In der 2. Bundesliga 2004/05 erreichten der 1. FC Köln, der MSV Duisburg und Eintracht Frankfurt den Aufstieg in die Bundesliga.
Veränderungen zur Vorsaison Aus der Bundesliga kamen der 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt und 1860 München dazu. Während Köln und Frankfurt nach ihrem gemeinsamen Aufstieg ein Jahr zuvor direkt wieder abgestiegen waren, hatten sich die Münchner Löwen genau zehn Spielzeiten in der 1. Liga halten können. Das Trio ersetzte die aufgestiegenen Nürnberg, Bielefeld und Mainz 05.
Aus den Regionalligen stiegen vier Traditionsvereine in die 2. Bundesliga auf. Für Rot-Weiss Essen (zuletzt 1997), Rot-Weiß Erfurt (bisher nur 1991/92) und den 1. FC Saarbrücken (zuletzt 2002) war es jeweils eine Rückkehr. Dynamo Dresden trat hingegen zum ersten Mal in der 2. Bundesliga an. Nach der Wende hatte Dresden zwar vier Jahre in der Bundesliga gespielt, infolge des Abstiegs im Jahr 1995 aber keine Lizenz erhalten und war seitdem dritt- und viertklassig. Nicht mehr dabei waren Lübeck, Regensburg, Union Berlin und Osnabrück.
Saisonverlauf
Aufstieg Köln sicherte sich souverän den Wiederaufstieg. Am 12. Spieltag war man erstmals Tabellenführer und kämpfte in der Endphase mit dem MSV Duisburg um die Zweitliga-Meisterschaft, die man mit einem 4:0 im direkten Duell am letzten Spieltag letztlich auch erringen konnte. Beide Teams standen da bereits als Aufsteiger fest.
Bis zum 27. Spieltag hatte zumeist die SpVgg Greuther Fürth den 3. Aufstiegsplatz inne. Mit vier Niederlagen in den letzten sieben Spielen verlor man allerdings den Anschluss, sodass die Entscheidung zwischen den Bundesliga-Absteigern Eintracht Frankfurt und 1860 München fallen musste. Frankfurt war erst sechs Spieltage vor Schluss erstmals auf einem Aufstiegsplatz gesprungen und sicherte diesen schließlich mit einem 3:0 gegen Wacker Burghausen. 1860 verlor sein letztes Spiel gegen Abstiegskandidat Ahlen mit 3:4.
Abstieg Wie auch schon im ersten Anlauf 1991/92 stieg Erfurt als Tabellenletzter ab. Zwar konnte man in der Hinrunde durchaus mithalten, hatte aber nach 32 Spielen keine Chance mehr auf den Klassenerhalt, genauso wie Rot-Weiß Oberhausen. Auch Rot-Weiss Essen stieg direkt wieder ab, nachdem die Essener die gesamte Saison mit wenigen Ausnahmen auf den Abstiegsrängen verbrachten.
Am 32. Spieltag sah auch LR Ahlen wie ein Absteiger aus. Ein Sieg gegen Mitkonkurrent Essen sorgte aber für Spannung am letzten Spieltag, lag man doch nur noch zwei Punkte hinter einem Nicht-Abstiegsplatz und hatte den Vorteil einer guten Tordifferenz. Vor ihnen lagen Eintracht Trier und der 1. FC Saarbrücken, die jeweils gute Hinserien gespielt, in der Folge aber nachgelassen hatten und nun im direkten Duell aufeinander trafen. Auch Energie Cottbus lag nur drei Punkte vor Ahlen. Der sensationelle 4:3-Sieg der Ahlener beim Aufstiegskandidaten 1860 München brachte die Konkurrenz in Bedrängnis. Cottbus kassierte in der Schlussminute das 2:3 beim Karlsruher SC und wäre bei einem Trier-Sieg abgestiegen. Diese kamen jedoch nicht über ein 1:1 bei Saarbrücken hinaus und mussten aufgrund der knapp schlechteren Tordifferenz den Gang in die Regionalliga antreten.
