mini|Sara García (1954) Sara García Hidalgo (* 8. September 1895 in Orizaba, Veracruz; † 21. November 1980 in Mexiko-Stadt) war eine mexikanische Schauspielerin, die ihre größten Erfolge während des „Goldenen Zeitalters des mexikanischen Kinos“ hatte. In den 1940er und 1950er Jahren spielte sie in zahlreichen mexikanischen Filmen oft die Rolle einer nüchternen, aber liebenswerten Großmutter. In späteren Jahren spielte sie Rollen in mexikanischen Telenovelas.
García ist unter ihrem Spitznamen La Abuelita de México („Mexikos Großmutter“) in Erinnerung geblieben.
Leben und Karriere 1892–1917: Kindheit Sara Rita de la Luz García wurde am 3. September 1892 in Orizaba, Bundesstaat Veracruz geboren. Ihre Eltern waren Spanier aus der Region Andalusien in Spanien, Isidoro García Ruiz, ein Architekt, und seine Frau Felipa Hidalgo de Ruiz. Anfang des 20. Jahrhunderts erkrankte sie an Typhus und infizierte ihre Mutter, die Monate später starb.
Im Alter von neun Jahren zogen sie und ihr Vater zurück nach Mexiko-Stadt, wo sie durch das Stipendium „lLgar de gracia“ (spanisch für „Ort der Gnade“) in das Colegio de las Vizcaínas (Colegio de San Ignacio de Loyola Vizcaínas) aufgenommen wurde. Kurz nach ihrer Ankunft in der Stadt erlitt ihr Vater einen Schlaganfall und verstarb zu einem unbekannten Zeitpunkt verstarb. Als Waise blieb sie bis zu ihrer Volljährigkeit als Internatsschülerin an der Schule und wurde von den Nonnen der katholischen Kirche Schule betreut. Nach ihrem Schulabschluss wat sie an der Schule kurz als Zeichenlehrerin angesellt. 1916 begann sie eine Karriere als Schauspielerin, nachdem sie die Dreharbeiten zu einem Film in den Studios von Azteca Films beobachtet hatte].
1917: Filmdebüt im Stummfilm Sara begann ihre Filmkarriere im Alter von 25 Jahren als Statistin in dem En defensa propia. Anschließend sprach sie bei Theatern vor und erhielt erste kleine Rollen. Ihre gute Diktion und ihre Stimme verschafften ihr Ansehen, und sie wurde Teil der bedeutendsten Ensembles jener Zeit: denen von Mercedes Navarro, Prudencia Grifell sowie den Schwestern Anita und Isabelita Blanch. Während einer ihrer Tourneen durch Mexiko lernte sie Fernando Ibáñez Carranza kennen.
1918–1947: Goldenes Zeitalter des mexikanischen Kinos und La Abuelita de México mini|links|hoch|Sara García (1918) 1918 heiratete sie Fernando Ibáñez. Sie tourten durch Mexiko und Zentralamerika. Bei einem Zwischenstopp in Tepic wurde ihre Tochter Fernanda Mercedes Ibáñez Garcíageboren und Sara beendete ihre Tourneen. Nach diversen Affären ihres Ehemanns ließ sie sich scheiden. Danach lebte sie mit ihrer Tochter zusammen mit einer reundin aus Kindertagen, die sie zufällig wiedergetroffen hatte, mit ihrer Tochter in einer Art gemeinsame Elternschaftin ihrem kleinen Haus im Historischen Zentrum von Mexiko-Stadt an, wo sie mit ihrer Mutter, ihrer Schwester Blanca und ihrem Schwager lebte. So wurde Sara Teil der Familie González Cuenca. Ihre Tochter Fernanda wagte sich ebenfalls ins Filmgeschäft und spielte in dem Film „La madrina del diablo“ (1937) die Freundin von Jorge Negrete. Am 18. Oktober 1940 starb María Fernanda Ibáñez im Alter von 20 Jahren an einer inneren Blutsturz. Auch ihr erstes Enkelkind, das sie mit ihrem Ehemann erwartete, starb bei der Blutung.
Film Schauspielerin Emma Roldán schlug Sara García für die Rolle der Doña Panchita, einer alten Frau, im Film „Allá en el trópico“ („Dort in den Tropen“) von 1940 vor. Der Regisseur des Films Fernando de Fuentes hielt García für zu jung für die Rolle (tatsächlich war sie erst in der Mitte). 40er), aber Roldán antwortete: „Sara ist eine Schauspielerin, und Schauspielerinnen haben kein Alter.“ Für den Probebildschirm ließ Sara García eine Perücke für sie anfertigen. Zum Zeitpunkt des Screen-Tests fragte der Regisseur die Crew nach ihrem Aufenthaltsort, und als sie antworteten, dass sie die Frau vor ihm sei, war der Regisseur schockiert: Ihre Perücke, das Fehlen ihrer Zähne und ihre Leistung hatten ihn berührt Großmutter).
mini|hoch|García in La abuelita (1942) Im Jahr 1942 spielte Sara García zusammen mit Joaquín Pardavé in El baisano Jalil, eine Komödie, in der sie die Frau einer libanesischen Einwandererfamilie porträtierte, einer der marginalisierten Gemeinschaften, die sich im Viertel La Lagunilla in Mexiko-Stadt niederließen. In einem ähnlichen Film spielte sie erneut mit Pardavé Komödie, „El barchante Neguib“ (1945).
