mini|hochkant=1.6|Festungsplan, Bastion Albrecht rot markiert Die Bastion Albrecht, in der Liste der Baudenkmäler in Saarlouis als Bastion 6 „Albrecht“ geführt und in älteren Karten auch als Bastion Vaudrevange bezeichnet, ist ein Teil der von Sébastien Le Prestre de Vauban erbauten Festungsanlage Saarlouis, zu der auch die Vaubaninsel und das Hornwerk gehören. Im Festungsplan ist die Bastion Albrecht rot markiert. Die Nummer 21 bezeichnet die Vaubaninsel. Links der Saar ist das Hornwerk eingetragen. Die Bastion entstand um 1685 und wurde ab 1693 als Pulvermagazin genutzt. Die Planung der Festung als Überschwemmungsfestung begünstigte auch ungewollte Überflutungen wie etwa 1814, 1947 und 1970. Der dann folgende Ausbau der Saar für die Schifffahrt minderte die Gefahr von Überschwemmungen. Die Bebauung der Bastion wurde so übererdet, dass sie vom Feind schlecht einsehbar und auch gegen artilleristische Angriffe geschützt war. 1981 wurde die Festungsmauer von der Firma Gember aus Saarbrücken restauriert. Im am höchsten gelegenen Teil der Bastion befindet sich in einem Gewölbe eine Ausstellung mit Informationstafeln. Stadtführungen nutzen diesen Standort wegen des guten Überblicks über die Vaubaninsel, den Wassergraben und die Schleusenbrücke zum deutschen Tor. Der untere Teil wird als Restaurant bewirtschaftet. mini|Hochwassermarke 1970 an der Bastion Albrecht

Gedenktafel der U.N.A.C.I.T.A. mini|Gedenktafel an der Bastion Albrecht Am 27. Oktober 1981 wurde in Saarlouis eine Gedenktafel an der Bastion Albrecht von Vertretern der Frontkämpfer U.N.A.C.I.T.A. nach einem Feldgottesdienst, der Niederlage von Kränzen und zu Klängen des Trompeters vom 1. französischen Kürassierregiment aus St. Wendel enthüllt. Das Kürassierregiment stellte auch eine Ehrenformation. U.N.A.C.I.T.A. ist Abkürzung für die Vereinigung der Veteranen von Indochina, T.O.E., Nordafrika und O.P.E.X. Die auf der Tafel angegebenen Abkürzungen A.C.I, AFN, TOE stehen für Einsätze im Indochinakrieg, in Nordafrika (Afrique française du Nord) und Auslandseinsätze (Théâtres d'opérations extérieurs). Die Enthüllung der Gedenktafel, der ersten dieser Art, fand im Rahmen des ersten in Deutschland stattfindenden europäischen Frontkämpferkongresses statt. Die mehr als 500 ehemaligen Frontkämpfer setzten sich zusammen aus Vertretern der FEAC (Féderation d'Anciens Combattants - Vereinigung ehemaliger Frontkämpfer) und der U.N.A.C.I.T.A. (französische Frontkämpferorganisation für Indochina- und Nordafrikakriege). Zu den teilnehmenden Honoratioren gehörten der Oberbürgermeister Manfred Henrich und der Ministerpräsident Werner Zeyer. Die Mahnung zum Frieden war das Selbstverständnis des Frontkämpferkongresses, der mit einem großen Zapfenstreich in der Graf-Werder-Kaserne endete.

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