Bei Green Legal Impact Germany e.V. (GLI) handelt es sich um einen gemeinnützigen Verein, der im Umwelt- und Klimarecht aktiv ist und sich für die Grundrechte der Umweltbewegung einsetzt. Er wurde 2019 in Berlin gegründet und versteht sich als „katalytisch-strategischer Akteur“ im Bereich des Umweltrechts.

Ziel des Vereins ist es, die Zivilgesellschaft bei der strategischen Nutzung des Rechts für den Umweltschutz zu unterstützen. Durch verschiedene Projekte sollen das Recht und der Rechtsstaat genutzt werden, um die planetaren Grenzen einzuhalten und Menschenrechten durchzusetzen. In diesem Rahmen soll das Recht auch für rechtliche Lai:innen verständlich gemacht werden.

Teil des Vorstands und Gründungsmitglied ist die Umweltrechtsanwältin und DBU-Umweltpreisträgerin Roda Verheyen. Derzeitige Geschäftsführerin des Vereins ist Henrike Lindemann.

Organisation Die inhaltliche Arbeit des Vereins ist in vier Teams aufgeteilt:

"Starkes Umweltrecht": Umweltrecht stärken und für die Zivilgesellschaft verständlich machen "Starke Umweltdemokratie": Unterstützung – meist in Form von juristischer Beratung – von umweltbezogenen Rechtsverfahren "Internationale Verantwortung": Unterstützung Betroffener, ihr Recht durch deutsche Akteure mit juristischen Mitteln in Deutschland durchzusetzen "Grundrecht der Umweltbewegung": (Klima-)Aktivismus und demokratische Partizipation unterstützen und auf Repressionen aufmerksam machen

Aktivitäten Der Verein unterstützt andere NGOs und Verbände in der Koordinierung ihrer Klimaklagen. Er klagt dabei nicht selbst, sondern ist in der juristischen Beratung und Koordination tätig. Jedoch hat der Verein auch schon selbst Beschwerde beim Aarhus-Komitee eingereicht.

GLI bietet Rechtsberatung in Umwelt- und Klimarechtsfragen an. Des Weiteren unterstützt der Verein Klimaaktivist:innen, zum Beispiel durch die Ausbildung im Versammlungs- und Strafrecht. Es werden auch Schulungen und Veranstaltungen für angehende Umweltjurist:innen angeboten.

GLI veröffentlichte 2025 die Green Legal Spaces - Studie 2025. In dieser wird erforscht, wie sich die Handlungsspielräume der Klimabewegung in Deutschland seit 2019 entwickelt haben. Die Studie wurde in Kooperation mit Amnesty International, dem Maecenata Institut, dem Unabhängigen Institut für Umweltfragen, dem Institut für Protest- und Bewegungsforschung und dem Institut für Humangeographie erstellt. GLI hatte 2023 in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen bereits den Green Legal Spaces Report veröffentlicht, der einen Chilling Effect in der deutschen Klimaprotestlandschaft nachwies.

Es bestehen auch Kooperationen mit anderen Organisationen, so z.B. im Rahmen des Climate Helpdesk mit FragDenStaat.

Zudem erstellt der Verein auch Gutachten zu aktuellen Umweltgesetzgebungsvorhaben, u. a. zum LNG-Beschleunigungsgesetz.

Ein Projekt zu den Rechten der Spree, an dem der Verein beteiligt war, wurde in die Ausstellung „On Water“ inkorporiert, die 2026 im Berliner Humboldt-Forum ausgestellt wurde.

Der Verein ist auch vereinzelt mit Tierrechtschutz befasst; der Fokus liegt jedoch auf dem Klima- und Menschenrechtsschutz.

GLI ist seit 2022 im Lobbyregister des deutschen Bundestages eingetragen.

Mitgliedschaften & Mitglieder Stand März 2026 hat der Verein 121 Mitglieder, davon 110 natürliche Personen und 11 juristische Personen, Personengesellschaften oder sonstige Organisationen.

Mitgliedsorganisationen sind unter anderem:

BUND NABU WWF Germanwatch ClientEarth Heinrich-Böll-Stiftung

GLI selbst ist Mitglied beim Deutschen Naturschutzring und der Allianz „Rechtssicherheit für politische Willensbildung“ e. V.

Förderung GLI wurde im Jahr 2025 von 13 Akteuren institutionell oder projektbezogen gefördert. Dazu gehören unter anderem:

Stiftung Mercator European Climate Foundation Greenpeace Umweltbundesamt

Weblinks

GLI – Webseite

Einzelnachweise

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