mini |Graffito in Posen mit den Hauptfiguren in der Mystery Machine; von links: Velma, Scooby-Doo, Shaggy, Daphne, Fred mini |Chevrolet Van des Modelljahrs 1966 als Mystery Machine |alternativtext=Das Farbfoto zeigt einen Kleintransporter („Van“) in Frontlenker-Bauweise, der in psychedelischen Farben und Mustern im Hippie-Stil lackiert ist. Großflächig dominieren hellblau und hellgrün; Blumenmuster und der Schriftzug „The Mystery Machine“ sind in oranger Farbe aufgebracht. Das Fahrzeug ähnelt sowohl bezüglich der Bauart als auch der Lackierung dem Van der Mystery Inc. aus der ursprünglichen Scooby-Doo-Zeichentrickserie. mini|Scooby-Doos „Ghoster Coaster“ im Vergnügungspark Kings Dominion Scooby-Doo ist eine erfolgreiche US-amerikanische Zeichentrickserie, die von Hanna-Barbera speziell für die „Samstag-Morgen-Zeichentrickfilme“ produziert wurde und dort lange lief. Über die Jahre gab es viele verschiedene Figuren, die sich in Alter und Aussehen unterschieden. Die populärste Besetzung beinhaltet die sprechende Deutsche Dogge Scooby-Doo und vier Detektive jugendlichen Alters: Fred Jones, Daphne Blake, Velma Dinkley und Norville „Shaggy“ Rogers.

Die Mystery Inc., bestehend aus diesen fünf Figuren, fährt mit ihrem Van, der Mystery Machine, um die ganze Welt. Ihre Aufgaben bestehen darin, rätselhafte Geschehnisse aufzulösen, und so werden sie oft Beobachter von Geistererscheinungen und anderen übernatürlichen Phänomenen. Am Ende jeder Episode kommt ans Licht, dass es für diese Phänomene eine rationale Erklärung gibt. Meistens sind dafür Kriminelle oder Typen verantwortlich, die nicht wollen, dass neugierige Leute sich mit ihren Angelegenheiten befassen. Eine Ausnahme stellt die Videofilmreihe dar, in der die Mystery Inc. sich mit wirklichen Monstern und Phänomenen auseinandersetzen muss, wie beispielsweise in Scooby-Doo und die Außerirdischen, wo tatsächlich Außerirdische auftauchen, allerdings als Freunde und nicht als Gegenspieler. Weitere Ausnahmen sind die Direct-To-Video-Filme Scooby-Doo und die Gespensterinsel, Scooby-Doo und das Geheimnis der Hexe, Scooby-Doo und die Cyberjagd, Scooby-Doo und die Boo Brüder, Scooby-Doo und die Geisterschule, Scooby-Doo und der widerspenstige Werwolf und Scooby-Doo und der Kobold-König sowie manche Serienableger wie Die 13 Geister von Scooby Doo.

In den späteren Versionen von Scooby-Doo erscheinen auch andere Figuren, die ebenfalls als Protagonisten fungieren, wie zum Beispiel Scoobys Cousin Scooby-Dum oder sein Neffe Scrappy-Doo.

Die Originalsendung wurde von 1969 bis 1976 auf CBS und später auf ABC ausgestrahlt. Momentan wird Scooby-Doo in den USA und in vielen anderen Ländern auf Cartoon Network oder Boomerang ausgestrahlt.

Im Oktober 2004 erhielt Scooby-Doo den Guinness-Weltrekord für die meisten Episoden einer amerikanischen Zeichentrickserie. Zuvor hielten diesen Rekord Die Simpsons, welche ihn ab 2005 allerdings zurückeroberten.

Im Jahr 2013 erklärte die US-amerikanische Programmzeitschrift TV Guide Scooby Doo zur fünftbesten Zeichentrickserie aller Zeiten.

Am 29. März 2018 sendete The CW Scoobynatural, ein Crossover-Folge von Scooby-Doo und Supernatural. Dieses wurde möglich, da beide Serien von Warner Bros. produziert werden.IMDB.com: ScoobynaturalFilmstarts.de: "ScoobyNatural": Der Trailer zur Crossover-Folge von "Supernatural" und "Scooby-Doo"Variety: How ‘Supernatural’s’ ‘Scooby-Doo’ Crossover Came To Be

Hauptfiguren

Die Hauptfiguren der ursprünglichen Serie sowie der meisten Folgeprodukte sind die vier Jugendlichen und der Hund Scooby-Doo; zudem nimmt die Mystery Machine eine wichtige Rolle ein.