Statistiken Tabellenführer Tabellenletzter
Abschlusstabelle
(A) Absteiger aus der Bundesliga 2003/04 (N) Aufsteiger aus der Regionalliga 2003/04
Kreuztabelle Pl. Mannschaft 22px|1. FC Köln 22px|MSV Duisburg 20px|TSV 1860 München 22px|SpVgg Greuther Fürth 22px|Alemannia Aachen 22px|FC Erzgebirge Aue 22px|Dynamo Dresden 22px|SV Wacker Burghausen 22px|SpVgg Unterhaching 22px|Karlsruher SC 22px|1. FC Saarbrücken 22px|LR Ahlen 22px|Energie Cottbus 22px|SV Eintracht Trier 22px|Rot-Weiß Oberhausen 25px|Rot-Weiss Essen 20px|Rot-Weiß Erfurt 1. 1. FC Köln 4:0 2:0 2:0 3:2 1:0 1:0 3:2 8:1 1:0 2:2 3:1 3:0 0:0 1:2 3:2 0:0 1:1 2. MSV Duisburg 1:0 1:1 0:1 1:0 1:0 1:1 4:2 4:3 3:1 1:4 2:1 1:0 2:0 4:3 4:1 1:0 4:0 3. Eintracht Frankfurt 1:0 0:1 1:2 1:0 1:0 2:0 2:1 3:0 3:0 2:1 3:0 2:3 3:1 2:0 6:2 1:0 2:1 4. TSV 1860 München 0:0 1:0 2:1 2:1 3:0 1:0 2:0 2:4 2:2 1:1 1:1 3:4 1:0 2:0 5:1 0:0 3:1 5. SpVgg Greuther Fürth 0:1 1:3 2:1 2:3 3:2 1:0 0:1 1:1 3:1 1:0 2:0 1:0 2:0 3:3 3:2 3:2 2:0 6. Alemannia Aachen 2:3 0:0 1:1 5:1 0:1 1:5 5:1 3:1 2:3 4:0 3:1 0:2 4:0 2:0 2:1 1:1 5:1 7. Erzgebirge Aue 1:2 1:3 0:5 3:1 2:1 1:1 4:1 2:0 1:0 1:0 2:0 0:0 2:0 1:2 2:0 1:1 3:2 8. Dynamo Dresden 2:1 3:1 2:1 0:4 2:2 2:0 1:0 1:1 1:0 1:2 2:1 3:1 0:1 4:1 3:1 1:0 2:1 9. Wacker Burghausen 4:2 0:0 0:3 0:3 0:1 2:3 2:2 2:1 2:0 1:1 1:2 1:0 0:0 0:0 2:2 3:2 0:2 10. SpVgg Unterhaching 1:3 0:1 2:0 1:1 1:2 0:2 4:1 1:0 0:1 2:0 1:3 2:1 2:1 1:0 0:2 4:0 4:0 11. Karlsruher SC 0:1 0:3 3:0 1:1 2:2 0:1 0:1 1:1 1:1 1:0 1:1 0:0 3:2 1:0 3:0 4:1 2:0 12. 1. FC Saarbrücken 2:0 4:1 3:0 4:1 2:1 1:2 2:1 0:1 2:4 0:1 3:4 0:0 0:0 1:1 3:0 0:0 0:2 13. LR Ahlen 1:0 2:0 3:2 1:0 2:4 1:1 1:2 2:0 1:3 1:2 2:2 2:3 3:1 2:2 0:1 3:1 2:3 14. Energie Cottbus 3:5 1:0 0:3 1:1 2:0 1:2 1:0 2:1 0:2 0:0 4:1 1:1 0:0 2:1 1:0 0:0 3:0 15. Eintracht Trier 0:0 1:0 2:2 2:2 0:0 0:4 1:0 2:4 0:2 2:0 0:2 2:1 2:0 2:1 2:2 1:1 2:0 16. Rot-Weiß Oberhausen 0:3 0:2 0:3 0:0 1:0 0:0 1:1 2:0 1:2 3:1 1:0 3:0 2:2 0:1 1:1 1:1 4:3 17. Rot-Weiss Essen 2:2 1:0 4:4 0:0 0:2 0:2 1:5 2:1 1:2 0:1 2:1 2:0 1:0 4:2 2:2 2:2 0:0 18. Rot-Weiß Erfurt 0:1 0:0 0:3 0:0 1:2 1:0 0:3 1:1 1:0 0:2 4:2 0:1 1:1 3:3 3:0 1:1 1:1 Die Partie LR Ahlen gegen Wacker Burghausen (9. Spieltag; 1:0) wurde vom DFB-Sportgericht am 15. Februar 2005 annulliert und am 27. April wiederholt (1:3). Grund: Das Spiel wurde von Schiedsrichter Robert Hoyzer geleitet und manipuliert (siehe auch Fußball-Wettskandal 2005).
Die Begegnung FC Rot-Weiß Erfurt – SpVgg Unterhaching (24. Spieltag; 2:0) wurde vom DFB-Sportgericht mit 0:2 gewertet. Grund: Doping des Erfurter Spielers Senad Tiganj.
Statistisches Insgesamt besuchten 4.135.108 Zuschauer die 306 Spiele. Dies entspricht einem Schnitt von 13.513 Zuschauern je Spiel.
Rot-Weiss Essen gelang als einziger Mannschaft kein Auswärtssieg.
Torschützenliste mini|hochkant|Lukas Podolski Bester Torjäger der Saison war Lukas Podolski vom 1. FC Köln mit 24 Toren.
SpielerVereinTore1. Lukas Podolski1. FC Köln242. Abdelaziz AhanfoufMSV Duisburg17 Klemen Lavrič1. FC Dynamo Dresden4. Francisco CopadoSpVgg Unterhaching16 Arie van LentEintracht Frankfurt6. Michal KolomazníkTSV 1860 München15 Stefan ReisingerSV Wacker Burghausen8. Nico PatschinskiSV Eintracht Trier139. Henrich Benčík1. FC Saarbrücken1210. Markus KurthMSV Duisburg11 Kai MichalkeAlemannia Aachen Matthias Scherz1. FC Köln Stanko SvitlicaLR Ahlen
Wissenswertes Allgemein Der Verein mit den meisten Punkten auf heimischem Platz, und zwar 42, war Eintracht Frankfurt.
Verhältnis der Heimsiege zu den Auswärtssiegen Gemäß der obigen Kreuztabelle gab es von den insgesamt 306 Spielen 157 Heimsiege und 78 Auswärtssiege. Das entspricht einem Verhältnis von ungefähr 51,3 zu 25,5 %. Der Rest von 71 der Spiele endete unentschieden (≈ 23,2 %).
Weblinks
#2004/05 Kategorie:Fußballsaison 2004/05