Anschließend startete sie eine lange Reihe von Filmen, in denen sie neben den hellsten Stars des mexikanischen Kinos die Hauptrolle spielte, wie etwa Cantinflas, Jorge Negrete und Germán Valdés „Tin-Tan“.
Sie spielte oft die Großmutter des berühmten mexikanischen Schauspielers Pedro Infante. Ihr bekanntester Film mit ihm ist „Los tres García“ von 1947, in dem sie neben Abel Salazar und Víctor Manuel Mendoza die Rolle ihrer Großmutter mit einer resoluten, frechen und autoritären Art spielte.
1947–1980: Zahlreiche Filme, Telenovelas und letzte Werke García setzte ihre Zusammenarbeit mit Pardavé fort und trat an seiner Seite in *El ropavejero* (1947) sowie in *Azahares para tu boda* (1950) auf; dies waren ihre letzten gemeinsamen Projekte. García besaß zudem eine ausgesprochen respektlose Ader, die sie in Filmen wie *Doña Clarines* (1951) zur Geltung brachte, indem sie sich über die Figur der Großmutter lustig machte; dies wiederholte sie in *Las señoritas Vivanco* (1959) und *El proceso de las señoritas Vivanco* (1961) – Filme, in denen sie an der Seite von Prudencia Grifell spielte und unter der Regie von Mauricio de la Serna agierte.
mini|hochkant|García, etwa 1960er Jahre In jenem Jahrzehnt war sie sowohl beim Film als auch im Fernsehen tätig und trat in zahlreichen Telenovelas auf, darunter „A Face in the Past“ (1960), „La gloria quedó atrás“ (1962) und „La duquesa“ (1966) – eine Serie, in der eine Lotterielosverkäuferin den Jackpot knackt und das Geld nutzt, um ihrer Tochter... ...zurück, die sie in der Vergangenheit ihren millionenschweren Schwiegereltern überlassen hatte.
In jenem Jahrzehnt war sie auch in einer Comic-Abenteuergeschichte mit dem Titel „Doña Sara, la mera mera“ zu sehen, in der sie als jene Figur auftrat, die sie durch die Filme „Los tres García“ und „Vuelven los García“ berühmt gemacht hatte. In den 1970er Jahren verkörperte sie ihre Großmutter-Rolle in Filmen wie „Fin de fiesta“ (1972) von Mauricio Walerstein und Luis Alcorizas „Mecánica Nacional“ (1972).
In den 70er Jahren trat sie als Nana Tomasita auf – die sich in der langlebigen Telenovela „Mundo de juguete“ (1974) um Cristina (Graciela Mauri) kümmerte – sowie als penible alte Frau in dem von Jorge Fons inszenierten Segment „Caridad“ des Films „Faith, Hope and Charity“.
Späte Jahre und Tod Im Jahr 1951 hatte García eine eigene Fernsehsendung, *Media hora con Abuelita*, doch diese war erfolglos und wurde eingestellt. Sie kehrte 1960 zum Fernsehen zurück, als sie eine Rolle in *Un rostro en el pasado* erhielt – der ersten von insgesamt acht Telenovelas, in denen sie mitwirkte. Dazu gehörten „Mundo de juguete“ im Jahr 1974, die seit (Anfang 2006) die am längsten laufende Telenovela in der Geschichte war, und „Viviana“ mit Lucía Méndez im Jahr 1978.
mini|hochkant|Mausoleum von Sara García und ihrer Tochter María Fernanda Ibáñez im Panteón Español von Mexiko-Stadt, im Jahr 2025 Am 21. November 1980 starb Sara im Alter von 88 Jahren im National Medical Center in Mexiko-Stadt an den Folgen eines Herzstillstands, der auf eine Lungenentzündung zurückzuführen war.
García wurde zusammen mit ihrer Tochter in einem Mausoleum auf dem Friedhof Panteón Español in Mexiko-Stadt beigesetzt. Während ihrer Beisetzung wurde das Lied „Mi Cariñito“ („Mein Liebling“ / „Mein geliebter Mensch“) gespielt. Dies war das Lied, das Pedro Infante Sara mehrfach vorgesungen hatte. Insbesondere sang er es – betrunken und unter Tränen – als Klagelied, nachdem Saras Figur im Film Vuelven Los Garcia (Die Rückkehr der Garcias) gestorben war. Es heißt, dass das Lied bei ihrer Beerdigung von Lucha Villa gesungen wurde.
