Das Hannah-Arendt-Gymnasium Barsinghausen wurde 1967 in den Räumlichkeiten der Adolf-Grimme-Schule am Langenäcker in Barsinghausen gegründet. Als erstes Ganztagsgymnasium in Niedersachsen hieß es zunächst ebenso (GTG). Im August 1970 zog das Gymnasium in das Schulzentrum am Spalterhals im Ortsteil Kirchdorf, welches es sich mit der Lisa-Tetzer-Schule teilt. 1999 wurde das Gymnasium nach der Politologin Hannah Arendt benannt und erhielt so seinen heutigen Namen. 2026 besuchten etwa 1200 Schüler das Gymnasium.
Geschichte Das Hannah-Arendt-Gymnasium Barsinghausen begann in den 1960er Jahren in einem Schulversuch als das erste Ganztagsgymnasium in Niedersachsen und trug dementsprechend der Namen Ganztagsgymnasium (GTG). Der Schulbetrieb wurde 1967 in den Räumlichkeiten der Adolf-Grimme-Schule am Langenäcker aufgenommen.
Am 1. Juli 1968 beschloss der Landkreis Hannover für das GTG ein Schulzentrum am Spalterhals zu errichten, am 14. Mai 1969 war Spatenstich. Im August 1970 zog das GTG in das Schulzentrum am Spalterhals um. alternativtext=Ein Schwarz-Weiß Bild, welches aus einer Luftaufnahme im hohen Winkel einen modernistischen Gebäudekomplex sowie einen Sportplatz zeigt, umgeben von einem kargen Hang sowie einer Siedlung.|mini|Luftaufnahme des Schulzentrums am Spalterhals etwa 1970 In den weiteren 1970er Jahren absolvierten die ersten Schüler ihr Abitur am GTG, ein neuer Schulleiter wurde installiert und es gab nun einen Schulpsychologen sowie Sozialpädagogen. Auch fanden erste Schüleraustausche mit der CES Roulans in Roulans, Frankreich statt. Ende der 1970er gab es Diskussionen, ob das Gymnasium weiter eine Ganztagsschule bleiben sollte. Am 11. Januar 1979 wurde das Fortbestehen als eine Ganztagsschule beschlossen.
Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts gab es diverse Partnerschaften und Austausche mit folgenden Orten: Dem III. Liceum Kościuzki in Łódź, der CES Roulans in Roulans, dem Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymnasium in Wurzen und der Borough Norristown in Pennsylvania.
Am 10. Dezember 1999 wurde das Gymnasium in Hannah-Arendt-Gymnasium Barsinghausen umbenannt.
Im 21. Jahrhundert folgten diverse Umbauten sowie im Schulzentrum als auch an umliegenden Anlagen: Vom Februar 2001 bis März 2002 wurde der B-Trakt umgebaut, im Frühjahr 2004 wurde die Mensa renoviert und die Bibliothek umgestaltet. Im Juli 2008 wurden in Kooperation mit dem TSV Kirchdorf die Sportanlagen umgebaut, im Juli 2014 begannen Arbeiten im Bereich der Aula und des Haupteinganges.
Am 22. Dezember 2015 wurde Silvia Bethe zur Schulleiterin, im August 2016 erfolgte der Amtsamtritt der stellvertretenden Schullleiterin Katrin Eilers. Es begann ein Schüleraustausch mit dem spanischen Ort San Sebastian.
Von 2027 bis 2032 sind eine Sanierung des gesamten Schulzentrums sowie der Bau von zwei Anbauten geplant. Das Vorhaben soll 87 Millionen € kosten.
Lage und Gelände Das Hannah-Arendt-Gymnasium teilt sich das Schulzentrum am Spalterhals mit der Lisa-Tetzner-Schule Oberschule Barsinghausen. Das Schulzentrum liegt im Barsinghäuser Ortsteil Kirchdorf, an der Straße Am Spalterhals und am Deister. Vor der Bebauung war das Gebiet eine Kuhweide.
Neben dem Gelände liegt die Sportanlage Am Spalterhals des TSV Kirchdorf. Diese umfasst unter anderem eine Kunststoffbahn und einen Kunstrasenplatz. Auf dem Gelände liegen ein Sporthallengebäude, ein Mensagebäude, ein Gebäude für Hausmeister und das Hauptgebäude. Das Hauptgebäude ist in verschiedene Trakte aufgeteilt, welche alphabetisch bezeichnet werden, und umfasst Musik-, Kunst-, Physik-, Biologie-, Informatik- und Chemiefachräume, eine Aula, einen Kiosk, eine kleine Bücherei und die Schulbibliothek sowie etliche generelle Unterrichtsräume. Der D-Trakt ist dabei der einzige, der exklusiv von der Lisa-Tetzer-Schule genutzt wird.
Unterricht und AGs
Unterricht
Das Angebot an Fremdsprachen besteht aus:
Deutsch als Zweitsprache Englisch (1. Fremdsprache) Französisch (2. Fremdsprache) Spanisch (2. sowie 3. Fremdsprache) Latein (2. Fremdsprache)
Seit dem Schuljahr 2022/23 gibt es am Hannah-Arendt-Gymnasium im 5. und 6. Jahrgang sogenannte Bläserklassen.
Das Hannah-Arendt-Gymnasium ist die einzige Schule in der Gemeinde Barsinghausen, welche die Sekundarstufe II anbietet.
Außerunterrichtlicher Bereich (AUB)
Zum AUB gehören eine Hausaufabenbetreuung für die Jahrgänge 5 bis 7, ein Freizeitbereich sowie diverse Arbeitsgemeinschaften (AGs).
Diese umfassen unter anderem musische Angebote wie Schulbands, Chöre und ein Orchester, Theatergruppen, sportliche Angebote wie Eislaufen, Judo und Skifahren, einen Debattierclub, sowie AGs zu dem Schüleraustauschen mit Albi und Lodz.
Das Gymnasium veröffentlicht Medien der Schülerzeitung Hannahlyse, dem Schulradio Spalterradio und Produktionen von Musikgruppen.
Schwerpunkte, Auszeichnungen und Netzwerke
Das Hannah-Arendt-Gymnasium basiert sein Leitbild auf dem Zitat „Ich will verstehen“ seiner Namensgeberin Hannah Arendt. Das Hannah-Arendt-Gymnasium ist Teil folgender Netzwerke bzw. mit folgenden Siegeln zertifiziert:
ProPhilSchule (Siegel für besonderes Engagement im Bereich Philosophie und Ethik) Schule der Vielfalt (Netzwerk gegen Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung) Internationale Nachhaltigkeitsschule QuaMath-Schule (Zertifikat für besonderes Engagement zur Verbesserung der mathematischen Bildung) Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Organisation (Barsinghausen) Kategorie:Bauwerk in Barsinghausen Kategorie:Gymnasium in der Region Hannover Kategorie:Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1967 Kategorie:Hannah Arendt