mini|Kirche Unkersdorf bei Dresden mini|Innenansicht zum Altar mini|Innenansicht zur Orgel mini|Blick zur Orgelempore Die evangelische Kirche Unkersdorf ist eine im Kern romanische Saalkirche im Ortsteil Unkersdorf von Dresden in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde in den linkselbischen Tälern im Kirchenbezirk Freiberg der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Geschichte und Architektur Die Unkersdorfer Kirche entstand im 14. Jahrhundert und war neben Unkersdorf auch für die Nachbarorte Steinbach und Roitzsch zuständig. In den Jahren 1586 und 1613 erfolgte ein Umbau der Kirche durch den Tharandter Baumeister Johann George Lorenz. Durch die Einquartierung preußischer Truppen entstanden Schäden an der Kirche, die 1766 beseitigt wurden. Im Jahr 1896 erhielt die Unkersdorfer Kirche neue Glocken und eine neue Orgel. Seit 1931 ist die Kirche als Filialkirche zu Weistropp gehörig.

Die kleine Saalkirche romanischen Ursprungs hat im Chorbereich noch romanisches Mauerwerk und zeigt Reste mittelalterlicher Wandbemalung. Im Jahr 1697 wurden der Saal erneuert und der Chor umgebaut. Wahrscheinlich 1906 wurde die zweigeschossige Empore abgerissen und eine eingeschossige Empore eingebaut.

Das Bauwerk ist ein Putzbau, dessen Chor mit Dreiachtelschluss und halbhohen Strebepfeilern versehen ist. Ein Satteldach mit achteckigem Dachreiter mit Haube und spitzem Helm erhebt sich über dem Westgiebel. An den Längsseiten sind flachbogige Fenster eingelassen, am Chor Rundbögen.

Im Inneren ist das Bauwerk flachgedeckt, eine einfache Empore umgibt den Raum. An der Chornordseite ist die Sakristei eingebaut, verdeckt durch eine hölzerne Wand mit zwei Durchgängen. Ausstattung Zwischen den Durchgängen der Holzwand befindet sich das Altarbild mit Abendmahlsszene aus der Zeit um 1600. Darüber erhebt sich ein prachtvoller Kanzelaltar in Rokoko-Formen aus dem Jahr 1766. Die Orgel ist ein Werk von Bruno Kircheisen aus dem Jahr 1896 mit 13 Registern auf zwei Manualen und Pedal mit pneumatischer Traktur. Zum Geläut gehört eine Glocke der Gießerei C. Albert Bierling. Literatur Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen I. Regierungsbezirk Dresden. Deutscher Kunstverlag, München 1996, ISBN 3-422-03043-3, S. 837. Weblinks

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