Tanju Girişken (geboren 1989 in İzmir) ist ein türkischer Theaterregisseur, Schauspieler und Autor aus der Türkei. Er arbeitete an Theatern in Deutschland und der Türkei.
Werdegang Girişken studierte Schauspiel an der Universität Istanbul und schloss sein Studium 2012 ab. Von 2020 bis 2023 studierte er den Master Theaterregie an der Theaterakademie August Everding in München unter anderem bei Jan-Christoph Gockel und Sebastian Baumgarten.
Während seines Regiestudiums in München inszenierte Girişken die Stücke „ruhen in resistance“, „antigone“ und „befristet / für immer“ an der Theaterakademie August Everding. befristet / für immer“, ein dokumentarisches Theaterstück, wurde später an den Münchner Kammerspielen aufgeführt und gewann 2023 den Publikumspreis beim Körber Studio Junge Regie in Hamburg.
Im Jahr 2024 inszenierte er Georg Büchners „Leonce und Lena“ am Deutschen Theater Göttingen. Im Jahr 2025 inszenierte er das partizipative Theaterstück „Null Zucker“ am Schauspiel Dortmund. In ihrer Rezension der Inszenierung für „Die Deutsche Bühne“ beschrieb Sarah Heppekausen das Stück als eine Auseinandersetzung mit dem mehrsprachigen Alltag und mit der Sprache als Barriere und Brücke zugleich.
Ebenfalls im Jahr 2025 inszenierte Girişken am Theater Osnabrück eine Bühnenadaption von Emine Sevgi Özdamars Roman „Die Brücke vom Goldenen Horn“, deren Theaterbearbeitung Girişken gemeinsam mit der Dramaturgin Sophie Hein verfasste. A Eine Kritik in der „taz“ beschrieb die Inszenierung als eine Geschichte des Übergangs zwischen zwei Welten und hob deren Fokus auf Identität, transkulturelle Erfahrungen, Sprache und politische Gewalt hervor.
Im Jahr 2026 inszenierte Girişken Felicia Zellers „Der Fiskus“ am Theater Trier. Außerdem inszenierte er Ibrahim Amirs „Das Opferfest“ am Stadttheater Gießen. Sein Stück „Mutter dili – alle Farben meiner Sprachen“ wurde am Nationaltheater Mannheim uraufgeführt. Zudem war er eingeladen 2026 Stefan Wipplingers Stück „Kri“ im Rahmen des Jugendprogramms „jung & jede*r“ der Salzburger Festspiele zu inszenieren.
Produktionen
Inszenierungen
ruhen in resistance. antigone, Bayerische Theaterakademie August Everding, director and writer befristet / für immer, Bayerische Theaterakademie August Everding and Münchner Kammerspiele, Regisseur Leonce und Lena, von Georg Büchner, Deutsches Theater Göttingen, Regisseur, 2024 Null Zucker, Schauspiel Dortmund, Regisseur, 2025 Die Brücke vom Goldenen Horn, after Emine Sevgi Özdamar, Theater Osnabrück, Regisseur, 2025 Wolf, nach Saša Stanišić, Residenztheater München, director Der Fiskus, von Felicia Zeller, Theater Trier, director, 2026 Das Opferfest, von Ibrahim Amir, Stadttheater Gießen, director, 2026 Mutter dili – alle Farben meiner Sprachen, Nationaltheater Mannheim, Autor und Regisseur, 2026 Kri, von Stefan Wipplinger, Salzburg Festival, Regisseur, 2026
Auszeichnungen
2023: Publikumspreis, Körber Studio Junge Regie, für befristet / für immer
Einzelnachweise
Kategorie:Person (Izmir) Kategorie:Türke Kategorie:Geboren 1989 Kategorie:Mann