Der Goldhähnchen-Waldsänger (Basileuterus culicivorus) ist ein Vogel aus der Familie der Waldsänger (Parulidae).

Merkmale Er erreicht eine Körperlänge von 12,5 bis 12,7 Zentimetern und ein Gewicht von zehn Gramm. Das Federkleid ist auf der Oberseite braun über hellbraun bis graugrün; auf der Unterseite hellgrau über hellbraun bis hellgelb. Die Weibchen sind matter gefärbt als die Männchen. Charakteristisch ist der schwarzgesäumte, gelbe bis orangebraune Scheitelstreifen.

Vorkommen mini|links|Verbreitungsgebiet des Goldhähnchen-Waldsängers Das große Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mexiko bis in den Norden von Argentinien und Uruguay in Mittel- und Südamerika. Auch auf Trinidad gibt es Populationen. Zum Brüten zieht der Goldhähnchen-Waldsänger vorwiegend in die Gebiete nach Mexiko und Mittelamerika.

Hauptsächlich bewohnt der Goldhähnchen-Waldsänger die Tieflandwälder. Weitere Lebensräume befinden sich in Plantagen, in der Buschvegetation oder in den Regenwäldern. Das Weibchen erbaut ein gewölbtes überdachtes Nest am Boden und legt zwei bis vier weiße Eier, die in einem Zeitraum von 14 bis 17 Tagen ausgebrütet werden.

Verhalten Goldhähnchen-Waldsänger streifen einzeln oder in Paare in den unteren Regionen der dichten Vegetation auf der Nahrungssuche umher. Zu den Beutetieren zählen Raupen, Spinnen, Insekten und weitere Wirbellose, die im Blattwerk von Bäumen und Sträucher aufgestöbert oder im Flug erbeutet werden.

Unterarten Es sind folgende Unterarten bekannt:IOC World bird list New World warblers, mitrospingid tanagers Basileuterus culicivorus flavescens , 1902Robert Ridgway (1902), S. 755 kommt im westlichen zentralen Mexiko vor. Basileuterus culicivorus brasierii (, 1841)Jacob Post Giraud Jr (1841), S. 25, Tafel 6 Abbildung 2. ist im nordöstlichen und östlich zentralen Mexiko verbreitet. Basileuterus culicivorus culicivorus (, 1830)Wilhelm Deppe (1830), Nummer 78 kommt vom südlichen zentralen Mexiko bis ins nördliche Costa Rica vor. Basileuterus culicivorus godmani , 1888Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch (1888), S. 450 ist vom zentralen Costa Rica bis ins westliche Panama verbreitet. Basileuterus culicivorus occultus , 1949John Todd Zimmer (1949), S. 41 kommt im westlichen Kolumbien vor. Basileuterus culicivorus austerus , 1949 ist in Zentralkolumbien verbreitet. Basileuterus culicivorus indignus , 1916Walter Edmond Clyde Todd (1916), S. 95 kommt im nördlichen Kolumbien vor. Basileuterus culicivorus cabanisi , 1879Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch (1879), S. 63 ist vom nordöstlichen Kolumbien bis ins nordwestliche Venezuela verbreitet. Basileuterus culicivorus olivascens , 1893Frank Michler Chapman (1893), S. 343 kommt im nördlichen und nordöstlichen Venezuela und auf Trinidad vor. Basileuterus culicivorus segrex & , 1949John Todd Zimmer u. a. (1949), S. 1 ist im südlichen Venezuela, dem westlichen Guyana und dem nördlichen Brasilien verbreitet. Basileuterus culicivorus auricapilla (, 1838)William Swainson (1913), S. 293 kommt im zentralen und östlichen Brasilien vor. Basileuterus culicivorus azarae , 1949John Todd Zimmer (1949), S. 44 ist im südöstlichen und südlichen Brasilien, in Paraguay, in Uruguay und dem nördlichen Argentinien verbreitet. Basileuterus culicivorus viridescens , 1913Walter Edmond Clyde Todd (1913), S. 170 kommt im östlichen Bolivien vor. der Weißbauch-Waldsänger (Basileuterus culicivorus hypoleucus) , 1850Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte (1850), S. 313 ist im südwestlichen Brasilien und dem nordöstlichen Paraguay verbreitet.

Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Goldhähnchen-Waldsängers erfolgte 1850 durch Wilhelm Deppe unter dem wissenschaftlichen Namen Setophaga auricapilla. Als Verbreitungsgebiet gab er Mexiko an. Oft wird Ferdinand Deppe, der Bruder des Autors, oder Martin Hinrich Lichtenstein fälschlicherweise als Erstautor in der Literatur genannt. In ihrem Artikel erläutern Burt Leavelle Monroe, Jr. und Marvin Ralph Browning, warum Wilhelm Deppe nach den Internationalen Regeln für die Zoologische Nomenklatur als Erstautor gilt.Burt Leavelle Monroe, Jr. u.a, S. 388. Sie beziehen sich in ihrer Analyse auf einen Artikel von Erwin Stresemann, der bereits 1954 darauf hinwies, dass der Fehler wohl auf einen verwirrenden Nachdruck im Journal für Ornithologie aus dem Jahre 1863 zurückzuführen ist.Erwin Stresemann, S. 88. Bereits 1848 hatte Jean Louis Cabanis die für die Wissenschaft neue Gattung Basileuterus eingeführt.Jean Louis Cabanis (1850), S. 666 Dieser Begriff leitet sich von für König ab. Der Artname bildet sich aus und .culicivorus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Godmani ist Frederick DuCane Godman gewidmet, cabanisi Jean Louis Cabanis, brasierii Philip Marston Brasher (1813–1879) und azarae Félix de Azara. Viridescens hat seinen Ursprung in viridescens The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, olivascens in olivascens The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, austerus in , bzw. austerus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, occultus in occultus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, flavescens in flavescens The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling und segrex in segrex The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling. Schließlich sind indignus Wortgebilde aus und indignus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling und auricapilla aus und .auricapilla The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Hypoleucus ist ein Wortgebilde aus für darunter, unten und für weiß.hypoleucus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Diese Unterart wurde lange als Weißbauch-Waldsänger betrachtet. So berichtete Alfred Laubmann von gesammelten Exemplaren während der „3. Gran-Chaco-Expedition“ durch Hans Krieg (1888–1970) im Gran Chaco und Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) im Bergland des Río Apa sowie von einem von Alexander Wetmore beschrieben Exemplar vom Puerto Pinasco.Alexander Wetmore (1850), S. 368Alfred Laubmann (1940), S. 210–211 Untersuchungen von Sibelle Torres Vilaça und Fabrício Rodrigues Santos zeigen auf, dass der Weißbauch-Waldsänger eine Unterart des Goldhähnchen-Waldsängers (Basileuterus culicivorus hypoleucus) ist.Sibelle Torres Vilaça u. a. (2010), S. 585–597 Für die Nominatform erwähnte Laubmann auch ein Sammelobjekt von Adolf Neunteufel (1909–1979). B. c. viridescens betrachtete Laubmann als fragwürdig.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Waldsänger