Klaus-Joachim Albert (* 2. Mai 1943 in Dresden-Cotta) ist ein deutscher Metallgestalter und Bildhauer.
Leben und Werk Albert absolvierte von 1957 bis 1960 eine Lehre als Transformatorenmonteur und arbeitete bis 1968 in seinem Beruf. Von 1968 bis 1972 studierte er in der Fachrichtung Innenarchitektur der Fachschule für angewandte Kunst Heiligendamm und von 1972 bis 1977 bei Irmtraud Ohme Metallgestaltung an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein. Weitere Lehrer Alberts waren dort Gerhard Lichtenfeld, Günther Rechn und Frank Ruddigkeit. 1975 machte Albert an der Estnischen Kunstakademie Tallin ein Praktikum.
Seit dem Studium arbeitete Albert in Lübsdorf als freischaffender Metallgestalter und -Bildhauer. 1981 und 1983 beteiligte er sich am Symposium für Stahlgestalter im VEB Chemieanlagenbau Staßfurt, und von 1987 bis 2006 organisierte und leitete er das I. bis VI. Metall-Bildhauer-Symposium in Schwerin. Albert hatte in der Zeit der DDR im In- und Ausland Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. 1982/83 an der IX. Kunstausstellung der DDR in Dresden, 1982 und 1984 in Berlin an Plastik und Blumen, 1988 in der Volksrepublik China an Kunsthandwerk der DDR und 1989 in West-Berlin an Metallgestaltung der DDR.
Nach der deutschen Wiedervereinigung beteiligte er sich an nationalen und internationalen Kunstveranstaltungen, u. a. 1993/94 an der Art Cologne. Er initiierte oder kuratierte kulturelle Projekte, u. a. 2001 in Schwerin die Skulpturenausstellung Nord-Süd-Linien des Kunstvereins Wiligrad und 2002 das Freilicht-Museum der Künstler – Skulpturenpark Schloss Wiligrad. 1998 hatte Albert einen Studienaufenthalt in den USA, 2003 in Südfrankreich und 2007 in der Toskana.
2017 wurde er mit dem Kunst- und Kulturpreis der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin in Kooperation mit der Landeshauptstadt Schwerin geehrt. Werke Alberts befinden sich im öffentlichen Raum und in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland, u. a. im Kulturhistorischen Museum Görlitz, im Staatlichen Museum Schwerin, im Museum Modern Art Hünfeld, in der Kunsthalle Mannheim und im Museum Mondriaanhuis, Amersfoort.
Albert lebt mit seiner Ehefrau, der Porzellan-Designerin Jutta Albert (* 1954), in Lübsdorf.
Mitgliedschaften
bis 1990: Verband Bildender Künstler der DDR ab 2003: Münchner Künstlerverband Neue Gruppe e.V.; nicht mehr MitgliedMitgliederliste 2026 Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern im BBKKlaus-Joachim Albert: Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e.V. im BBK
Rezeption „… Albert bekennt sich zur Konkreten Kunst. Ausgangspunkt für sein Schaffen ist die individuelle Auseinandersetzung mit dem Grundproblem der Plastik - dem Verhältnis von Körper und Raum. Dies geschieht mit Werken von mächtigen Dimensionen, ebenso wie mit Arbeiten von geringem Ausmaß.“
Hans-Peter Jakobson (1947–2020)
Literatur
Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010. ISBN 978-3-355-01761-9, S. 19
Weblink
Website Klaus-Joachim-Albert
Einzelnachweise
Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1943 Kategorie:Mann Kategorie:Metallbildner