Conrad Hoff (* 19. November 1816 in Schwerin; † 18. Februar 1883 in München) war ein deutscher Dekorations-, Genre- und Theatermaler sowie Illustrator.

Leben Hoff war der Sohn eines Lehrers und erlernte zunächst den Beruf eines Tüchners. Er ließ sich kurzzeitig an der Kunstakademie in Dresden zum Maler ausbilden, musste diese jedoch nach kurzer Zeit wieder verlassen, da er weder ein Stipendium oder andere Zuwendungen erhielt. Er unternahm Studienreisen durch Deutschland und nach Venedig in Oberitalien, wo er eine Vielzahl an Skizzen schuf, welche später die Basis seiner Gemälde bildeten. Hoff führte Auftragsarbeiten in Breslau, Krakau, Warschau und Wien aus, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Zudem war er teilweise als Illustrator für Buchverlage tätig. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland ließ er sich 1840 als freischaffender Maler in München nieder. Hoff wurde dort Geselle von Joseph Anton Schwarzmann und arbeitete an den Dekorationsmalereien in der königlichen Residenz und in der Basilika. Dadurch konnte er sich ab dem 21. Dezember 1841 den Besuch der Akademie der Bildenden Künste finanzierenKonrad Hoff. In: Matrikelbuch. Band 2: 1841–1884. Akademie der Bildenden Künste, München (matrikel.adbk.de, daten.digitale-sammlungen.de). und sich unter Franz Heindl dem Studium der Perspektive widmen. Er freundete sich mit Dietrich Langko, Wilhelm Lichtenheld, Hanno Rhomberg und anderen Künstlern an.

Von 1872 bis 1880 war er im Vorstand der dortigen Künstlergenossenschaft und malte überwiegend Architekturbilder und Interieurs, wodurch er sich einen ausgezeichneten Ruf beim Publikum und in der Kunstkritik erwarb. Die Motive für seine Architekturstücke, entnahm er häufig den Bauwerken des Rokoko oder dem Volksleben italienischer Städte. Dabei legte Hoff großen Wert auf die Ausarbeitung der exakten Perspektive.

Hoff fertigte 1866/1867 auch mehrere Entwürfe für die Räumlichkeiten des Königs Ludwig II. in der Münchner Residenz, darunter für ein Audienzzimmer und ein Schlafgemach.

Auszeichnungen (Auswahl) Verdienstkreuz für die Jahre 1870 und 1871 Königlich preußischer Kronenorden III. Klasse 1873: k. k. österreichischer Franz-Joseph-Orden 1874: bayerischer Orden vom Heiligen Michael 1876: Silberner Pokal anlässlich seines sechzigsten Geburtstags Offizierskreuz der französischen Ehrenlegion Ehrenmitglied des Veteranenvereins 1879: den Verdienstorden vom hl. Michael 1. Klasse inklusive Staatspension

Werke (Auswahl) mini|Inneres aus dem Schlosse zu Schleissheim, fürstliches Gemach Abenfrieden 1849: Der bestrafte Katzenfreund oder Der Antiquar und die Katzen (von Arthur von Ramberg als Lithografie für das König-Ludwig-Album ausgeführt). 1850: Dem Einzug von Soldaten zuschauende Familie 1853: Morgen nach dem Bankett (Provinzialmuseum Hannover) 1854: Zimmer aus dem Schlosse Plönitz bei Neustadt 1857: Die Mittagsruhe in einem alten Schlosse 1860: Rokokozimmer 1860: Inneres der Münchener Frauenkirche 1860: Renaissancegemach, mit einer schreibenden Dame staffiert 1861: Sakristei 1861: Zimmer eines Kardinals oder Ein Kardinal in seinem Zimmer (Schwerin) 1862: Treppenhaus im Schloss zu Schleißheim 1864: Partie aus San Zeno in Verona 1864: Santa Maria dei Miracoli in Venedig bei Mondlicht 1865: In der Basilika auf der Insel Torcello bei Venedig 1866: Santa Maria della Salute in Venedig 1867: Scuola San Rocco in Venedig 1867: Schlafgemach im Schloss zu Schleißheim oder Inneres aus dem Schlosse zu Schleissheim, fürstliches Gemach 1871: Der grosse Canal in Venedig 1883: Interieur aus dem Würzburger Schloss (Neue Pinakothek München)

Literatur

Weblinks

Conrad Hoff (deutsch, 1816–1883) artnet.de

Einzelnachweise

Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Offizier) Kategorie:Träger des Franz-Joseph-Ordens Kategorie:Träger des Verdienstordens vom Heiligen Michael Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 3. Klasse Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Maler (Schwerin) Kategorie:Geboren 1816 Kategorie:Gestorben 1883 Kategorie:Mann