, Martin Merry, Karl-Heinz Schneider 1990–1992: Rainer Steubing 1992–1993: Hagen Lewandowski 1993–1995: komm.: Jeremy Hulin 1995–1999: Norbert Hebel 1999–2004: Bernhard Moncado 2004–2004: Andreas Klippert 2004–2010: Frank Flade 2010–2015: Andreas Klippert 2015–2018: Elena Pierini seit 2018: Jori Klomp
Sonstiges Neben seinen primären Aufgaben in den Aachener Konzerten pflegt der Chor überregionale Kontakte. So fanden z. B. Konzerte statt in Zusammenarbeit mit der Lütticher Oper, beim Festival van Vlaanderen in Tongern, beim Eifeler Musikfest in Steinfeld und im Rahmen des Rheinischen Musikfestes des Westdeutschen Rundfunks Köln.
Literatur Johannes Rottmann: 190 Jahre Singen für Aachen. Band 1 Die Chorgeschichte von 1820 bis 2010. Festschrift, Aachen 2010, 359 S. Johannes Rottmann: 190 Jahre Singen für Aachen. Band 2 Das Konzertarchiv von 1820 bis 2010. Festschrift, Aachen 2010, 329 S. Johannes Rottmann: 190 Jahre Singen für Aachen. Band 3 Kurzfassung der Chorgeschichte von 1820 bis 2010. Festschrift, Aachen 2010, 45 S.
Weblinks Homepage des Chores
Kategorie:Gemischter Chor Kategorie:Chor (Aachen) Kategorie:Gegründet 1820 Kategorie:Theater Aachen