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mini|Gimondi als Sieger der Tour de l’Avenir 1964 Felice Gimondi (* 29. September 1942 in Sedrina, Provinz Bergamo; † 16. August 2019 in Giardini-Naxos) war ein italienischer Radrennfahrer. Er gewann als einer von nur acht Radprofis mit der Tour de France, dem Giro d’Italia und der Vuelta a España alle Grand Tours.

Biografie mini|Ehrenpflasterstein für Gimondi in Roubaix 1964 war er Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele in Tokio. Im olympischen Straßenrennen kam er auf den 33. Platz. Nachdem er als Amateur schon die Tour de l’Avenir gewonnen hatte, konnte der 22-jährige Felice Gimondi 1965 in seinem ersten Profijahr sensationell die Tour de France gewinnen. Nach seinem Sieg dauerte es 33 Jahre, bis mit Marco Pantani wieder ein Italiener die Tour gewann. Zwei Jahre später holte sich Gimondi den ersten von drei Gesamtsiegen beim Giro d’Italia 1967, 1969 und 1976.

Mit dem Sieg bei der Spanienrundfahrt 1968 hatte er innerhalb von drei Jahren die drei bedeutendsten Landesrundfahrten der Welt gewonnen – eine Leistung, die außer ihm nur die beiden Franzosen Jacques Anquetil und Bernard Hinault, der Belgier Eddy Merckx, der Spanier Alberto Contador, der Brite Chris Froome sowie sein Landsmann Vincenzo Nibali erreichten.

Gimondi gewann zahlreiche Klassiker, so 1966 Paris–Roubaix, 1966 und 1973 die Lombardei-Rundfahrt sowie 1974 Mailand–Sanremo. 1973 holte er sich den Titel bei der Straßen-Weltmeisterschaft in Barcelona, nachdem er 1971 schon Zweiter und 1970 Dritter geworden war. Besondere Stärke bewies er im Einzelzeitfahren. So gewann er den Grand Prix Forlì fünfmal, sooft wie kein anderer Fahrer.

Bei der Tour de France 1975 erhielt Gimondi nach einer positiven Doping­probe eine zehnminütige Zeitstrafe.Ralf Meutgens: Doping im Radsport, Bielefeld 2007, S. 257. ISBN 978-3-7688-5245-6

Gimondi konnte im Verlauf seiner Karriere 1972 und 1977 auch das Sechstagerennen von Mailand gewinnen.

1979 beendete Felice Gimondi seine sportliche Laufbahn. In den späten 1980er Jahren arbeitete er als Sportdirektor für das Team Gewiss und war Präsident von Mercatone Uno. Zudem war er für den Fahrradproduzenten Bianchi tätig sowie Mitglied des ProTour Council der UCI.

Am 16. August 2019 erlitt Gimondi während eines Badeurlaubs einen tödlichen Herzstillstand. Die Trauerfeier fand an seinem Wohnort Paladina statt. Nach der Einäscherung auf dem Cimitero monumentale di Bergamo wurde die Urne den Angehörigen übergeben.

Erfolge (Auswahl) 1964 Gesamtwertung und eine Etappe Tour de l’Avenir 1965 Gesamtwertung und drei Etappen Tour de France 1966 Paris–Roubaix Paris–Brüssel eine Etappe Tour de Romandie eine Etappe Giro d’Italia Coppa Agostoni Giro di Lombardia Coppa Placci Corsa Coppi 1967 Gesamtwertung und eine Etappe Giro d’Italia zwei Etappen Tour de France Giro del Lazio Grand Prix des Nations Gran Premio di Lugano 1968 Gesamtwertung und zwei Etappen Vuelta a España eine Etappe Giro d’Italia 20px Italienischer Meister – Straßenrennen Grand Prix des Nations Trofeo Baracchi mit Jacques Anquetil 1969 Gesamtwertung Tour de Romandie Gesamtwertung Giro d’Italia eine Etappe Tour de France 1970 Trofeo Matteotti eine Etappe Tour de Suisse eine Etappe Tirreno–Adriatico 1971 Prolog Tour de Romandie zwei Etappen Giro d’Italia Giro del Piemonte 1972 20px Italienischer Meister – Straßenrennen Gesamtwertung und eine Etappe Katalonien-Rundfahrt Gran Premio di Lugano 1973 zwei Etappen Giro d’Italia Coppa Bernocchi Weltmeister – Straßenrennen Giro del Piemonte Giro di Lombardia Trofeo Baracchi mit Martín Emilio Rodríguez 1974 Mailand–Sanremo Coppa Agostoni 1975 eine Etappe Tour de France 1976 Gesamtwertung und eine Etappe Giro d’Italia Paris–Brüssel

Wichtige Platzierungen

Weblinks

Felice Gimondi auf memoire-du-cyclisme.eu

Einzelnachweise

Kategorie:Radsportler (Italien) Kategorie:Weltmeister (Radsport) Kategorie:Tour-de-France-Sieger Kategorie:Italienischer Meister (Radsport) Kategorie:Olympiateilnehmer (Italien) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1964 Kategorie:Dopingfall im Radsport Kategorie:Doping (Italien) Kategorie:Mitglied der Hall of Fame der UCI Kategorie:Giro-d’Italia-Sieger Kategorie:Vuelta-a-España-Sieger Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1942 Kategorie:Gestorben 2019 Kategorie:Mann