Johann Andreas Uhl (* 4. Januar 1685 in Uffenheim; † 31. Dezember 1756 in Crailsheim) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer, Schulleiter und geistlicher Schriftsteller.
Leben Johann Andreas Uhl wurde am 4. Januar 1685, nach anderen Quellen auch bereits 1683, in der markgräflichen Stadt Uffenheim geboren. Seine schulische Ausbildung absolvierte er am Ansbacher Gymnasium Carolinum. Anschließend nahm er im Jahr 1700 ein Studium an der Universität Jena auf. Dieses schloss er im Jahr 1709 mit der Promotion ab. Noch im selben Jahr wurde er als Rektor an die Ritterschule in der Stadt Brandenburg berufen. Hier wirkte er bis 1711 und stieg zum Ehrenmitglied der lateinischen Gesellschaft Jena auf.
Im Jahr 1711 übernahm er den Posten eines Stadtpfarrers an der evangelischen Kirche im fränkischen Mainbernheim, wo er bis 1714 blieb. Im Jahr 1714 wurde er zum Rektor des Ansbacher Gymnasiums ernannt. Im Jahr 1717 wechselte er als Dekan nach Crailsheim. In seiner Crailsheimer Zeit entstanden eine Vielzahl verschiedener Texte, darunter Leichenpredigten und andere geistliche Arbeiten. Johann Andreas Uhl starb am 31. Dezember 1756 in Crailsheim und wurde am 4. Januar 1757 ebendort beigesetzt.Clemens Alois Baader: Lexikon verstorbener Baierischer Schriftsteller des achtzehenten und neunzehenten Jahrhunderts. Des zweyten Bandes Zweiter Theil. R–Z. Jenisch und Stage, Augsburg, Leipzig 1825. S. 211. (Digitalisat).
Ehen und Familie Johann Andreas Uhl heiratete fünfmal. So gab er am 17. Dezember 1712 Helena Barbara Greiner das Jawort. Im Jahr 1728 heiratete er Dorothea Margaretha Köhler, geborene Glaser, im Jahr 1733 Margaretha Sophia Lotzbeck. 1749 ehelichte er Anna Katharina Wechsler, geborene Faber, ehe er noch im Jahr 1756 Sabina Barbara Klett, geborene Bergold zur Frau nahm.Landesarchiv Baden-Württemberg: Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein GA 90 Nr 124: Uhl, Johann Andreas, abgerufen am 26. September 2026. Aus den Ehen gingen mehrere Kinder hervor, darunter Johann Ludwig Uhl (1714–1790), der ein bedeutender Jurist und Hochschullehrer werden sollte.
Werke (Auswahl) Disp. inaug. de methodo Hildenbrandina, perveniendi ad Monarchiam universalem. Jena 1704. Diss. de fide, quam nonnulli fingunt, naturali, contra Fanaticos et Petrum Poired. Jena 1709. Predigt bey Einführung der Salzburger Emigranten. Crailsheim 1732.
Literatur Clemens Alois Baader: Lexikon verstorbener Baierischer Schriftsteller des achtzehenten und neunzehenten Jahrhunderts. Des zweyten Bandes Zweiter Theil. R–Z. Jenisch und Stage, Augsburg, Leipzig 1825. S. 211. (Digitalisat).
Einzelnachweise
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