Georg Kuhn (* 8. Dezember 1848 in Landeshut; † 1929 in Berlin-Charlottenburg) war ein preußischer General der Artillerie. Während des Ersten Weltkriegs nahm er vertretungsweise die Aufgaben des Generalinspekteurs der Fußartillerie wahr.

Leben Georg Kuhn war ein Sohn des Rittergutsbesitzers Friedrich Kuhn. Er besuchte zunächst die Oberrealschule in Landeshut und anschließend das Gymnasium in Hirschberg.

1866 trat er in die Preußische Armee ein. Als Leutnant der 5. Artilleriebrigade nahm er am 18. Januar 1871 an der Kaiserproklamation in Versailles teil. 1879 wurde er Adjutant der 9. Feldartilleriebrigade und 1881 zum Hauptmann befördert. 1889 folgte eine Verwendung als Adjutant beim Generalkommando des V. Armeekorps in Posen.

1897 wurde Kuhn Oberst und Kommandeur des Feldartillerie-Regiments Nr. 6. Von März 1900 bis Oktober 1904 führte er die 7. Feldartillerie-Brigade. Anschließend wurde er Generalleutnant und Inspekteur der 1. Fußartillerie-Inspektion.

Vom 2. August 1914 bis zum 28. Februar 1917 vertrat Kuhn den Generalinspekteur der Fußartillerie in Berlin. Die Behörde war für Personal- und Verwaltungsangelegenheiten sowie die Überwachung der Ausbildung der Fußartillerie zuständig.

Kuhn war seit dem 20. April 1876 mit Luise Johanne Auguste Scherl verheiratet. Nach seiner aktiven Dienstzeit lebte er mit seiner Familie in Berlin-Charlottenburg, wo er 1929 starb.

Quellen

Hella Tegeler: „Kuhn, Georg“. In: Persönlichkeiten – Im Kreis Geborene, Website Kreis Landeshut. Unter Bezugnahme auf Hermann Seeliger: Bedeutende Männer aus dem Landeshuter Kreise, Heimatbuch des Kreises Landeshut, 1929. Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz: Versorgungsakte „Kuhn, Georg, General der Artillerie“, 1918–1920. Signatur: IV. HA, Rep. 7, Nr. 1970.

Einzelnachweise

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