mini|Hadi Teherani (2011) mini|Deichtor-Center in Hamburg, vom Büro BRT entworfen mini|Firmengebäude Tobias Grau in Rellingen Hadi Teherani (; * 2. Februar 1954 in Teheran, Iran) ist ein in Hamburg lebender iranisch-deutscher Architekt und Designer.

Leben Hadi Teh(e)rani studierte von 1977 bis 1984 Architektur an der Technischen Universität Braunschweig. Von 1989 bis 1991 war er an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Stadtbereichsplanung und Werklehre, Prof. Volkwin Marg, tätig. 1991 gründete Teherani zusammen mit Jens Bothe und Kai Richter das Architekturbüro BRT Architekten in Hamburg. 2012 übernahm Teherani die Geschäftsanteile an BRT von Bothe und Richter. Seit 1999 ist er Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.

Wirken mini|Dockland, Hamburg-Altona mini|Kranhäuser, Köln mini|hochkant|Tanzende Türme, Hamburg-St. Pauli mini|Reetdachhaus, Hörnum, Sylt Hadi Teherani arbeitet nicht nur als Architekt, sondern auch im Bereich des Produkt- und Interior-Design. Nicht allein der leere, architektonische Raum ist sein Ziel, sondern der atmosphärisch stimmige, bis in alle Einrichtungsdetails harmonisch gestaltete, sinnlich erlebbare Raum. In Kooperation mit verschiedenen Herstellern realisiert Teherani Einrichtungsgegenstände, Textilbeläge oder Wandoberflächen für seine Gebäude passend zu seiner Architektursprache. Hadi Teherani versucht über das Design zu einer Marke zu werden. Der Katalog des Designers Hadi Teherani reicht vom Bürostuhlprogramm („Silver“/Interstuhl 2004) über weitere Sitzmöbel, Sideboards, ein mobiles Office-Modul, Leuchten, Tür- und Fensterbeschläge, verschiedene Teppich-Kollektionen, Tapeten und Sanitärobjekte bis zur Küche (+ARTESIO/Poggenpohl 2010) und einem Fahrrad (Hadi Teherani e-Bike, 2011).

Der Anspruch, Architektur, Produkt- und Interior-Design abzudecken und zu verbinden, wurde in Kiton-Showrooms (New York, Tokio, Mailand, Rom, London), Messeständen, einem Kundenzentrum und einem Fernsehstudio wie auch für die Zayed University in Abu Dhabi eingelöst. Internationale Auszeichnungen dokumentieren die Gleichrangigkeit von Architektur, Produkt- und Interior-Design.

Der Architekt Volker Halbach war ab 1998 vier Jahre lang als Projektleiter für ihn tätig.

Bauwerke (Auswahl) 1991: Autohaus Car & Driver, Hamburg-Wandsbek 1999: Doppel-X-Hochhaus, Hamburg-Hammerbrookhaditeherani.com Vorzeige-Bürohaus steht seit Monaten leer. In: Die Welt 1999: Frankfurt am Main Flughafen Fernbahnhof 2001: Deutschland-Zentrale der Swiss Re in Unterföhring 2001: Berliner Bogen am Berliner Tor, Hamburg-Hammerbrook 2003: Elbberg Campus, Hamburg-Altona 2004: Hamburger Welle, Hamburg-Hohenfelde 2005: Dockland-Bürogebäude, Hamburg-Altona 2006: Europa Passage, Hamburg-Altstadt 2008: Rathaus Eppendorf, Hamburg-Eppendorf 2008: Wohn- und Geschäftshaus Home4, Hamburg-HafenCity 2008: BMW-Niederlassung, Düsseldorf 2008: Bürogebäude Süd-Carré, Hamburg-Hammerbrook 2009: Erweiterung Gorch-Fock-Schule, Hamburg-Blankenese 2009: Bibliothek Gesamtschule Bergedorf, Hamburg-Bergedorf 2010: Kranhäuser, Köln (Ensemble aus zwei Bürohäusern sowie einem Wohnhaus im Kölner Rheinauhafen, das Hafenkränen nachempfunden ist) 2010: Ludwig-Bölkow-Haus der IHK, Schwerin 2010: Bürogebäude H2Office, Duisburg 2011: Zayed University, Abu Dhabi 2011:Bürokomplex Skygarden Arnulfpark, München 2011: Bürogebäude Rödingsmarkt 16, Hamburg-Altstadt 2012: Tanzende Türme, Hamburg-St. Pauli 2012: Bürogebäude Elbe 36, Hamburg-Altona 2012: Wohngebäude Harvestehuder Weg, Hamburg-Harvestehude 2013: Büro- und Geschäftshaus 88north, München 2017: Revitalisierung Bürohochhaus Three George, Düsseldorf 2017: Bürokomplex Fleet-Office, Hamburg-Hammerbrook 2018: Wohnanlage Arnulfstraße, München 2019: Rundschau-Areal "Flare of Frankfurt", Frankfurt am Main (Ensemble aus Hotel, Wohnen und Gewerbe) 2019: Wohn- und Geschäftshäuser Humboldthafen, Berlin-Mitte 2020: Mercator One am Duisburger Hauptbahnhof 2021: Volksbank-Areal, Freiburg (Ensemble aus Volksbank, Hotel, Büros und Gewerbe) 2023: The Spin, Frankfurt am Main 2023: Reetdachhaus, Hörnum, Sylt 2023: Innovationsbogen, Augsburg 2023: Spa- und Wellnessanlage Krallerhof, Leogang 2023: Hotel- und Wohngebäude Hafenpark-Quartier, Frankfurt am Main 2024: Deutschlandhaus, Hamburg-Neustadt 2024: Wohnhochhaus Strandkai, Hamburg-HafenCity 2025: Bürogebäude The Bow, Freiburg 2026: Wohnhäuser Neckarbogen, Heilbronn 2026: Wohnhäuser Neckarpark, Stuttgart

Auszeichnung 2020 Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (Verdienstkreuz am Bande)

Weblinks

haditeherani.com Hadi Teherani Entwürfe bei Diju-Projekt

Einzelnachweise

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