Der Lessing-Preis des Freistaates Sachsen wurde 1993 von der Regierung des Freistaates Sachsen gestiftet und wird alle zwei Jahre verliehen. Er besteht aus einem Hauptpreis, der herausragende Leistungen im Geiste Lessings, vornehmlich auf dem Gebiet der Literatur, der Literaturkritik und des Theaters (Satzung) würdigen soll; er ist mit 20.000 Euro dotiert. Zusätzlich wurden bis 2019 zwei Förderpreise zum Lessing-Preis verliehen, die vielversprechende Anfänge auf diesen Gebieten öffentlich anerkennen und fördern wollten; diese waren mit jeweils 5500 Euro dotiert. Seit 2021 werden bis zu drei, mit insgesamt 15.000 Euro dotierte, Förderpreise vergeben.2021 drei statt zwei Förderpreise zum Lessing-Preis, zeit.de, 13. April 2021, abgerufen am 29. August 2021
Die Verleihung durch den Ministerpräsidenten findet in der Regel am 21. Januar, dem Vorabend von Lessings Geburtstag (22. Januar 1729), im Rahmen der vom Lessing-Museum organisierte Lessing-Tage in seiner Geburtsstadt Kamenz statt.
Die Auszeichnung knüpft an die Tradition des Lessing-Preises der DDR an, der von 1955 bis 1989 vom Kulturministerium der DDR vergeben wurde.
Preisträger 2025: Clemens Meyer; Förderpreise: Georg Genoux und Tina Pruschmann 2023: Andreas Reimann; Förderpreise: Heike Geißler und Sarah Lesch 2021: Wilfried Schulz; Förderpreise: Anna Mateur, Jackie Thomae und Jasna Zajček 2019: Marcel Beyer; Förderpreise: Anja Kampmann und Bettina Wilpert 2017: Kurt Drawert; Förderpreise: Thomas Freyer und Anna Kaleri 2015: Carolin Emcke; Förderpreise: Julius Fischer und Wolfram HöllLessing-Preis 2015 geht an Reporterin Carolin Emcke, Kurznachrichten des Deutschlandradio Kultur vom 24. August 2015; Abgerufen am 24. August 2015. 2013: Volker Lösch; Förderpreise: Franziska Gerstenberg und Judith Schalansky 2011: Monika Maron; Förderpreise: Renatus Deckert und Andreas Heidtmann 2009: Kito Lorenc; Förderpreise: Ulrike Almut Sandig und Dirk Laucke 2007: Ruth Klüger; Förderpreise: Volker Sielaff und Clemens Meyer 2005: Armin Petras; Förderpreise: Martina Hefter und Jörg Bernig 2003: Hans Joachim Schädlich; Förderpreise: Anke Stelling zusammen mit Robby Dannenberg und Christian Lehnert 2001: Adolf Dresen; Förderpreise: Barbara Köhler und Oliver Bukowski 1999: Eduard Goldstücker; Förderpreise: Marion Titze und Marcel Beyer 1997: Wolfgang Hilbig; Förderpreise: Kerstin Hensel und Ulrich Zieger 1995: Rolf Hoppe; Förderpreis: Angela Krauß 1993: Hans Sahl; Förderpreis: Lutz Graf
Verwandte Preise Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg Lessing-Preis der DDR Lessing-Preis für Kritik Lessing-Ring zum Kulturpreis der deutschen Freimaurer Bereits anlässlich der 200. Wiederkehr von Lessings Geburtstag am 22. Januar 1929 wurde im Freistaat Sachsen ein Lessing-Preis gestiftet, zeitgleich mit dem Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg. Durch Beschluss des Sächsischen Landtages wurde der Preis 1929 in Höhe von 5000 Mark je zur Hälfte an den Schriftsteller Kurt Arnold Findeisen in Anerkennung seiner literarischen Verdienste, insbesondere um die sächsische Heimat, und an den Schriftsteller Friedrich Schnack in Würdigung seiner Leistungen, namentlich auf dem Gebiete der lyrischen und epischen Dichtung, verliehen. Im Jahr 1932 gingen Staatspreise zu je 500 Mark an Max Barthel, Friedrich Kurt Benndorf, Rudolf Glaser und Franz Kuhn.
Weblinks Statut des Lessing-Preises des Freistaates Sachsen Monika Marons Rede anlässlich der Verleihung des Lessingpreises 2011, Das Licht des Wissens. Was von Lessing und Moses Mendelssohn über den Umgang mit dem Islam zu lernen ist. In: Der Spiegel, 24. Januar 2011.
Belege
Kategorie:Literaturpreis (Sachsen) Kategorie:Lessing-Preis Kategorie:Erstverleihung 1993