Die vier jungen Leute entsprechen weitgehend bestimmten Stereotypen der US-amerikanischen Populärkultur. So ist Fred ein athletisch gebauter, blonder Schönling, adrett gekleidet – meist mit blauem Hemd und blauer Hose, weißem Pullover und rotem Halstuch –, der überdies als eine Art Anführer der Gruppe agiert. Ihm gehört die Mystery Machine, an der er sehr hängt. Sein weibliches Pendant ist die rothaarige Daphne, ein Mädchen, das wie Fred als Junge dem Schönheitsideal der amerikanischen Mainstream-Kultur in der Entstehungszeit der Serie entspricht: lange, glatte Haare, schlanke Figur, stets modische und gepflegte Erscheinung. Velma hingegen ist der Prototyp des weiblichen „Nerds“: eine unscheinbare „graue Maus“ mit Brille, ohne die sie so gut wie blind ist, und stets mit einem dicken Rollkragenpullover bekleidet. Hochintelligent und technisch-wissenschaftlich versiert ist meist sie es, die die geheimnisvollen Vorkommnisse aufklärt.

Eine besondere Rolle nehmen schließlich der Titelheld Scooby-Doo und sein bester Freund Shaggy ein. Bei beiden handelt es sich um typische Antihelden, die im Gegensatz zu den drei anderen Mitgliedern der Gruppe äußerst furchtsam sind und zudem eine eher unterdurchschnittliche Intelligenz aufweisen. Ihre einzige echte Qualität ist die unverbrüchliche gegenseitige Freundschaft. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist das Vertilgen riesiger Mengen von Junkfood aller Art, wobei einer fiktiven Art Kekse namens Scooby Snacks besondere Bedeutung beikommt. Trotz der Ernährung sind beide nicht übergewichtig; der stets mit grünem Schlabber-T-Shirt und Schlaghosen bekleidete Shaggy ist vielmehr groß, sehr schlank und schlaksig. Sie müssen oft als Lockvögel bei der Monsterjagd herhalten, wozu die anderen Gruppenmitglieder sie nicht selten mit dem Versprechen bewegen, sie mit Scooby Snacks zu belohnen.

Die Mystery Machine ist ein Kleintransporter in Frontlenker-Bauweise, der in bunten Farben (grün, blau, orange) und psychedelisch anmutenden Mustern in Hippie-Manier lackiert ist. Die Erscheinung des Fahrzeugs steht damit in gewissem Widerspruch zu derjenigen seines Besitzers Fred, die vollständig der eher konservativen Mainstream-Kultur der ausgehenden 1960er Jahre entspricht.

Geschichte Die Anfänge 1968 wurde ein zu hohes Maß an Gewalt in den Saturday morning cartoons kritisiert. Die meisten dieser Serien waren Action-Filme wie Spider-Man, Space Ghost oder Speed Racer; viele davon wurden auf Grund dieser Proteste gegen Ende der 1960er Jahre aus dem Programm genommen. CBS-Vorstandsmitglied Fred Silverman, der sich speziell mit dem Kinderprogramm beschäftigte, war nun auf der Suche nach einer geeigneten Sendung, um sein Line-up für den Samstagmorgen wieder aufleben zu lassen und gleichzeitig die öffentliche Meinung zu besänftigen. Das Ergebnis war Die Archie Show, eine Serie über die Helden der Archie Comics. Neben der Zeichentrickserie war auch die Musik der Archies sehr erfolgreich, das Lied Sugar Sugar kam 1969 auf den Markt und konnte sich über längere Zeit auf Platz 1 in den US-amerikanischen und europäischen Charts halten. Silverman vereinbarte anschließend mit den Produzenten William Hanna und Joseph Barbera die Produktion einer weiteren Zeichentrickserie über eine Teenager-Rockband, die zwischen ihren Auftritten Rätsel und Geheimnisse lösen sollte.

Hanna und Barbera leiteten diesen Vorschlag an ihre Storyschreiber Joe Ruby und Ken Spears (1938–2020) sowie den Figurendesigner Iwao Takamoto weiter. Das Originalkonzept der Sendung trug den Titel Mysteries Five und beinhaltete die fünf Jugendlichen Geoff, Mike, Kelly, Linda und Lindas Bruder W.W. sowie ihren Hund Too Much. Sie alle waren Mitglieder der Band The Mysteries Five – auch der Hund, der Bongos spielte. In ihrer Freizeit löste die Gruppe Rätsel mit Geistern, Untoten und anderen übernatürlichen Kreaturen. Ruby und Spears wurden sich nicht darüber einig, ob der Hund nun eine große tollpatschige Deutsche Dogge oder ein zotteliger Schäferhund werden sollte. Joseph Barbera entschied sich letztlich für die Dogge.

Takamoto traf sich mit einer Züchterin Deutscher Doggen, um mehr über den Charakter dieser Hunde zu erfahren. Beim Zeichnen der Figur Too Much brach er jede Regel, er gab dem Hund schwarze Punkte, die normalerweise keine Dogge besitzt, gebogene Beine, ein Doppelkinn und weitere Eigenheiten.

