Bass Persuades ( für „Bass verführt“) ist das zehnte Studioalbum der US-amerikanischen Sängerin Miley Cyrus. Es erschien im September 2026 und ist das erste, das sie unter dem Künstlernamen „Miley“ ohne Nachnamen vermarktete.

Entstehung und Veröffentlichung Im Juni 2025, kurz nach der Veröffentlichung ihres neunten Studioalbums Something Beautiful, erklärte Cyrus, dass sie bereits zwölf Lieder für ihr nächstes Studioalbum ausgewählt und in der vorgesehenen Reihenfolge auf einer privaten Spotify-Playlist zusammengestellt habe. Ihre Neigung, rasch von einem Projekt zum nächsten überzugehen, führte sie auf ihre Frustration über langwierige Veröffentlichungs- und Vermarktungsprozesse zurück. Am 27. Juli 2026 sprach Cyrus über ihr bevorstehendes zehntes Studioalbum. Sie beschrieb das Album als Ausdruck ihrer Beziehung zu ihrem Verlobten Maxx Morando. Zugleich thematisiere es Selbstliebe. Sie bezeichnete das Album als vielschichtige „Liebesgeschichte“, durch die sich ein „romantischer roter Faden“ ziehe. Das Projekt sei für sie „besonders bedeutsam“, da die während seiner Entstehung empfundenen Gefühle über mehrere Schaffensphasen hinweg angehalten hätten. Am selben Tag wurde berichtet, dass sie einen Vertrag mit Atlantic Records unterzeichnet und damit Columbia Records verlassen habe.

Am 31. August 2026 veröffentlichte Cyrus in den sozialen Medien ein Foto, mit dem sie ein neues Musikprojekt andeutete. Zugleich begann sie, für ihre öffentlichen und künstlerischen Auftritte nur noch den Namen „Miley“ zu verwenden. Einen Tag später kündigte sie Bass Persuades als ihr zehntes Studioalbum an. Bei der Ankündigung erklärte sie, der Titel stehe für „ein erfülltes Herz, Herzschmerz und alles im Leben dazwischen“. Gleichzeitig veröffentlichte sie ein Bildausschnitt, in dem sie in einem weißen Einteiler E-Gitarre spielte, begleitet von einem „rauen, peitschenden Instrumentalstück“.

Die Erstveröffentlichung von Bass Persuades erfolgte schließlich am 18. September 2026 bei Atlantic Records. Das Album erschien als CD, MC und LP sowie zum Download und Streaming mit zehn Titel. Wobei der letzte Titel ein Remix eines bereits auf dem Album enthaltenen Titels ist, womit das Album neun verschiedene Kompositionen umfasst. Geschrieben und produziert wurden alle Lieder von der Interpretin selbst, stets in Zusammenarbeit mit wechselnden Komponisten, Liedtextern und Musikproduzenten, darunter namhafte Musiker wie Kid Harpoon.

Titelliste Nr.TitelAutorenLänge1.Bass PersuadesMiley Cyrus, Kid Harpoon, Michael Pollack, Gregory Aldae Hein3:222.Different Religion (feat. Model/Actriz)Miley Cyrus, Cole Haden, Jack Wetmore, Aaron Shapiro, Ruben Radlauer, Kid Harpoon, Michael Pollack3:433.Let’s Get MarriedMiley Cyrus, Jordan Johnson, Stefan Johnson, Kid Harpoon, Michael Pollack, Gregory Aldae Hein3:364.OrbitMiley Cyrus, Jordan Johnson, Stefan Johnson, Michael Pollack3:555.AftermathMiley Cyrus, Jordan Johnson, Stefan Johnson, Michael Pollack, Griff Clawson, Maxx Morando3:316.RedlightsMiley Cyrus, Michael Pollack3:427.Neon Signs (feat. Andrew Wyatt)Miley Cyrus, Kid Harpoon, Michael Pollack4:138.Innocent WaysMiley Cyrus, Maxx Morando3:529.SnowMiley Cyrus, Kid Harpoon, Michael Pollack, Gregory Aldae Hein, Cole Haden, Jack Wetmore, Aaron Shapiro, Ruben Radlauer4:1210.Bass Persuades RemixxMiley Cyrus, Kid Harpoon, Michael Pollack, Gregory Aldae Hein, Aaron Shapiro3:37

Singleauskopplungen

Aus dem Album wurden zwei Singles ausgekoppelt. Zunächst erschien am 3. September 2026 der Titelgeber, begleitet mit einem Musikvideo von Mert Alas. Zwei Wochen später folgte die Veröffentlichung von Different Religion. Darüber hinaus erschien einen Tag später die Videoauskopplung Let’s Get Married, mit einem Video, das ebenfalls unter der Regie von Mert Alas entstand.

Singles in den Charts

Rezeption Mike DeWald vom Riff Magazine schrieb, dass die Stärken des Albums zwar seine Schwächen überwögen, das Gesamtergebnis jedoch durchwachsen sei.

Michael Savio vom Slant Magazine äußerte sich ähnlich und stellte fest, dass das Album seinem Titel nicht gerecht werde. Darüber hinaus bemängelte er dessen fehlende ästhetische Eigenständigkeit und thematische Geschlossenheit.

Chris Willman von Variety bezeichnete die Veröffentlichung des Titelsongs im Vorfeld des Albums als ein „klassisches Ablenkungsmanöver“.

Tim H vom Eulalie Magazine vertrat in seiner Rezension die Auffassung, dass Bass Persuades im Vergleich zum Vorgänger Something Beautiful aus dem Jahr 2025 auf Nummer sicher gehe. Er kritisierte zudem die Reihenfolge der Songs, insbesondere den Übergang vom Titelsong und Different Religion zu Let’s Get Married und Orbit, durch den das Album seiner Ansicht nach „prompt die Richtung“ ändere.

Eliot Odgers von Still Listening äußerte sich enttäuscht über die Veröffentlichung und bezeichnete das Album als uneinheitlich und überhastet.

Oliver Evans von musicOMH beschrieb das Album als ebenso faszinierend wie konfus. Er verglich es mit den künstlerischen Neuerfindungen, die Cyrus mit Can’t Be Tamed (2010) und Bangerz (2013) verfolgt hatte. Der mit Bass Persuades angekündigte Wandel habe zunächst „zielgerichteter und reifer“ gewirkt.

Kommerzieller Erfolg Bass Persuades avancierte zum Nummer-eins-Erfolg in Belgien-Wallonien und den Vereinigten Staaten. In den USA stieg es mit 61.000 Albumäquivalenten auf Platz eins ein, davon entfielen 47.000 Einheiten auf Albumverkäufe und 14.000 auf Streamingäquivalente. Damit erreichte Cyrus zum sechsten Mal die Chartspitze in den USA; erstmals seit Bangerz aus dem Jahr 2013.

Darüber hinaus erreichte das Album Top-10-Platzierungen in Australien und Österreich (Rang 2), der Schweiz (Rang 3), Belgien-Flandern und Deutschland (je Rang 4), den Niederlanden (Rang 7) und Italien (Rang 10).

Einzelnachweise

Kategorie:Album 2026 Kategorie:Album (Pop) Kategorie:Miley-Cyrus-Album