Privatleben Obwohl García dies nie öffentlich bestätigte, soll sie eine langjährige lesbischee Beziehung mit Rosario González Cuenca gehabt haben. Nach ihrem Tod wurde Rosario als ihre Alleinerbin eingesetzt, erbte das gesamten Vermögen und das Haus in Colonia del Valle, Mexiko-Stadt. Dort wohnte sie bis zu ihrem Tod am 5. April 1983. Gemäß Studien zufolge waren sie aufgrund der mexikanischen Gesetze in Bezug auf Homosexualität gezwungen, ihren Status als Paar zu verbergen.
Vermächtnis In Mexiko stellte García aufgrund ihrer vielen Rollen als Großmutter in den Filmen, in denen sie auftrat, eine großmütterliche Figur dar, und 1973 unterzeichnete sie eine Handelsvereinbarung, die es der Schokoladenfirma La Azteca erlaubte, ihr Bild für Mexikos traditionelle Abuelita (Schokolade) zu verwenden. La Azteca wurde später im Jahr 1995 von der Marke Nestlé gekauft, die ihr Image weiterhin für dieselbe Marke verwendete.
Filmografie Seifenopern 1960: Un rostro en el pasado 1962: La gloria quedó atrás 1966: La duquesa 1967: Anita de Montemar 1968: El padre Guernica 1968: Mi maestro 1972: Telenovela mensual 1973: Mi rival 1974–77: Mundo de juguete 1978: Viviana, Fernsehserie
Fernsehsendungen 1951: Media hora con la abuelita 1957, 1959: Secreto de familia
Dokumentarfilme 1940: Recordar es vivir 1963: La vida de Pedro Infante 1976: México de mis amores
Mexikanisches Kino
1917: En defensa Propia 1917: Alma de sacrificio 1917: La soñadora 1927: Yo soy tu padre 1934: El pulpo humano 1934: El vuelo de la muerte 1934: La sangre manda 1934: ¡Viva México! (El grito de Dolores) 1936: Such Is Woman (Así es la mujer) 1936: Marihuana (El monstruo verde) 1936: Malditas sean las mujeres 1936: No te engañes corazón 1937: Las mujeres mandan 1937: La honradez es un estorbo 1937: No basta ser madre 1938: Por mis pistolas 1938: Pescadores de perlas 1938: Dos cadetes 1938: Padre de más de cuatro 1938: Perjura 1938: Su adorable majadero 1939: El capitán aventurero 1939: Father's Entanglements 1939: Calumnia 1939: Papacito lindo 1939: Three Peasants on a Donkey 1940: Miente y serás feliz 1940: Allá en el trópico 1940: My Little Mother 1940: Ahí está el detalle 1940: Father Gets Untangled (Papá se desenreda) 1941: When Children Leave Home 1941: ¿Quién te quiere a ti? 1941: La gallina clueca 1941: Al son de la marimba 1942: Las tres viudas de papá 1942: Papá se enreda otra vez 1942: Alejandra 1942: Dos mexicanos en Sevilla 1942: Regalo de Reyes 1942: La abuelita 1942: Historia de un gran amor 1942: El baisano Jalil 1942: El verdugo de Sevilla 1943: Resurrection (Resurrección) 1943: No matarás 1943: Caminito alegre 1943: Toros, amor y gloria 1944: Mis hijos 1944: La trepadora 1944: El secreto de la solterona 1944: El jagüey de las ruinas 1944: Como yo te quería 1945: Escuadrón 201 1945: La señora de enfrente 1945: Mamá Inés 1946: El barchante Neguib 1946: ¡Ay qué rechula es Puebla! 1947: Sucedió en Jalisco (Los cristeros) 1947: El ropavejero 1947: Los tres García 1947: ¡Vuelven los García! 1948: Los que volvieron 1948: Mi madre adorada 1948: Dueña y señora 1948: Tía Candela 1949: Dicen que soy mujeriego 1949: The Perez Family (La familia Pérez) 1949: Eterna agonía 1949: Novia a la medida 1949: El diablo no es tan diablo 1949: Dos pesos dejada 1950: Yo quiero ser hombre 1950: Mi preferida 1950: Si me viera don Porfirio 1950: Azahares para tu boda 1950: Mi querido capitán 1950: Yo quiero ser tonta 1951: La reina del mambo 1951: El papelerito 1951: Doña Clarines 1951: La duquesa del Tepetate 1951: Acá las tortas 1952: La miel se fue de la luna 1953: Misericordia 1953: Por el mismo camino 1953: El lunar de la familia 1953: Genio y figura 1953: Los que no deben nacer 1954: Los Fernández de Peralvillo 1954: El hombre inquieto 1955: Sólo para maridos 1956: El crucifijo de piedra