Kurz vor der Veröffentlichung der neuen Serie begann Silverman einige Dinge zu ändern. Geoff und Mike wurden zu einer Person Ronnie (später umbenannt in Fred), Kelly wurde zu Daphney (später Daphne), Linda zu Velma, und Shaggy (früher W.W.) war nicht mehr ihr Bruder. Silverman war auch nicht sehr glücklich mit dem Namen Mysteries Five und änderte ihn kurzerhand in Who’s S-S-Scared?. Der CBS-Vorstand empfand die bis dahin animierten Sequenzen aber noch als zu beängstigend für ein junges Publikum und entschied sich, die Serie nicht zu veröffentlichen.

Da Silverman die Serie aber im Block der kommenden „Saturday morning cartoons“ haben wollte, begab er sich zu Ruby und Spears, die dabei waren, die Sendung lustiger und weniger erschreckend zu gestalten. Auch das Rockband-Element wurde aufgegeben, und man versuchte die Aufmerksamkeit mehr auf Shaggy und Too Much zu legen. Des Weiteren entschied man sich dazu, den Hund in Scooby-Doo umzubenennen und in weiterer Folge die ganze Sendung Scooby Doo, Where are You! zu nennen. CBS war einverstanden damit, die Serie den Zuschauern zu präsentieren.

Scooby-Doo im Fernsehen CBS-Jahre (1969–1975) Am 13. September 1969 ging Scooby Doo, Where are You! (Scooby Doo, wo bist du!) mit der ersten Folge What a Night for a Knight (Spuk im Museum) bei CBS auf Sendung. Im Jahr 1969 wurden siebzehn Episoden von Scooby-Doo produziert.

Die Serie war ein Erfolg für CBS, und so erneuerte man die Sendung für eine zweite Staffel etwas und setzte nun mehr auf Slapstick-Humor. Die acht Episoden, welche 1970 auf Sendung gingen, beinhalteten bereits die charakteristische Verfolgungsmusik während der hektischeren Szenen.

1972, nach fünfundzwanzig halbstündigen Episoden, wurde das Programm auf eine volle Stunde erweitert und nannte sich nun The New Scooby-Doo Movies. In jeder Episode hatten verschiedene Stars Gastauftritte, unter anderem die Harlem Globetrotters, The Three Stooges, Batman und Robin oder Laurel und Hardy. Diese halfen der Gruppe die merkwürdigen Geschehnisse aufzulösen. Nach zwei Staffeln mit insgesamt vierundzwanzig Folgen (1972 bis 1974) wiederholte man die Originalsendung, bis Scooby-Doo zum Network ABC wechselte.

Scooby-Klone Auf Grund des Erfolges beschloss Hanna-Barbera weitere Sendungen zu produzieren, die dem Konzept von Scooby-Doo ähneln sollten. So entstanden 1970 Josie und die Pussycats, 1972 The Flintstone Comedy Hour („Die Feuerstein-Comedy-Show“) und 1971 The Funky Phantom.

Weitere Sendungen über junge Leute, die ungewöhnliche Fälle lösen, meistens unter Mithilfe eines Haustieres, waren u. a.: 1972: The Amazing Chan and the Chan Clan 1973: Goober and the Ghost Chasers, Butch Cassidy and the Sundance Kids, Inch High, Private Eye 1976: Clue Club, Jabberjaw 1977: Captain Caveman and the Teen Angels 1978: Buford and the Galloping Ghost

Als Joe Ruby und Ken Spears im Jahr 1977 Hanna-Barbera verließen und Ruby-Spears Productions gründeten, war ihre erste Zeichentrickproduktion ein weiterer Scooby-Klon namens Fangface.

Während der 1970er Jahre konnten sich diese Nachahmungen sehr gut neben dem Original Scooby-Doo im Morgenprogramm halten. Alle vor 1975 produzierten Serien wurden auf CBS ausgestrahlt. Als Silverman jedoch zu ABC wechselte, nahm er die Mystery-Serien inklusive Scooby-Doo mit.

ABC-Jahre (1976–1991) Auf ABC wurde die Sendung fast jedes Jahr etwas verändert. Zwischen 1976 und 1977 verband man Scooby-Doo mit der neuen Hanna-Barbera-Show Dynomutt, Dog Wonder, um die „Scooby-Doo/Dynomutt-Stunde“ zu schaffen. Später kamen weitere Serien hinzu und aus einer Stunde wurden mehrere. Scooby’s All-Star Laff-a-Lympics von 1977/1978, Scooby’s All-Stars von 1978/1979.

Neue Episoden im Format der Original-Scooby-Doo, Where Are You?-Show wurden produziert, und Scooby-Doo bekam Gesellschaft von seinem etwas dümmlichen Cousin Scooby-Dum. Nach drei Staffeln wurde die Sendung in The Scooby-Doo Show („Die Scooby-Doo-Show“) umbenannt und weiter ausgestrahlt.